Villa wird die Angelegenheit nach der Entschuldigung voraussichtlich nicht weiterverfolgen, berichtet Football365 unter Berufung auf The Athletic. Die Einigung kam innerhalb von 24 Stunden nach einer rechtlichen Drohung, die Vorsitzender Nassef Sawiris persönlich ausgesprochen hatte, in einem der kuriosesten Schlagabtausche der Premier-League-Saison.
Die Drohung erfolgte am Freitagabend auf X. In einer von Sawiris unterzeichneten Erklärung kündigte Villa an, der Klub werde „rechtliche Schritte gegen Jamie Carragher wegen seiner inakzeptablen Beleidigungen gegen den Klub und seine Fans einleiten“, so die von Al Jazeera veröffentlichte Fassung.
Carragher ist ein ehemaliger Liverpool-Verteidiger, der mittlerweile als Chef-Experte für Sky Sports arbeitet und im Podcast „Stick to Football“ von Gary Neville zu sehen ist. Seine Äußerungen in der jüngsten Folge der Sendung lösten den Streit aus.
Der Experte sagte den Villa-Fans, im Fußball gebe es „eine Hackordnung, ob man sie mag oder nicht“, deutete an, Villa werde in dieser Rangordnung stets hinter den größten Klubs stehen, und forderte die Anhänger, die seiner früheren Andeutung widersprochen hatten, Unai Emery könnte an einem Wechsel zu Manchester United interessiert sein, auf, „die F***** zu halten“.
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Die Entschuldigung auf X
In einem Beitrag auf X am Samstagnachmittag erklärte Carragher:
„Ich möchte mich bei Aston Villa, den Eigentümern und ihren Fans entschuldigen. Meine Wortwahl in dieser Woche war ungeschickt und falsch.“
Er fügte hinzu, die Äußerungen seien ironisch gemeint gewesen, räumte aber ein, dass sie nicht so angekommen seien.
Warum Sawiris den Rechtsweg einschlug
Ausgelöst wurde der Streit durch Carraghers frühere Behauptung, Emery könnte daran interessiert sein, Michael Carrick bei Manchester United zu ersetzen. Carrick ist weiterhin Cheftrainer von United, wenn am Dienstag das Champions-League-Spiel gegen Roma in Old Trafford ansteht; seine Position soll während der kommenden Länderspielpause überprüft werden, berichtete die Irish Times am Sonntag.
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Für Sawiris waren die Schimpfworte nicht das Hauptproblem. Villa-Quellen sagten Football365 unter Berufung auf The Athletic, der Vorsitzende habe United von einem formellen Vorstoß für Emery abhalten und zugleich die breitere Botschaft senden wollen, dass Klubs mit Villas Ambitionen denselben Respekt erwarten wie die traditionelle Elite.
Villa betrachtet die Angelegenheit als abgeschlossen.
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