Doué vor wichtiger Rolle
Didier Deschamps wird voraussichtlich mindestens eine bedeutende Änderung an seiner französischen Mannschaft für das WM-Viertelfinale gegen Marokko vornehmen.
Laut einem Bericht von L’Équipe zur wahrscheinlichen Aufstellung Frankreichs soll Désiré Doué auf der linken Angriffsseite anstelle von Bradley Barcola starten.
Dies wäre eine große Chance für den jungen Stürmer in einem der bisher wichtigsten Spiele Frankreichs bei diesem Turnier.
Doué beeindruckte nach seiner Einwechslung gegen Paraguay im Achtelfinale, wo er dazu beitrug, den Rhythmus des französischen Angriffs zu verändern, und den entscheidenden Elfmeter herausholte, den Kylian Mbappé verwandelte.
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Nun wird er, sofern es keine späte Überraschung gibt, voraussichtlich mit einem Startplatz belohnt.
Tchouaméni weiterhin nicht einsatzbereit
Frankreich wird Aurélien Tchouaméni nicht von Beginn an zur Verfügung haben.
Der Mittelfeldspieler von Real Madrid hatte mit Oberschenkelproblemen zu kämpfen, und obwohl er teilweise am Mittwochstraining teilnahm, wird er voraussichtlich immer noch nicht fit genug sein, um das Spiel zu beginnen.
Deschamps gab nur ein kurzes Update zu seinem Zustand und sagte, Tchouaméni gehe es „besser“.
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Doch diese Verbesserung scheint nicht auszureichen für einen Platz in der Startelf.
Die voraussichtliche Aufstellung Frankreichs ist: Mike Maignan, Jules Koundé, Dayot Upamecano, William Saliba, Lucas Digne, Manu Koné, Adrien Rabiot, Ousmane Dembélé, Michael Olise, Désiré Doué und Kylian Mbappé.
Deschamps weist Rachegedanken zurück
Das Spiel weckt natürlich Erinnerungen an das WM-Halbfinale 2022, als Frankreich Marokko in Katar mit 2:0 besiegte.
Doch Deschamps hat kein Interesse daran, das Viertelfinale als Revanchespiel für Marokko zu betrachten.
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„Es ist keine Rache, das bedeutet im Fußball nichts“, sagte Deschamps.
Der französische Trainer konzentrierte sich stattdessen auf die Qualität des Gegners und die Anforderungen des Anlasses.
Wie von Jonathan Wilson vom Guardian beschrieben, warnte Deschamps auch, dass Frankreich gegen eine marokkanische Mannschaft, die ihre Stärke im Turnier bereits unter Beweis gestellt hat, hellwach sein müsse.
„Dieses Marokko ist von sehr hoher Qualität“, sagte er. „Das Niveau steigt, je höher man den Berg erklimmt.“
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Schiedsrichterfrage abgetan
Auch die Entscheidung, ein argentinisches Schiedsrichterteam für das Spiel zu ernennen, hat Aufmerksamkeit erregt.
Angesichts der jüngsten WM-Geschichte Frankreichs mit Argentinien hat die Ernennung Diskussionen ausgelöst, doch Deschamps weigerte sich, daraus eine Kontroverse zu machen.
„Wir müssen damit umgehen“, sagte er. „Ich vertraue den Schiedsrichtern. Unser Gegner ist Marokko, nicht der Schiedsrichter.“
Er fügte auch eine spitze Bemerkung zur Schiedsrichterdebatte hinzu.
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„Ich hoffe, die argentinischen Schiedsrichter werden so gut sein wie Monsieur Letexier“, sagte Deschamps.
Frankreich jagt weiteres Halbfinale
Frankreich erreichte das Viertelfinale durch einen 1:0-Sieg gegen Paraguay, doch die Leistung war eher angespannt als dominant.
Deshalb erscheint die erwartete Einwechslung von Doué wichtig. Frankreich verfügt über genügend offensive Qualität, doch Deschamps scheint mehr Bewegung, mehr Unberechenbarkeit und mehr Balance um Mbappé herum zu wünschen.
Marokko hingegen wird das Spiel als eine weitere Chance sehen, nach ihrem Halbfinaleinzug 2022 Geschichte zu schreiben.
Frankreich bleibt Favorit, doch Deschamps weiß, dass der Spielraum kleiner wird.
In dieser Phase der Weltmeisterschaft zählt der Ruf weniger als die Ausführung.



