Four poles, no wins: Ferrari pick Baku for Leclerc's engine hit

Vier Poles, kein Sieg: Ferrari wählt Baku für Leclercs Motorstrafe

Charles Leclerc reist mit einem frischen Ferrari-Antriebsstrang und einer Startplatzstrafe im Gepäck nach Aserbaidschan, ein kalkulierter Schlag auf jener Strecke, auf der eine 2,2 km lange Zielgerade Aufholjagden durchs Feld…

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Leclerc hat sich auf dem Baku City Circuit viermal in Folge die Bestzeit im Qualifying gesichert. Gewonnen hat er dort noch nie.

Zwischen 2021 und 2024 stand er in Aserbaidschan Jahr für Jahr auf der Pole, eine Serie, die kein anderer Fahrer an diesem Kurs erreicht hat. Ein Defekt am Antriebsstrang beendete 2022 sein Rennen aus der ersten Reihe. 2023 wurde er Dritter. 2024 musste er sich im Kampf um den Sieg Oscar Piastri geschlagen geben. Die Serie riss 2025 mit einem Crash im Q3.

Genau in diese Geschichte will Ferrari nun bewusst zurückkehren, und das zu den eigenen Bedingungen.

Ferraris kalkulierter Schlag

Leclerc wird in Baku eine Startplatzstrafe kassieren, nachdem Ferrari vor dem Qualifying einen frischen Antriebsstrang eingebaut hat. Der beschädigte Motor aus seinem Crash in Monza wurde nach Prüfungen wieder freigegeben, da kein irreparabler Schaden festgestellt wurde, und das Team plant, ihn für die Trainingssessions weiterzuverwenden, statt ihn zu verschrotten.

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Teamchef Frédéric Vasseur hatte Baku bereits als naheliegenden Ort für die Strafe ins Spiel gebracht, als er am Madrid-Wochenende mit Canal+ sprach.

„Wir werden sehen, wann wir mit Charles eine Motorstrafe nehmen müssen, aber ich denke, Baku sollte ganz gut passen“, sagte Vasseur.

Die Logik ist einfach. Die Start-Ziel-Gerade auf der Neftchilar Avenue misst 2,2 km, rund doppelt so lang wie die Gerade in Monza und mit Abstand die längste im F1-Kalender. Die Autos erreichen mehr als 360 km/h, bevor sie in die harte Bremszone in Kurve 1 einbiegen. Überholen ist in Baku keine Hoffnung, sondern Routine.

Der Präzedenzfall Antonelli

Ferrari hat einen ganz frischen Beleg für diese Strategie.

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In Monza startete Andrea Kimi Antonelli am 6. September als 19. nach einer eigenen Motorstrafe und beendete das Rennen als Erster, wobei er seinen Mercedes-Teamkollegen George Russell in den Schlussrunden schlug. Es war die Art von Aufholjagd, die eine Startplatzstrafe eher als Chance denn als Strafe erscheinen lässt, sofern die Strecke mitspielt.

Baku spielt auf dem Papier mehr mit als die meisten anderen Strecken.

Renntag verlegt auf Samstag, den 26. September

Neben der sportlichen Besonderheit gibt es noch eine im Kalender. Der Große Preis von Aserbaidschan wird am Samstag, den 26. September, statt am üblichen Sonntag ausgetragen, nachdem die Veranstalter und die aserbaidschanische Regierung die FIA gebeten hatten, das Rennen zu verlegen, um eine Kollision mit dem Gedenktag zu vermeiden. Trainings und Qualifying wurden über das Wochenende hinweg vorverlegt.

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