Arnaud De Lie

De Lies Tour endet früh nach erneutem schmerzhaften Rückschlag

Arnaud De Lie musste die Tour de France auf der 3. Etappe krankheitsbedingt aufgeben, was einen weiteren Rückschlag in einer schwierigen Saison darstellt.

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Eine kurze Tour für Lottos Kapitän

Die Tour de France von Arnaud De Lie ist bereits beendet.

Der 24-jährige Sprinter von Lotto-Intermarché gab während der 3. Etappe von Granollers nach Les Angles auf und beendete damit ein Rennen, das bereits vor dem Grand Départ fragil ausgesehen hatte.

Laut ProCyclingStats wurde De Lie auf der 3. Etappe als DNF (Did Not Finish) geführt, nach zwei schwierigen Eröffnungstagen. Er hatte im Mannschaftszeitfahren den 21. Platz und auf der 2. Etappe den 183. Platz belegt, doch der Übergang in die Berge erwies sich als zu viel.

Der Zeitpunkt war brutal für Lotto-Intermarché. De Lie war als eine der größten Hoffnungen des Teams auf Etappenergebnisse zur Tour gekommen, doch er erreichte nie das Terrain, wo seine Sprint- und Klassikerstärke hätte zählen können.

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Krankheit vor dem Rennen

Die Warnzeichen waren bereits vor Rennbeginn vorhanden.

Laut L’Équipe verpasste De Lie die Teampräsentation der Tour de France in Barcelona krankheitsbedingt, ein weiteres Gesundheitsproblem in einer ohnehin schon schwierigen Saison.

Sein Team erlaubte ihm dennoch den Start, doch es gab wenig Spielraum für Fehler. Die 3. Etappe brachte Hitze, Anstiege und ein hohes Tempo, als das Rennen nach Frankreich führte und in Les Angles endete.

Laut The Guardian gab De Lie krankheitsbedingt auf, an einem Tag, der auch von Waldbränden in den östlichen Pyrenäen und einem zuschauerfreien Finale geprägt war.

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Veistroffer versucht, den Tag zu retten

Lotto-Intermarché gab De Lie nicht so leicht auf.

Baptiste Veistroffer verbrachte einen Großteil der Etappe damit, seinem Kapitän zu helfen, indem er mit De Lie am Hinterrad fuhr, während der Belgier versuchte, das Zeitlimit zu überleben und im Rennen zu bleiben.

Doch irgendwann wurde die Anstrengung unmöglich aufrechtzuerhalten.

Von L’Équipe zitiert, sagte Veistroffer: „Ich habe alles für Arnaud gegeben, aber irgendwann muss man auch etwas weiterblicken.“

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Es war eine harte, aber realistische Einschätzung. Als De Lie die nötige Leistung nicht mehr erbringen konnte, um im Rennen zu bleiben, musste Lotto-Intermarché das schützen, was von seiner Tour übrigblieb.

Ein weiterer gesundheitlicher Rückschlag

De Lies Rückzug passt in ein größeres Muster unterbrochener Dynamik.

Bei ihm wurde im Frühjahr 2024 Borreliose diagnostiziert, eine Zeit, die ihn zwang, seine Klassiker-Kampagne zu unterbrechen. Laut Cycling Weekly erklärte Lotto damals, er brauche einen Neustart, nachdem er mit seiner Form zu kämpfen hatte.

Diese Saison war erneut von Unterbrechungen geprägt. Er gab den Giro d’Italia auf der 4. Etappe auf und kam mit weiteren gesundheitlichen Bedenken zur Tour.

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Das lässt diesen jüngsten Ausstieg weniger wie einen einzelnen schlechten Tag erscheinen, sondern vielmehr wie ein weiteres Kapitel in einer frustrierenden Phase für einen der stärksten jungen Fahrer Belgiens.

Lotto muss die Richtung ändern

Für Lotto-Intermarché ändert das Rennen nun seine Form.

De Lie war die offensichtliche Karte für reduzierte Sprints und harte Zielankünfte, aber das Team hat immer noch Optionen. Lennert Van Eetvelt zeigte Stärke, indem er auf der 3. Etappe als Sechster ins Ziel kam, nahe an den Favoriten der Gesamtwertung, während Jenno Berckmoes nun möglicherweise mehr Verantwortung in Sprint- und Ausreißersituationen übernehmen wird.

Die größere Frage ist, was als Nächstes für De Lie kommt.

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Laut Cyclism’Actu wird der Belgier voraussichtlich ab 2027 zu Tudor Pro Cycling wechseln, wobei das Schweizer Team Groupama-FDJ United bei seiner Verpflichtung übertroffen haben soll.

Ein neues Team könnte ihm schließlich einen Neuanfang bieten. Vorerst jedoch verlässt De Lie die Tour mit einer weiteren schmerzhaften Erinnerung daran, dass Talent allein nicht ausreicht, wenn der Körper sich weigert, mitzuspielen.

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