Edu Gaspars nächster Schritt war schwer vorherzusagen. Der Brasilianer ist dem neu formierten Verwaltungsrat von Levski Sofia beigetreten, eine Woche nachdem sein Abschied von Nottingham Forest offiziell geworden war.
Levski nutzte am Montag eine Hauptversammlung, um die alte zweistufige Struktur aus Aufsichtsrat und Vorstand abzuschaffen und stattdessen einen einzigen Verwaltungsrat einzusetzen. Edu übernimmt einen von fünf Sitzen neben Daniel Borimirow, Claudio Pracownik, Felipe Berliner und Matthew Cherry. Drei dieser Sitze werden von Vertretern der Investmentgruppe Gemcorp besetzt, deren Rückhalt hinter der Umstrukturierung steht. Ein Vorsitzender und ein geschäftsführender Direktor werden auf der ersten Sitzung des Gremiums bestimmt.
In der Erklärung des Klubs teilte Levski mit, Edus „Erfahrung in Sportstrategie, Kaderplanung, Talententwicklung und Organisationsaufbau wird für den Klub ein wichtiger Gewinn sein“, und ordnete den umfassenderen Umbau als Versuch ein, „auf dem bereits Erreichten aufzubauen, das Fundament des Klubs zu stärken und eine Organisation zu schaffen, die auf höchstem Niveau des bulgarischen und europäischen Fußballs mithalten kann“.
Ein Vorstandsjob, kein Fußball-Job
Levski hat die sportlichen Details von Edus Aufgabenbereich bewusst vorerst offengelassen. Die fünf Mitglieder werden ihre Zuständigkeiten intern aufteilen, und der Klub hat ihn nicht an einen Titel wie Sportdirektor oder Head of Football gebunden. Die Botschaft aus Sofia lautet: Sein Wert liegt ebenso in Governance und Netzwerk wie im operativen Fußballgeschäft.
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Das ist ein anderer Zuschnitt als bei seinen beiden letzten Stationen. Edu verbrachte ab 2019 rund fünf Jahre beim FC Arsenal, stieg im November 2022 vom Technischen Direktor zum Sportdirektor auf und verantwortete die Kaderplanung während des Umbaus unter Mikel Arteta. Transfers von Declan Rice, Martin Ødegaard und Gabriel Magalhães gingen über seinen Schreibtisch, bevor er den Klub im November 2024 verließ.
Seine anschließende Rolle als Global Head of Football bei Nottingham Forest, die sich über die weitere Fußballgruppe von Eigentümer Evangelos Marinakis rund um Olympiakos und Rio Ave erstrecken sollte, endete nach wenig mehr als einem Jahr. Edu war aus der Verpflichtung von Cheftrainer Oliver Glasner im Juli herausgehalten worden und war seit dem Frühjahr am City Ground faktisch nicht mehr präsent.
Erster Titel seit 2009
Edu stößt zu einem Klub, der gerade eines der längsten heimischen Monopole des europäischen Fußballs gebrochen hat. Levski wurde im Mai 2026 bulgarischer Meister, beendete damit Ludogorez Rasgrads Serie von vierzehn Meistertiteln in der Ersten Liga in Folge und holte die Trophäe zum ersten Mal seit 2009.
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