Marc Cucurella

Deutschlands Handspiel-Aufreger trägt Spaniens Trainer jetzt auf der Haut

Marc Cucurella bleibt für viele deutsche Fans untrennbar mit Jamal Musialas nicht geahndetem Schuss im EM-Viertelfinale 2024 verbunden. Nach Spaniens nächstem Titel hat sich der Linksverteidiger nun Luis de la…

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Für deutsche Fußballfans besitzt Marc Cucurellas linker Arm bereits eine besondere historische Bedeutung. Im EM-Viertelfinale 2024 traf Jamal Musialas Schuss den Arm des spanischen Verteidigers, doch Schiedsrichter Anthony Taylor entschied nicht auf Elfmeter.

Spanien gewann das Spiel in Stuttgart später mit 2:1 nach Verlängerung. Die Szene wurde zu einem der am längsten diskutierten Momente des deutschen Heimturniers.

Nun sorgt derselbe Spieler erneut mit seinem Arm für Schlagzeilen. Diesmal geht es nicht um Handspiel, sondern um ein Tattoo von Spaniens Weltmeistertrainer Luis de la Fuente.

Die Szene, die Deutschland nicht vergessen hat

Der deutsche Traum vom EM-Titel endete am 5. Juli 2024. Florian Wirtz hatte Spaniens Führung ausgeglichen, bevor Mikel Merino in der 119. Minute den entscheidenden Treffer erzielte.

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Das offizielle DFB-Datencenter zum Viertelfinale bestätigt das 2:1 und Cucurellas Einsatz über die gesamte Partie. Die Musiala-Szene taucht im reinen Spielbericht nicht als Strafstoßentscheidung auf, weil kein Elfmeter gegeben wurde.

Die Diskussion verschwand trotzdem nie vollständig. Der DFB verwendete das Bild von Cucurellas Handspiel sogar 2026 erneut, als er eine wissenschaftliche Untersuchung zur unterschiedlichen Bewertung solcher Situationen veröffentlichte.

Wie der Verband in seinem Bericht über die Handspielstudie erklärte, diente Musialas Schuss als prominentes Beispiel für die Frage, warum Schiedsrichter, Spieler und Trainer vergleichbare Aktionen unterschiedlich interpretieren.

Cucurella wurde dadurch in Deutschland zu einem Symbol einer gefühlten Ungerechtigkeit, obwohl die Entscheidung nach der damaligen UEFA-Auslegung Bestand hatte.

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Aus roten Haaren wird ein dauerhaftes Denkmal

Nach dem EM-Titel in Deutschland färbte Cucurella seine Locken rot. Er hatte die Veränderung für den Fall eines spanischen Turniersiegs angekündigt und hielt sein Wort wenige Tage nach dem Finale.

Der neue Einsatz ist wesentlich dauerhafter. Nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft ließ er De la Fuente mit dem Pokal und dem WM-Logo auf seinen linken Arm tätowieren.

Laut FIFAs deutschsprachigem Bericht über das eingelöste Versprechen hatte Cucurella bereits nach dem Finale angekündigt, dass das Motiv an einer sichtbaren Stelle angebracht werden sollte. Anschließend präsentierte er es mit den Worten „Versprechen eingelöst“.

De la Fuente reagierte mit Humor. Er erklärte, er sei nicht so hässlich, dass sein Spieler das Bild an einer versteckten Körperstelle anbringen müsse.

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Das zweite Versprechen ist ernster

Cucurella hatte vor dem WM-Finale außerdem angekündigt, im Falle des Titelgewinns aus der spanischen Nationalmannschaft zurückzutreten. Mit Europameisterschaft und Weltmeisterschaft könne er auf internationaler Ebene nichts Größeres mehr erreichen.

Wie Goal in seinem Bericht über die Aussage zitierte, wollte der Verteidiger De la Fuente bereits am Tag nach dem Finale anrufen. Die Bemerkung wurde teils als ernsthafte Absicht, teils als typische Cucurella-Übertreibung verstanden.

Eine offizielle Rücktrittserklärung liegt bislang nicht vor. Spanien dürfte auch wenig Interesse daran haben, einen 28-jährigen Stammspieler unmittelbar nach dem größten Erfolg seiner Karriere zu verlieren.

Das Tattoo beweist jedoch, dass Cucurellas Turnierversprechen nicht grundsätzlich als leere Worte behandelt werden dürfen.

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Ein Weltmeister wechselt zu Real Madrid

Nach dem Turnier beginnt für Cucurella auch auf Vereinsebene ein neuer Abschnitt. Real Madrid verpflichtete ihn während der Weltmeisterschaft vom FC Chelsea.

Der offizielle Transferhinweis von Real Madrid bestätigt einen Vertrag über sechs Spielzeiten bis zum 30. Juni 2032. Damit kehrt der ehemalige Barcelona-Nachwuchsspieler nach mehreren Jahren in England in die spanische Liga zurück.

Sein internationaler Status könnte für Real kaum größer sein. Cucurella kommt als amtierender Europa- und Weltmeister und hat bei beiden Turnieren eine zentrale Rolle gespielt.

Für deutsche Anhänger bleibt er dennoch zunächst der Spieler aus der Szene mit Musiala. Das neue Tattoo fügt dieser ungewöhnlichen Beziehung zwischen Cucurellas linkem Arm und der deutschen Fußballgeschichte lediglich ein weiteres Kapitel hinzu.

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Deutschland wird ihn wohl wiedersehen

Spanien wird 2030 gemeinsam mit Portugal und Marokko die nächste Weltmeisterschaft ausrichten. Cucurella wäre dann 32 Jahre alt und könnte sportlich weiterhin eine Rolle spielen.

Ob er tatsächlich vorher aus der Nationalmannschaft zurücktritt, wird deshalb auch außerhalb Spaniens aufmerksam verfolgt. Ein erneutes Duell mit Deutschland bei einem großen Turnier wäre keineswegs unwahrscheinlich.

Seine roten Haare verschwanden wieder. Das Bild von De la Fuente bleibt, ebenso wie die Erinnerung an den Sommerabend in Stuttgart.

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