Der dänische Triathlet Christoffer Heick sorgte am Samstagabend mit einer außergewöhnlichen Ausdauerleistung für Aufsehen. Laut einem Bericht des öffentlich-rechtlichen estnischen Senders ERR beendete der 29-Jährige den kontinuierlichen Doppel-Ultratriathlon in 17:51:17 Stunden. Damit verbesserte er den bisherigen Weltrekord um exakt 53 Minuten und 21 Sekunden.
53 Minuten schneller als der alte Rekord
Die vorherige Bestmarke von 18:44:38 Stunden war 2019 vom Polen Robert Karaś aufgestellt worden. Der Wettkampf wird häufig als Doppel-Ironman bezeichnet, gehörte jedoch nicht zur kommerziellen IRONMAN-Serie. Es handelte sich stattdessen um einen von der International Ultra Triathlon Association, kurz IUTA, sanktionierten kontinuierlichen Doppel-Ultratriathlon.
Laut der offiziellen Veranstaltungsseite der IUTA fand der Wettkampf im estnischen Vinni statt, wobei das Schwimmen in einem 25-Meter-Becken ausgetragen wurde. Anschließend absolvierten die Athleten mehrere Runden auf der Rad- und Laufstrecke. Die Gesamtdistanz bestand aus 7,6 Kilometern Schwimmen, 360 Kilometern Radfahren und 84,4 Kilometern Laufen.
Kein Ironman-Neuling
Der Wettkampf in Vinni war zwar Heicks erster Versuch über die kontinuierliche Doppel-Ultra-Distanz, jedoch nicht sein erstes Rennen über die Ironman-Distanz. Laut Heicks öffentlichem TrainingPeaks-Profil verfügte er bereits über eine Ironman-Bestzeit von 8:31 Stunden und startete als professioneller Triathlet. Dem Profil zufolge begann er im Alter von 15 Jahren mit dem Triathlon.
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Auch sein sportwissenschaftlicher Hintergrund spielte bei der Vorbereitung eine wichtige Rolle. Das Profil beschreibt seine wissenschaftliche Arbeit mit dem Schwerpunkt Muskelglykogen und Ausdauerleistung. Dieses Wissen setzte Heick bei der Planung seines Tempos, seiner Energieversorgung und seiner gesamten Rennstrategie ein.
Unterstützung der Familie trägt Heick ins Ziel
Heick erklärte, dass seine Freundin und seine Eltern ihm durch die schwierigsten Phasen des Rennens geholfen hätten. Gegenüber TV 2 Sport sagte er: „Es war eine harte Erfahrung, aber wirklich cool. Ich hatte die ganze Zeit über gute Unterstützung von meiner Freundin und meinen Eltern, und ich glaube, oft ist es genau das, was einen durch ein solches Erlebnis trägt.“ Ihre Anwesenheit gab ihm zusätzlichen Halt, als die körperliche Belastung immer größer wurde.
Die Folgen des Rennens waren auch am nächsten Tag deutlich zu spüren. Heick sagte: „Ich habe überall in meinem Körper Schmerzen. Meine Haut, meine Beine und meine Arme tun weh.“ Die Beschwerden verdeutlichten die enorme Belastung eines Wettkampfs mit insgesamt fast 452 Kilometern.
Der Kopf entscheidet
Heick betonte, dass seine mentale Stärke ebenso wichtig gewesen sei wie seine körperliche Vorbereitung. Er erklärte: „Ich glaube, vieles spielt sich im Kopf ab, und ich bin mit dem Mantra angetreten, dass ich entscheide, wann ich aufhöre. Wenn man einen Fuß vor den anderen setzt, kommt man zumindest ein Stück voran, und genau das habe ich gestern getan.“ Diese Einstellung half ihm, auch dann weiterzumachen, als Schmerzen und Erschöpfung immer stärker wurden.
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Die Kombination aus wissenschaftlicher Vorbereitung, sorgfältiger Planung und Entschlossenheit erwies sich als entscheidend. Heick beendete seinen ersten Doppel-Ultratriathlon nicht nur erfolgreich, sondern absolvierte ihn schneller als jeder zuvor anerkannte Athlet. Dabei unterbot er einen Weltrekord, der fast sieben Jahre Bestand gehabt hatte.
Rekord noch nicht offiziell bestätigt
Heicks Zeit muss noch formal anerkannt werden, bevor sie Karaś’ Bestmarke in der offiziellen Rekordliste ersetzt. Laut den veröffentlichten Weltrekordbestimmungen der IUTA müssen Leistungen bei sanktionierten Veranstaltungen erzielt und durch eine verifizierte Zeitmessung, korrekt vermessene Strecken sowie eine negative Dopingprobe bestätigt werden. Bis zum Abschluss dieses Verfahrens führt die IUTA weiterhin Karaś als offiziellen Rekordhalter.
Das Ergebnis der Dopingprobe wird in den kommenden Wochen erwartet. Fällt die Probe negativ aus und werden sämtliche Unterlagen anerkannt, wird Heicks Zeit von 17:51:17 Stunden zum offiziellen Weltrekord im kontinuierlichen Doppel-Ultratriathlon der Männer. Damit wäre eine außergewöhnliche Premiere über eine der härtesten Distanzen des Ausdauersports endgültig bestätigt.
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