Djokovic withdrew from Montreal in silence. That silence is the story

Djokovic sagt Montreal schweigend ab. Dieses Schweigen ist die eigentliche Nachricht

Der 24-fache Grand-Slam-Sieger lieferte keine Erklärung, keinen Grund und keine Auskunft zu seiner körperlichen Verfassung.

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Novak Djokovic sagte am Freitag seine Teilnahme an den National Bank Open ab, ohne auch nur einen Satz zur Begründung zu verlieren. Sein Name verschwand einfach von der Meldeliste, eine Woche bevor das Montreal Masters 1000 am 1. August beginnt.

Für Djokovic ist das ungewöhnlich.

Die Nummer eins der Welt, Jannik Sinner, sagte am selben Tag ab und lieferte immerhin eine Erklärung. „Es ist nie leicht, ein solch wichtiges Turnier zu verpassen, aber wir sind überzeugt, dass dies die richtige Entscheidung ist, um meiner Gesundheit Priorität einzuräumen“, ließ sich der Wimbledon-Sieger in einer Mitteilung zitieren. Djokovic sagte nichts. Tennis Canada verkündete die Absage stellvertretend, und dabei blieb es.

Kein Kommentar vom sonst so redseligen Djokovic

Djokovic hat kein Pflichtspiel mehr bestritten, seit Sinner ihn im Wimbledon-Halbfinale mit 6:4, 6:4, 6:4 bezwang. Seither wurde er bei einem Familienurlaub in Montenegro fotografiert, in Strandkulissen, die normalerweise keine Tennisfragen nahelegen.

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Was fehlt, ist jedes Wort von ihm zu seiner körperlichen Verfassung, seinem Rhythmus oder seinem Plan für die sommerliche Hartplatz-Saison. Djokovic ordnet jede Absage, jede Verletzung, jedes Ziel normalerweise mit eigenen Worten ein, oft ausführlich. Seit Wimbledon ist davon nichts zu hören.

Tétreault: „Ein größeres Problem für unseren Sport“

Die Turnierdirektorin von Montreal, Valérie Tétreault, machte keinen Hehl aus ihrer Enttäuschung. „Wir sind offensichtlich sehr enttäuscht, dass Jannik und Novak in diesem Jahr nicht in Montreal dabei sind, gerade nachdem sie bereits im vergangenen Jahr in Toronto abgesagt hatten“, sagte sie vor Journalisten.

Sie ging noch weiter und bezeichnete die Häufung von späten Absagen als „ein größeres Problem für unseren Sport“; Tennis Canada stehe deswegen im Austausch mit der ATP. Carlos Alcaraz fehlt bereits mit einer Handgelenksverletzung, sodass das Turnier ohne seine drei größten Zugpferde auskommen muss. Alexander Zverev rückt an die Setzposition eins.

Adam Zagoria von Forbes bezeichnete die Situation als „absolute Katastrophe“ für das neu auf zwölf Tage ausgedehnte Masters-1000-Format.

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Cincinnati und US Open stehen noch auf der Liste

Der 39-jährige Serbe steht weiterhin auf der Meldeliste für die Cincinnati Open, die am 13. August beginnen, sowie für die US Open ab 30. August. Djokovic hat das National Bank Open schon zuvor ausgelassen, zuletzt 2025 in Toronto, und es war noch nie ein bevorzugter Termin in seinem Kalender.

Doch wenn er am aktuellen Plan festhält, wird er ohne ein Pflichtspiel seit dem 10. Juli in New York eintreffen, auf der Jagd nach dem 25. Grand-Slam-Titel, der ihm inzwischen seit fast drei Jahren verwehrt bleibt.

Fans und Analysten bleibt nichts anderes übrig, als das Schweigen selbst zu deuten, etwas, das in Djokovics Karriere ungewöhnlich ist.

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