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FIFA verteidigt VAR-Entscheidung bei der Weltmeisterschaft trotz IFAB-Klarstellung zur Regel der „falschen Identität“

FIFA verteidigt ihre VAR-Auslegung bei der WM trotz IFAB-Klarstellung zur „falschen Identität“, während UEFA für „minimalen Eingriff“ plädiert.

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Die Regelhüter des Fußballs, das IFAB, haben eine Klarstellung zur Anwendung des VAR in Fällen von „falscher Identität“ herausgegeben und dabei ausdrücklich erklärt, dass ein umstrittener Platzverweis während der jüngsten Weltmeisterschaft eine inkorrekte Anwendung der Regel war. Die FIFA hat sich jedoch dagegen gewehrt und ihre Auslegung sowie die während des Turniers getroffene Entscheidung verteidigt.

Die Debatte dreht sich um das Viertelfinalspiel zwischen der Schweiz und Argentinien, in dem der Schweizer Kapitän Breel Embolo des Feldes verwiesen wurde. Der Vorfall, der sich beim Stand von 1:1 in der 72. Minute ereignete, führte dazu, dass Embolo wegen einer Schwalbe eine zweite Gelbe Karte erhielt. Ursprünglich wurde Leandro Paredes aus Argentinien verwarnt, doch eine VAR-Überprüfung führte dazu, dass die Gelbe Karte von Paredes zurückgenommen und stattdessen Embolo gezeigt wurde, was zu seinem Platzverweis führte. Dies war das erste Mal, dass ein Spieler aufgrund der Regel der „falschen Identität“ des Feldes verwiesen wurde.

Argentinien gewann das Spiel schließlich mit 3:1 und eliminierte die Schweiz. Wochen später, am 28. Juli, veröffentlichte das IFAB eine Erklärung mit aktualisierten Richtlinien für Schiedsrichter bei ähnlichen Vorfällen. Nach einem Treffen mit 55 leitenden Schiedsrichterverantwortlichen der europäischen nationalen Fußballverbände schlug das IFAB vor, dass Offizielle Entscheidungen nur dann ändern sollten, wenn sie als „eindeutig falsch“ angesehen werden.

IFAB-Klarstellung zur falschen Identität

Das IFAB erklärte ausdrücklich, dass Szenarien, die denen von Embolo ähneln, keinen Platzverweis mehr rechtfertigen würden, und kam zu dem Schluss, dass die Regel während der Weltmeisterschaft falsch angewendet worden war. Ihre Erklärung präzisierte den Umfang der VAR-Intervention in solchen Fällen.

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„Eine Gelbe Karte (Verwarnung), die keine zweite Gelbe Karte ist, kann nur überprüft werden, um den Spieler zu identifizieren, der das geahndete Vergehen begangen hat; das Vergehen selbst kann nicht überprüft/geändert werden“, hieß es in einer IFAB-Erklärung.

FIFA-Verteidigung und die anhaltende VAR-Debatte

Trotz der Klarstellung des IFAB hat die FIFA bekräftigt, dass ihre „Interpretation“ der Regel zur falschen Identität während der gesamten Weltmeisterschaft „konsequent angewendet“ wurde. Ein FIFA-Sprecher bestätigte, dass es während des Turniers zwei Fälle gab, in denen ein Spieler fälschlicherweise für ein Gelbe-Karte-Vergehen identifiziert wurde und der VAR aufgrund einer Schwalbe des Gegners korrekt eine Korrektur empfahl.

Ein FIFA-Sprecher, wie von SPORTbible berichtet, verteidigte die Entscheidung: „Wir betrachten dies nicht als Schiedsrichter- oder VAR-Fehler, und die Entscheidung stellte die Gerechtigkeit wieder her. Wir nehmen die Kommentare des IFAB in seinem Rundschreiben zur Kenntnis. Wir standen währenddessen in ständigem Kontakt mit ihnen, und sie bestätigten, dass diese Auslegung gültig ist, dass sie gut aufgenommen wurde und dass sie Teil der Diskussion über Überarbeitungen des VAR-Protokolls sein wird, wie bei der letzten Hauptversammlung besprochen.“

Ergänzend zur breiteren Diskussion über das VAR-Protokoll veröffentlichte auch die UEFA, der europäische Fußballverband, eine Erklärung. Darin wurde erläutert, dass die Schiedsrichterchefs vereinbart hatten, zur Philosophie des „minimalen Eingriffs – maximalen Nutzens“ für den VAR-Einsatz zurückzukehren. Eine detaillierte Überprüfung des VAR-Protokolls wurde zuvor im Rundschreiben Nr. 32 angekündigt, was auf laufende Bemühungen zur Verfeinerung des Systems hindeutet.

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