Amorim versuchte nicht, seine Einschätzung zu beschönigen.
„Wir haben es nicht verdient zu gewinnen, wenn wir ehrlich sind, oder eher: Juventus hat es nicht verdient zu verlieren“, sagte der Milan-Trainer nach dem Unentschieden am Sonntag in Turin.
Alphadjo Cisse hatte die Gäste Mitte der zweiten Halbzeit in Führung gebracht, als er nach einem energischen Antritt des eingewechselten Samuel Chukwueze an Manuel Locatelli vorbeizog und den Ball mit rechts ins lange Eck zirkelte. Federico Gatti köpfte in der 92. Minute eine Freistoßflanke von Teun Koopmeiners ins Netz und bewahrte Juventus vor einer Niederlage, die die Turiner angesichts ihres Drucks wahrscheinlich nicht verdient hätten.
Die Grundlagen in der Kritik
Amorims Analyse konzentrierte sich auf das Ballbesitzspiel und nicht auf den späten Konzentrationsfehler.
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„Wir haben versucht, unser Spiel zu machen, aber wir waren nicht gut am Ball“, sagte er.
„Wir haben individuelle Qualität, aber die einfachen Dinge sind die wichtigsten Dinge: die Art, wie wir den Ball annehmen und weiterspielen, die Grundlagen des Fußballs. Heute waren wir nicht gut.“
Er sagte, das Muster habe sich noch verschärft, sobald Milan den Ball verlor.
„Mein Gefühl ist: Wenn meine Mannschaft den Ball nicht hat, tun wir uns schwer. Wenn wir den Ball halten wollen, müssen wir uns mehr bewegen und mutiger sein.“
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Die Bitte um Zeit
Der portugiesische Trainer bat um Geduld mit einer Mannschaft, die nach seinen Worten noch dabei ist, ihre Identität zu finden.
„Wir müssen besser werden, aber wir brauchen Zeit. Es war ein schweres Spiel für uns.“
„Heute war nicht der perfekte Tag, aber manchmal will ich zu viel, und wir waren so nah dran, dieses Spiel zu gewinnen.“
Das Unentschieden beendete den perfekten Saisonstart beider Vereine, die die Spielzeit jeweils mit zwei Siegen in Folge eröffnet hatten, und ließ Milan in der Serie A auf Rang vier zurückfallen.
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