Ferrari wird beim bevorstehenden Großen Preis von Österreich ein bedeutendes Motor-Upgrade, das als „Zaubertrick“ bezeichnet wird, einsetzen. Diese Maßnahme soll die von der FIA festgestellte Leistungslücke schließen. Die beschleunigte Einführung erfolgt, da die Scuderia auf jüngsten vielversprechenden Leistungen aufbauen möchte, darunter Lewis Hamiltons erster Sieg in Rot beim Großen Preis von Barcelona-Katalonien.
Die FIA hatte Ferraris Motor zuvor als vier bis sechs Prozent langsamer als die seiner Konkurrenten eingeschätzt. Dieses Defizit war ein entscheidender Faktor, obwohl das SF-26-Chassis starke Kurvenfähigkeiten zeigte. McLaren-Pilot Lando Norris hob diese Diskrepanz nach dem Rennen in Barcelona hervor und sagte gegenüber Sky Sports F1: „Wir haben Glück, dass Ferrari im Moment keinen besseren Motor hat. Hätten sie einen besseren Motor, würden sie dominieren. Sie sind die Klasse des Feldes, was die Kurvenperformance angeht, und wir sind nicht einmal in ihrer Nähe. Wir sind noch weit, weit davon entfernt, wo wir sein müssten. Wenn sie motorseitig Verbesserungen erzielen, werden sie alle blamieren.“
Neue Regularien für einen Leistungsschub nutzen
Um das Defizit der Antriebseinheit zu beheben, nutzt Ferrari den ‚ADUO‘-Aufholmechanismus, eine Bestimmung in den neuen FIA-Regularien, die darauf abzielt, nachhinkenden Herstellern zu helfen, Leistungsunterschiede zu überbrücken, ohne führende Teams zu bestrafen. Dieses Upgrade, das ursprünglich für den Großen Preis von Belgien im Juli vorgesehen war, wurde nach Österreich vorgezogen, was Ferraris Dringlichkeit unterstreicht.
Der Kern dieses „motore 3 evoluto“ (weiterentwickelter Motor 3) Upgrades besteht darin, die Grenzen der Lufteinlasstemperaturen zu verschieben. Historisch führte Ferrari Luft bei etwa 100 Grad Celsius in den Motor, während Konkurrenten typischerweise im Bereich von 70-80 Grad arbeiteten. Mit der ADUO2-Iteration strebt Ferrari nun laut Motorsport IT ein „nie dagewesenes Limit“ von 110 Grad für die Lufttemperatur an. Diese höhere Temperatur führt zu einem stärker komprimierten Fluid, was die Verbrennungseffizienz verbessert. Das Upgrade beinhaltet auch eine neu entwickelte Turbine und wird mit einem neuen „kalorienreicheren“ Shell-Kraftstoff kombiniert, der entwickelt wurde, um mehr Partikel zu verbrennen und dabei weniger Emissionen freizusetzen.
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Meisterschaftsambitionen und Zukunftspläne
Der Zeitpunkt dieses Upgrades ist entscheidend für Ferraris Meisterschaftsambitionen. Während Lewis Hamiltons jüngster Sieg in Barcelona, der die Serie von sechs aufeinanderfolgenden Erfolgen von Mercedes unterbrach, einen Einblick in das Potenzial des SF-26 bot, liegt er derzeit bei 115 Punkten, 51 hinter Meisterschaftsführer Kimi Antonelli. Das Team hofft, dass dieser Motor-Boost, kombiniert mit dem erfolgreichen Aerodynamik-Paket, das in Barcelona eingeführt wurde, den nötigen Impuls geben wird.
Mit Blick nach vorn plant Ferrari, eine zweite Phase von Updates vor dem Großen Preis von Italien Anfang September einzuführen, was ein anhaltendes Bestreben signalisiert, an der Spitze mitzukämpfen. Der unmittelbare Fokus liegt jedoch weiterhin auf dem Red Bull Ring, wo der „Zaubertrick“-Motor sein mit Spannung erwartetes Debüt geben wird.
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