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Berichte: Iranischer Starstürmer wegen angeblicher Illoyalität aus der Nationalmannschaft ausgeschlossen

Die Vorbereitungen Irans auf die kommende Weltmeisterschaft sind von politischen Spannungen überschattet worden, nachdem Berichte aufgekommen sind, wonach einer der prominentesten Spieler des Landes aus der Nationalmannschaft ausgeschlossen wurde.

Laut CNN Sports wurde der Stürmer Sardar Azmoun aus dem Kader gestrichen, nachdem die Behörden einen kürzlichen Beitrag in den sozialen Medien als Akt der Illoyalität interpretiert hatten. Sollte sich diese Entscheidung bestätigen, würde Iran ohne einen seiner erfahrensten Angreifer in das Turnier gehen.

Der 31-jährige Azmoun ist seit mehr als einem Jahrzehnt eine zentrale Figur der Nationalmannschaft und hat seit seinem Debüt im Jahr 2014 in 91 Länderspielen 57 Tore erzielt. Derzeit spielt er auf Vereinsebene für Shabab Al-Ahli in den Vereinigten Arabischen Emiraten und stand zuvor bei Vereinen wie Zenit Sankt Petersburg, Bayer Leverkusen und der AS Rom unter Vertrag.

Die Kontroverse geht auf einen Instagram-Beitrag zurück, in dem Azmoun zusammen mit dem Herrscher von Dubai, Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum, zu sehen war. Das Bild löste im Iran vor dem Hintergrund zunehmender regionaler Spannungen Kritik aus.

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Die staatsnahe Nachrichtenagentur Fars News berief sich auf eine anonyme Quelle innerhalb des Teams, die angab, Azmoun sei ausgeschlossen worden. Der Bericht wurde bislang nicht unabhängig bestätigt, und der iranische Fußballverband hat sich öffentlich nicht zu der Angelegenheit geäußert.

Azmoun löschte den Beitrag später, doch die Kritik setzte sich im Staatsfernsehen fort. Der Fußballkommentator Mohammad Misaghi sagte: „Es ist bedauerlich, dass es Ihnen an ausreichendem Urteilsvermögen fehlt, um zu erkennen, welches Verhalten zu einem bestimmten Zeitpunkt angemessen ist.“

Er fügte hinzu, dass Spieler, die die Nationalmannschaft vertreten, ein ihrem Amt entsprechendes Verhalten zeigen müssten, und deutete an, dass Azmouns Verhalten diesen Erwartungen nicht gerecht geworden sei.

Die Situation entwickelt sich vor dem Hintergrund umfassender politischer Spannungen, die bereits Zweifel an der Teilnahme Irans an der Weltmeisterschaft aufkommen lassen, die gemeinsam von den USA, Mexiko und Kanada ausgerichtet werden soll.

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Separate Berichte iranischer Medien haben zudem angebliche finanzielle Maßnahmen gegen mehrere im Ausland spielende Akteure erwähnt, wobei diese Angaben bislang unbestätigt sind.

Spannungen sind auch in anderen Bereichen des iranischen Fußballs aufgetreten. Anfang dieses Jahres beantragten Mitglieder der Frauen-Nationalmannschaft in Australien Asyl, nachdem sie in ihrer Heimat kritisiert worden waren, weil sie vor einem Spiel die Nationalhymne nicht gesungen hatten. Einige kehrten später in den Iran zurück.

Trotz der Unsicherheiten soll die iranische Männernationalmannschaft in den kommenden Wochen weiterhin internationale Freundschaftsspiele im Rahmen ihrer Turniervorbereitung bestreiten.

Quellen: CNN Sports, Fars News Agency

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Oliver Obel

Ich bin ein leidenschaftlicher Sport-Content-Creator mit klarem Fokus auf Fußball. Für LenteDesportiva verfasse ich hochwertige Inhalte, die informieren, unterhalten und eine starke Verbindung zu Fußballfans auf der ganzen Welt schaffen. Meine Arbeit dreht sich um Spieler-Rankings, Transferanalysen und tiefgehende Reportagen, die den modernen Fußball beleuchten. Ich verbinde ein ausgeprägtes redaktionelles Gespür mit einem tiefen Verständnis für die Entwicklung des Spiels – immer mit dem Anspruch, Inhalte zu liefern, die sowohl Einsicht als auch Emotion vermitteln.