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Dominic Frimpong stirbt nach Angriff bewaffneter Männer auf den Mannschaftsbus von Berekum Chelsea in Ghana

Laut dem BBC News Bericht von Hafsa Khalil und Isaiah Akinremi befand sich Frimpong im Bus von Berekum Chelsea, nachdem die Mannschaft von einem Spiel der Ghana Premier League gegen Samartex in Samreboi zurückkehrte, rund 270 Kilometer von Berekum entfernt. Dem Bericht zufolge blockierten bewaffnete Männer die Straße und eröffneten das Feuer, wodurch die Insassen gezwungen wurden, in Deckung zu laufen. In der von Berekum Chelsea FC veröffentlichten Vereinsmitteilung erklärte das Team, maskierte Männer hätten zu schießen begonnen, als der Fahrer versuchte, vom Tatort zurückzusetzen.

Was der Verein zum Vorfall sagte

Laut der Mitteilung von Berekum Chelsea FC wurde der Bus auf dem Rückweg nach Berekum von einer Gruppe bewaffneter Räuber angegriffen, die die Straße blockierten, um die Weiterfahrt zu verhindern. Der Verein erklärte, die Angreifer hätten Waffen und Sturmgewehre bei sich gehabt und auf das Fahrzeug geschossen, während der Fahrer versuchte, zurückzusetzen. Spieler und Betreuer liefen daraufhin in nahegelegene Büsche, um sich in Sicherheit zu bringen.

In derselben Mitteilung hieß es, ein Spieler sei schwer verletzt worden und habe medizinisch versorgt werden müssen, bevor er in ein regionales Krankenhaus gebracht werden sollte. Später bestätigte die Polizei laut dem BBC Bericht von Hafsa Khalil und Isaiah Akinremi, dass es sich bei dem verletzten Spieler um Dominic Frimpong handelte, der während der Behandlung starb. Diese Abfolge ist bedeutsam, weil sie zeigt, wie schnell sich die Lage zuspitzte, von einer ersten Notfallmeldung bis zur Bestätigung eines Todesfalls, der den Verein und den Fußball in Ghana insgesamt erschüttert hat.

Eine junge Karriere endet abrupt

Laut demselben BBC Bericht war Frimpong im Januar von Aduana FC auf Leihbasis zu Berekum Chelsea gewechselt und sollte bis zum Ende der Saison in der Premier League bleiben. Er hatte in 13 Einsätzen zwei Tore erzielt, vielleicht keine herausragende Ausbeute, aber genug, um den Eindruck zu vermitteln, dass er sich im Erstligafußball gerade zu etablieren begann und sich etwas aufbaute.

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Frimpong wird deshalb nicht nur als Spieler in Erinnerung bleiben, der Opfer eines Gewaltverbrechens wurde, sondern auch als junger Mann, der noch versuchte, sich im Fußball seinen Weg zu bahnen. Aduana FC erklärte, man trauere um seinen Tod, während der ghanaische Fußballverband ihn als vielversprechendes junges Talent bezeichnete, dessen Einsatz den Geist der Liga widerspiegelt habe.

Die Reaktion von Polizei und ghanaischem Fußball

Laut dem BBC Artikel befanden sich 30 Spieler und Offizielle im Bus, als dieser von sechs bewaffneten Männern angegriffen wurde. Die Polizei erklärte, eine Fahndung laufe und zusätzliches Personal sowie Kriminaltechniker seien in das Gebiet entsandt worden. Auch der ghanaische Fußballverband teilte mit, er stehe mit dem Verein und den zuständigen Behörden in Kontakt und fordere, dass alle nötigen Schritte unternommen werden, damit Gerechtigkeit geschaffen wird.

Berekum Chelsea dankte dem Polizeipatrouillenteam für das schnelle Eingreifen und bedankte sich außerdem bei Sportjournalisten, der Stadt Ashiresu, Offiziellen von Bibiani Gold Stars sowie dem Präsidenten des ghanaischen Fußballverbands für ihre Unterstützung. Dieser Teil der Mitteilung vermittelt den Eindruck eines Vereins, der gleichzeitig mit Angst, Trauer und öffentlicher Aufmerksamkeit umgehen muss und sich mitten in einer Krise dennoch zusammenzuhalten versucht.

Warum die Reisesicherheit nun stärker im Fokus steht

Laut dem BBC Bericht von Hafsa Khalil und Isaiah Akinremi hat dieser Angriff erneut langjährige Sorgen über die Sicherheit auf wichtigen Straßen in Ghana offengelegt. Dem Bericht zufolge haben andere Vereine, darunter FC Savannah, Wa All Stars, Legon Cities und AshantiGold, in den vergangenen Jahren Berichten zufolge ähnliche Angriffe erlebt. Diese Vorgeschichte macht es schwieriger, den Fall als einmaligen Vorfall abzutun, weil sie auf ein Problem verweist, das im ghanaischen Fußball vielen bereits bekannt war.

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Die unmittelbare Trauer über Frimpongs Tod steht nun neben der größeren Frage, ob Vereine unter denselben Bedingungen weiterhin reisen können. Die Ghana Premier League forderte laut dem BBC Bericht die Sicherheitsbehörden auf, dringend Maßnahmen zum Schutz der Teams auf Auswärtsfahrten zu ergreifen, während der ghanaische Fußballverband erklärte, die Sicherheitsvorkehrungen für Reisen zu Spielen würden überprüft und verschärft. Nach einem solchen Todesfall werden diese Versprechen weniger danach beurteilt werden, wie sie klingen, sondern danach, ob sich tatsächlich etwas ändert, bevor die nächste Mannschaft wieder auf die Straße muss.

Quellen: BBC News, Hafsa Khalil und Isaiah Akinremi, Vereinsmitteilung von Berekum Chelsea FC

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