Diego Maradonas legendärer Status ist untrennbar mit dem Viertelfinale der Weltmeisterschaft 1986 gegen England verbunden, einem Spiel, das für sein berüchtigtes „Hand Gottes“-Tor und das anschließende „Tor des Jahrhunderts“ für immer in die Fußballgeschichte eingebrannt ist. Doch Jahrzehnte später machte die argentinische Ikone ein überraschendes Geständnis und enthüllte, dass er und seine Teamkollegen während der angespannten Begegnung von dem englischen Einwechselspieler John Barnes „verängstigt“ waren.
Maradonas Erinnerungen aus dem Jahr 2017 boten einen seltenen Einblick in die Psyche eines Spielers, der oft als unbesiegbar galt. Das Spiel endete mit einem 2:1-Sieg Argentiniens, wobei Maradona beide Tore erzielte. Dem ersten, einem eindeutigen Handspiel, folgte schnell ein atemberaubendes Solo, bei dem er mehrere englische Verteidiger ausdribbelte, bevor er den Ball ins Netz beförderte. Argentinien sollte in diesem Jahr die Weltmeisterschaftstrophäe in die Höhe stemmen, ein Sieg, für den sich Maradona nie entschuldigte, insbesondere im Hinblick auf den umstrittenen Führungstreffer.
„Es tut mir nicht leid, dass ich mit der Hand getroffen habe. Überhaupt nicht leid! Weder damals, noch dreißig Jahre später… noch auf meinem Sterbebett“, erklärte Maradona laut The Mirror.
Barnes‘ unerwarteter Einfluss
Trotz seiner eigenen Heldentaten gestand Maradona einen Moment der Verletzlichkeit ein, als England John Barnes als Einwechselspieler brachte. Barnes, ein trickreicher Flügelspieler, bekannt als einer der größten Dribbler seiner Ära, kam ins Spiel und veränderte sofort die Dynamik des Spiels. Seine Anwesenheit verunsicherte die argentinische Mannschaft sichtlich.
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„Barnes kam als Einwechselspieler und machte uns das Leben schwer“, erinnerte sich Maradona, wie von GiveMeSport berichtet. „Jedes Mal, wenn ich ihn sehe, bricht er in Gelächter aus, als wollte er sagen: ‚Junge, ich habe euch aber gehörig Angst eingejagt!‘ Und es stimmt, Barnes hat uns gehörig Angst eingejagt, aber das war gegen Ende.“
Barnes‘ Einwechslung löste eine späte Offensive Englands aus, die dazu führte, dass Gary Lineker ein Tor aufholte und Argentinien ein nervenaufreibendes Ende bescherte. Die Intensität des Spiels reichte über den Schlusspfiff hinaus, wobei sich Maradona an eine Interaktion bei einem Dopingtest nach dem Spiel mit dem englischen Verteidiger Terry Butcher erinnerte, der sichtlich wütend über das „Hand Gottes“-Tor war.
Maradonas offenes Geständnis, über drei Jahrzehnte nach dem Ereignis gemacht, fügt einem der ikonischsten Spiele des Fußballs eine faszinierende Ebene hinzu. Es unterstreicht, dass selbst die größten Spieler den Druck spüren und das Talent eines Gegners fürchten können – ein Gefühl, das die äußerst ehrgeizige argentinische Legende selten äußerte.
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