Die Feierlichkeiten Argentiniens nach ihrem dramatischen WM-Sieg über Ägypten haben eine neue Kontroverse ausgelöst, nachdem Aufnahmen auftauchten, die Spieler beim Singen eines Gesangs zeigten, der sich auf die Falklandinseln bezog. Der Vorfall hat die politischen Spannungen vor einem potenziellen Blockbuster-Halbfinale gegen England neu entfacht, wobei der britische Moderator Piers Morgan zu denjenigen gehörte, die reagierten.
La Albiceleste sicherte sich ihren Platz im Viertelfinale mit einem dramatischen 3:2-Comeback-Sieg über Ägypten, einem Spiel, das auch wegen Schiedsrichterentscheidungen Kontroversen hervorrief. Wie von GiveMeSport berichtet, zeigten spätere Feierlichkeiten in der Umkleidekabine mehrere Spieler, darunter Enzo Fernandez und Emiliano Martinez, die das Lied La Cuarta Estrella („Der vierte Stern“) sangen.
Der Gesang und sein historischer Kontext
Der Gesang enthält Verweise auf die Malvinas – den argentinischen Namen für die Falklandinseln, ein britisches Überseegebiet, das im Mittelpunkt des Falklandkrieges von 1982 stand. Der Konflikt forderte das Leben von mehr als 900 Menschen und bleibt sowohl in Argentinien als auch im Vereinigten Königreich ein emotional aufgeladenes Thema.
Laut GiveMeSport feiern die Texte auch Argentiniens WM-Triumph von 2022, drücken die Hoffnung auf einen vierten Weltmeistertitel aus und verweisen auf Diego Maradonas kontroversen Abgang von der Weltmeisterschaft 1994 nach einem nicht bestandenen Drogentest.
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Ein Abschnitt des Liedes besagt: „Ich bin Argentinier von der Wiege bis ins Grab, für die Malvinas, für Diego, für Leos letztes Kapitel.“ Eine andere Strophe erklärt: „Ich möchte den vierten Stern auf dem Trikot leuchten sehen,“ was Argentiniens Ambition widerspiegelt, den Weltpokal zu verteidigen und zweimal in Folge Meister zu werden.
Langjährige Rivalität mit England
Der Zeitpunkt des Gesangs hat besondere Aufmerksamkeit erregt, da Argentinien im Halbfinale auf England treffen könnte, sollten beide Teams ihre jeweiligen Viertelfinalspiele gewinnen.
Die Fußballrivalität zwischen den beiden Nationen gehört zu den heftigsten des Sports, geprägt von Jahrzehnten unvergesslicher Begegnungen. Diego Maradonas berüchtigtes „Hand Gottes“-Tor während der Weltmeisterschaft 1986 und David Beckhams Rote Karte beim Turnier 1998 bleiben prägende Momente in der Geschichte zwischen den beiden Seiten.
Piers Morgan reagiert
Der britische Moderator Piers Morgan reagierte scharf, nachdem das Filmmaterial online kursierte.
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Auf X schrieb Morgan: „Sind das dieselben Falklandinseln, die sie zu erobern versuchten, bis unsere großartigen Streitkräfte sie wieder rausgeworfen haben?“
Seine Kommentare verbreiteten sich schnell in den sozialen Medien und lenkten weitere Aufmerksamkeit auf einen Vorfall, der bereits außerhalb des Fußballs zum Gesprächsthema geworden ist.
Potenzielles WM-Duell
Bevor es zu einem Aufeinandertreffen mit England kommen kann, muss Argentinien zunächst die Schweiz im Viertelfinale besiegen, während England Norwegen schlagen muss.
Sollten beide Seiten weiterkommen, hätte das Halbfinale bereits eine enorme fußballerische Bedeutung. Nach der jüngsten Kontroverse würde ein solches Aufeinandertreffen jedoch auch mit erneuten politischen Untertönen einhergehen, was sicherstellt, dass eine der historischsten Rivalitäten des internationalen Fußballs erneut im globalen Rampenlicht steht.
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