Mark Sanchez

„Dieser Typ will mich töten“: Ex-NFL-Star will sich nach blutigem Streit schuldig bekennen

Der frühere New-York-Jets-Quarterback Mark Sanchez hat einem Schuldbekenntnis zugestimmt. Bei der nächtlichen Auseinandersetzung wurde er mehrfach mit einem Messer verletzt, während ein 69-jähriger Lastwagenfahrer schwere Gesichtsverletzungen erlitt.

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Ein Streit in einer dunklen Gasse von Indianapolis brachte zwei Männer ins Krankenhaus und beendete die Fernsehkarriere eines ehemaligen NFL-Stars.

Fast ein Jahr später steht der Strafprozess gegen Mark Sanchez nun offenbar vor einem vorzeitigen Ende. Noch ist allerdings nicht bekannt, welche konkreten Anklagepunkte er einräumen wird.

Geschworenenprozess soll entfallen

Die Staatsanwaltschaft und Sanchez’ Verteidiger beantragten gemeinsam, den für den 8. September angesetzten Geschworenenprozess abzusagen.

Zuvor war das Verfahren bereits fünfmal verschoben worden.

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Nach Informationen von UNILAD wurden der 9. oder 16. November als mögliche Termine für das Schuldbekenntnis und die Strafmaßverkündung vorgeschlagen.

Ein Richter muss die Vereinbarung noch annehmen.

Sanchez wurde wegen eines Verbrechens der Kategorie Level 5 angeklagt, einer Körperverletzung mit schweren Verletzungsfolgen. Hinzu kamen drei leichtere Anklagepunkte wegen Körperverletzung, unbefugten Betretens eines Fahrzeugs und öffentlicher Trunkenheit mit Gefährdung einer anderen Person.

Allein der schwerste Vorwurf kann mit einer Haftstrafe von einem bis sechs Jahren geahndet werden. Welche Strafe Sanchez tatsächlich droht, hängt jedoch von den bislang nicht veröffentlichten Bedingungen der Vereinbarung ab.

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Streit eskaliert vor Hotel

Der Fall geht auf die frühen Morgenstunden des 4. Oktober 2025 zurück.

Sanchez hielt sich in Indianapolis auf, weil er für Fox Sports das NFL-Spiel der Indianapolis Colts gegen die Las Vegas Raiders kommentieren sollte.

Der Lastwagenfahrer Perry Tole war damit beschäftigt, gebrauchtes Speiseöl an der Laderampe eines Hotels abzuholen. Dort soll Sanchez ihn wegen der Position seines Fahrzeugs angesprochen haben.

Laut einer von ABC News beschriebenen Polizeiakte stieg Sanchez ohne Erlaubnis in den Lastwagen und hinderte Tole daran, Hilfe zu rufen.

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Die Behörden erklärten, Sanchez habe nach Alkohol gerochen.

Tole setzte zunächst Pfefferspray ein. Als Sanchez weiter auf ihn zugekommen sein soll, zog der Fahrer ein Messer und stach dem früheren Quarterback mehrmals in den Oberkörper.

„Dieser Typ will mich töten“, soll Tole den Ermittlern zufolge gedacht haben, berichtet CBS Sports.

Sanchez wurde in kritischem Zustand ins Krankenhaus gebracht und notoperiert. Tole erlitt tiefe Schnittverletzungen im Gesicht.

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Gegen den Lastwagenfahrer wurde keine Anklage erhoben. Die Behörden bewerteten seinen Messereinsatz als Notwehr.

Auch Zivilklage nähert sich einer Lösung

Tole verklagte später sowohl Sanchez als auch den Medienkonzern Fox.

Die Anwälte beider Seiten teilten inzwischen mit, dass die Gespräche über eine außergerichtliche Einigung vorankommen. Nick Sanchez Jr., der Bruder und Rechtsberater des früheren NFL-Spielers, bezeichnete die Entwicklung gegenüber NBC Sports als „positiv“.

Fox Sports bestätigte im November 2025, dass Sanchez nicht länger für den Sender arbeitet.

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Vom Top-Pick zum plötzlichen TV-Aus

Die New York Jets wählten Sanchez beim NFL-Draft 2009 an fünfter Stelle aus. Er spielte zehn Jahre in der Liga und wechselte anschließend ins Fernsehen.

Die Nacht in Indianapolis veränderte diesen Karriereweg grundlegend.

Ein Schuldbekenntnis könnte einen aufsehenerregenden Prozess verhindern. Offen bleibt aber, welche Vorwürfe Sanchez einräumt, welche Strafe das Gericht verhängt und ob auch die separate Zivilklage mit einer Einigung endet.

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