Argentina 2026 Team

FIFA leitet Untersuchung zu Argentiniens Verhalten bei der WM 2026 ein, Sperren für 2030 möglich

Die FIFA hat Disziplinarverfahren gegen Argentinien wegen Vorfällen bei der WM 2026 eingeleitet, was Sperren für die WM 2030 nach sich ziehen könnte.

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Die FIFA hat nach einer turbulenten Weltmeisterschaft 2026 Disziplinarverfahren gegen mehrere Mitglieder der argentinischen Nationalmannschaft und einen Offiziellen eingeleitet, wobei mögliche Konsequenzen auch Sperren für das Turnier 2030 umfassen könnten.

Die Untersuchung geht auf mehrere Vorfälle zurück, insbesondere auf eine Massenschlägerei auf dem Spielfeld, die nach Argentiniens 1:0-Niederlage nach Verlängerung gegen Spanien im WM-Finale 2026 ausbrach. Spaniens Kapitän Rodri und Argentiniens Nahuel Molina sollen in eine Auseinandersetzung verwickelt gewesen sein, während Leandro Paredes angeblich Spaniens Eric Garcia am Hals packte und Gavi zu Boden stieß. Argentiniens Co-Trainer Roberto Ayala schien zudem Spaniens Dani Olmo geschlagen zu haben, ein Vorfall, für den Olmo später der spanischen Zeitung Diari de Terrassa mitteilte, er habe keine Entschuldigung angenommen.

Die Disziplinarkommission der FIFA hat Verfahren wegen möglicher Verstöße gegen Artikel 14 Absatz 1 i) des FIFA-Disziplinarreglements (Tätlichkeit) eingeleitet gegen:

  • Nahuel Molina (zwei Fälle, einer vollendet und einer versucht)
  • Leandro Paredes (drei Fälle)
  • Roberto Ayala (ein Fall)

Zusätzlich wurden Verfahren wegen möglicher Verstöße gegen Artikel 14 Absatz 1 b) (unsportliches Verhalten) gegen Nahuel Molina (ein Fall), Thiago Almada (ein Fall) und Spaniens Pablo Martín Páez Gavira (Gavi) (ein Fall) eingeleitet, so eine FIFA-Mitteilung.

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Über das Finale hinaus: Banner ‚Las Malvinas son Argentinas‘ und Anklagen gegen die AFA

Die Disziplinarmaßnahmen gehen über die unmittelbaren Folgen des Finales hinaus. Die FIFA untersucht auch einen Vorfall nach Argentiniens 2:1-Halbfinalsieg über England, bei dem die Spieler Cristian Romero, Lisandro Martinez und Giovani Lo Celso ein Banner mit der Aufschrift ‚Las Malvinas son Argentinas‘ zeigten. Diese Botschaft bezieht sich auf Argentiniens langjährigen Anspruch auf die Falklandinseln, ein von Großbritannien verwaltetes Gebiet, das 1982 Gegenstand eines Krieges war.

Der argentinische Fußballverband (AFA) selbst sieht sich einer umfassenderen Untersuchung gegenüber. „Die FIFA-Disziplinarkommission hat Verfahren gegen den argentinischen Fußballverband wegen möglicher Verstöße gegen Artikel 13 Absatz 2 c) (Nutzung einer Sportveranstaltung für nicht-sportliche Demonstrationen), Artikel 14 Absatz 5 (Fehlverhalten der Mannschaft), Artikel 15 (Diskriminierung und rassistische Beleidigungen) und Artikel 17 (Ordnung und Sicherheit bei Spielen) des FIFA-Disziplinarreglements eingeleitet“, erklärte die FIFA. Diese Verstöße beziehen sich auf:

  • Diskriminierende Gesänge und Gesten
  • Verspätete Anstöße
  • Nichteinhaltung von Spiel- und Sicherheitsprotokollen
  • Das Zeigen unangemessener Botschaften durch die Mannschaft und Zuschauer
  • Das Werfen von Gegenständen durch Zuschauer

Diese Verstöße stehen im Zusammenhang mit mehreren Spielen Argentiniens bei der Weltmeisterschaft 2026, so die FIFA.

WM-Teilnahme 2030 in Gefahr

Der Zeitpunkt dieser Verfahren ist angesichts der bevorstehenden Weltmeisterschaft 2030 besonders bedeutsam. Das Turnier, das von Marokko, Portugal und Spanien gemeinsam ausgerichtet wird, wird auch spezielle Jahrhundertspiele in Argentinien, Paraguay und Uruguay umfassen, die an die erste Weltmeisterschaft im Jahr 1930 erinnern. Alle sechs Gastgebernationen, einschließlich Argentinien, qualifizieren sich automatisch für das 44-tägige Event, das vom 8. Juni bis 21. Juli 2030 stattfindet. Eventuelle Sperren, die aus der aktuellen FIFA-Untersuchung resultieren, könnten Schlüsselspieler Argentiniens daran hindern, an der Jahrhundertfeier ihres Heimatlandes teilzunehmen, was einen Schatten auf ihre automatische Qualifikation werfen würde.

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