Akanji schliesst sich aus
Die Schweiz steht im Viertelfinale der Weltmeisterschaft, doch Manuel Akanji hat bereits vor der nächsten Runde eine persönliche Entscheidung getroffen.
Der Verteidiger von Inter Mailand sagt, er wolle nie wieder einen Elfmeter schiessen.
Laut Watsons Bericht über den Elfmetersieg der Schweiz gegen Kolumbien gab Akanji nach dem Spiel zu, dass sein verschossener Elfmeter schlimm genug gewesen sei, um seine Pflichten vom Punkt zu beenden.
„Ich habe Muri schon gesagt: Das war der letzte Elfmeter, den ich geschossen habe. Es war katastrophal“, sagte Akanji.
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Der Kommentar kam, nachdem die Schweiz Kolumbien nach einem torlosen Unentschieden im Elfmeterschiessen besiegt und sich damit einen Platz unter den letzten Acht gesichert hatte.
Eine Last-Minute-Änderung ging schief
Akanjis Fehlschuss weckte kurzzeitig schmerzhafte Erinnerungen bei der Schweiz.
Vor zwei Jahren war er ebenfalls der Schweizer Spieler, der vom Punkt scheiterte, als England sie im Viertelfinale der Europameisterschaft ausschaltete.
Diesmal jedoch überlebte die Schweiz.
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Akanji erklärte, er habe ursprünglich geplant, hoch nach links zu schiessen. Doch nachdem er gesehen hatte, wie Kolumbiens Torhüter Camilo Vargas bei den ersten beiden Elfmetern in diese Richtung tauchte, änderte er im letzten Moment seine Meinung.
„Und dann bin ich auch noch ein bisschen ausgerutscht, und so flog er vier Meter über das Tor“, sagte Akanji.
Es war eine brutal ehrliche Erklärung von einem Spieler, der ansonsten über 120 Minuten eine starke Defensivleistung zeigte.
Yakin akzeptiert die Entscheidung
Schweiz-Trainer Murat Yakin versuchte nicht, ihn umzustimmen.
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Stattdessen akzeptierte er Akanjis Wunsch, von zukünftigen Elfmetern abzusehen.
„Das ist jetzt definitiv begraben“, sagte Yakin.
Der Trainer stellte auch klar, dass der Fehlschuss Akanjis Beitrag zum Sieg nicht überschatten sollte.
„Manu macht auf dem Platz so viel richtig, er hat im Elfmeterschiessen wahrscheinlich zu viel kalkuliert“, sagte Yakin. „Aber dass wir überhaupt ins Elfmeterschiessen gekommen sind, war auch ihm zu verdanken.“
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Kobel rettet den Moment
Akanji wurde von seinen Teamkollegen ein weitaus dunkleres Ende erspart.
Nach seinem Fehlschuss stellte der Schweizer Torhüter Gregor Kobel sofort die Kontrolle wieder her, indem er Kolumbiens nächsten Elfmeter parierte. Cedric Itten verwandelte anschliessend, bevor Ruben Vargas den entscheidenden Schuss zum Weiterkommen der Schweiz erzielte.
Laut Aftonbladets Bericht über das Spiel gewann die Schweiz das Elfmeterschiessen mit 4:3, nachdem die Partie nach Verlängerung 0:0 geendet hatte.
Es war ein historisches Ergebnis. Die Schweiz steht nun zum ersten Mal seit 72 Jahren in einem WM-Viertelfinale.
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Xhaka will mehr Geschichte
Kapitän Granit Xhaka gab den Ton für die Schweiz an, indem er den ersten Elfmeter schoss.
Er sagte später, die Mentalität des Teams habe sie durch ein schwieriges Spiel getragen.
„Der Wille hat gesiegt“, sagte Xhaka. „Wir haben nicht viel kreiert, aber wir haben sehr gut verteidigt. Es war ein typisches K.o.-Spiel, in dem beide Teams ihre Phasen hatten, und wir haben Geschichte geschrieben. Es ist ein unglaubliches Gefühl.“
Für Xhaka ist das Erreichen des Viertelfinals jedoch nicht das Ende der Geschichte.
„Der Hunger ist grösser denn je“, sagte er. „Wir haben unser wichtigstes Ziel erreicht, aber wenn man im Viertelfinale steht, will man mehr.“
Die nächste Herausforderung werden Argentinien und Lionel Messi sein.
Für Akanji wird es auch eine Chance sein, die Diskussion von Elfmetern weg und zurück zur Verteidigung zu lenken.



