Der Madrider Klub machte den Streit in der Mittwochsausgabe der spanischen Tageszeitung Marca öffentlich und stellte das Tauziehen um den argentinischen Angreifer als institutionelle Beleidigung dar, nicht als bloßen Bieterstreit.
„Der Spieler wird zum Opfer stilisiert, aber das einzige Opfer im Fall Julián sind wir“, teilte der Klub Marca mit.
„Sie haben uns wirtschaftlich und sozial geschadet. Es gibt eine 0-Prozent-Chance auf einen Verkauf an Barça. Bei dieser Situation geht es nicht um Geld, es geht um Würde.“
„Es läuft eine Kampagne mit vielen Lügen und Halbwahrheiten. Der Einzige, der dafür bezahlt, ist Atlético.“
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Das Patt im Dreieck
Álvarez will den Wechsel. Barcelona will den Spieler. Atlético lehnt den Verkauf ab, und an diesem Punkt steht der Fall wenige Tage vor Schluss des Transferfensters am 1. September.
Barcelonas offizielles Angebot liegt bei 100 Millionen Euro (86 Millionen Pfund), während Atléticos Bewertung eher bei 150 Millionen Euro (128 Millionen Pfund) liegt, so Berichte zur Auseinandersetzung. Der Argentinier, der im August 2024 für 82 Millionen Pfund mit einem Sechsjahresvertrag von Manchester City verpflichtet wurde, steht im Metropolitano noch bis 2030 unter Vertrag.
Arsenal lauert im Hintergrund
Arsenal ist die einzige glaubwürdige Alternative, sollte Álvarez auf einem Wechsel bestehen. Sportdirektor Andrea Berta bekleidete jahrelang dieselbe Rolle bei Atlético, bevor er nach London wechselte, und steht in den vergangenen Tagen weiter in Kontakt mit seinem früheren Klub. Der Premier-League-Klub ist allerdings nicht optimistisch, den Angreifer noch vor dem 1. September zu verpflichten, und wünscht sich deutlichere Signale des Spielers, bevor er ein formelles Angebot vorlegt.
Der Atlético-Experte Rubén Uría fasste die Lage gegenüber Sky Sports unmissverständlich zusammen.
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„Weder Miguel Gil Marín noch das Apollo-Gremium wollen den Spieler an Barcelona verkaufen.“
Pfiffe im Metropolitano
Die öffentliche Eskalation folgte beim 2:2 gegen Villarreal am Sonntag. Álvarez wurde auf die Bank verbannt, beim Aufwärmen ausgepfiffen und erneut, als er in der 66. Minute eingewechselt wurde, während die Heimfans seinen Abgang forderten. Nach dem Abpfiff empfing ihn beim Verlassen des Spielfelds eine weitere Runde Pfiffe.
Diego Simeone erklärte, der Klub habe die Entscheidung mit Blick auf den Spieler getroffen.
„Der Klub hat entschieden, dass er sich nicht in die Nähe der Tribünen oder der Fans begeben soll, um ihn fernzuhalten und abzuschirmen.“
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Der argentinische Trainer betonte zudem, dass der Angreifer weiterhin im Zentrum seiner Planungen stehe.
„Julián ist ein enorm wichtiger Spieler, um die Ziele zu erreichen, die wir als Mannschaft haben. Wir brauchen ihn, wir werden uns um ihn kümmern.“
Das spanische Transferfenster schließt am Dienstag, den 1. September.
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