„Bei meinem Debüt für Arsenal war ich betrunken, Jahre später wurde ich im Champions-League-Finale zum Mann des Spiels gewählt“
Jermaine Pennants erster Startelfeinsatz für Arsenal in der Premier League wird weniger wegen der Nominierung selbst in Erinnerung behalten, sondern vielmehr wegen dessen, was davor geschah – und was danach folgte.
Der ehemalige Flügelspieler erzielte einen der schnellsten Hattricks in der Geschichte der Premier League und traf dreimal innerhalb von nur zehn Minuten. Was diese Leistung noch außergewöhnlicher macht, ist, dass er nach eigenen Angaben das Spiel mit einer starken Alkoholfahne bzw. einem heftigen Kater bestritt.
Von einer Partynacht in die Startelf
Pennant hatte kaum Grund zu erwarten, dass er zum Einsatz kommen würde. Der Kader von Arsenal war damals mit etablierten Spielern wie Robert Pirès, Freddie Ljungberg und Ray Parlour besetzt, weshalb er davon ausging, auf der Bank zu bleiben.
In einem von GiveMeSport aufgegriffenen Interview erinnerte sich Pennant daran, am Abend vor dem Spiel ausgegangen zu sein, da er nicht damit rechnete, berücksichtigt zu werden.
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„Ich hatte vielleicht drei Stunden geschlafen und roch stark nach Alkohol. Wenger nimmt die Tafel herunter und liest die Aufstellung vor. Dann sagt er meinen Namen“, berichtete er.
Er fügte hinzu, dass er nach dem Besuch einer FHM-Party bis etwa sechs Uhr morgens unterwegs gewesen sei und am nächsten Tag noch deutlich die Nachwirkungen gespürt habe.
„Ich hatte beim Spielen immer noch einen heftigen Kater; ich habe einfach alles getan, um mich nicht zu blamieren“, sagte Pennant.
Eine bemerkenswerte Wendung auf dem Platz
Trotz dieser Umstände zeigte Pennant eine Leistung, die alle Erwartungen übertraf. Statt sich mühsam durch das Spiel zu kämpfen, erzielte er in kurzer Folge drei Tore und verwandelte einen möglichen Fehlauftritt in einen herausragenden Moment.
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Dieser Hattrick gehört weiterhin zu den schnellsten der Liga und wird häufig als eine der ungewöhnlichsten Debütgeschichten im englischen Spitzenfußball genannt.
Eine Karriere zwischen Talent und Unbeständigkeit
Pennant verließ Arsenal im Jahr 2005 und wechselte zu Birmingham City, wo er trotz des Abstiegs des Vereins mit starken Leistungen auffiel. Diese brachten ihm einen Transfer zum FC Liverpool ein, mit dem er 2007 das Finale der Champions League erreichte, das gegen den AC Mailand verloren ging.
Obwohl er immer wieder sein Können aufblitzen ließ, fehlte es ihm an Konstanz. Es folgten Stationen bei Real Saragossa und Stoke City, wobei seine Zeit bei Stoke eine Phase relativer Stabilität darstellte, einschließlich eines Einsatzes im FA-Cup-Finale 2011.
In den späteren Jahren seiner Karriere spielte Pennant für mehrere Vereine in England und im Ausland. Probleme abseits des Platzes überschatteten häufig sein Talent und trugen dazu bei, dass er sein frühes Potenzial nie vollständig ausschöpfen konnte.
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Inzwischen hat er seine Profikarriere beendet und ist im Fernsehen sowie in den Sportmedien tätig.
Quellen: GiveMeSport, Transfermarkt
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