Französische Schlittschuhläufer schlagen nach „Manipulations“-Sturm bei Olympischen Winterspielen zurück
Ein spannendes Finale im Eistanzwettbewerb bei den Olympischen Winterspielen hat eine neue Debatte über die Transparenz der Wertung ausgelöst, nachdem Frankreich die Vereinigten Staaten mit nur 1,43 Punkten Vorsprung geschlagen hat.
Nach Angaben von GiveMeSport begannen die Auseinandersetzungen fast unmittelbar nach der Bestätigung der endgültigen Punktzahl, wobei sich die Online-Kritik auf ein Mitglied der Jury konzentrierte.
Knapper Sieg sorgt für Kontroverse
Laurence Fournier Beaudry und Guillaume Cizeron holten mit 225,82 Punkten Gold und lagen damit nur knapp vor Madison Chock und Evan Bates, die sich Silber für das Team USA sicherten.
Da der Vorsprung so gering war, richtete sich die Aufmerksamkeit schnell auf die französische Richterin Jezabel Dabouis. Einige Kritiker behaupteten, dass ihre Wertung ihre Landsleute begünstigt und die Endwertung beeinflusst habe.
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Es gibt zwar keine Beweise für einen Regelverstoß, aber die Anschuldigungen haben in den sozialen Medien die Runde gemacht und das Bewertungssystem in Frage gestellt.
Französische Meister reagieren auf Kritik
In der Super Moscato Show auf RMC wies Guillaume Cizeron Anschuldigungen zurück und betonte, dass die beiden eigentlich einen komfortablen Sieg anstrebten.
"Wir hatten das Ziel, mit fünf bis sieben Punkten zu gewinnen, aber wir haben ein paar Fehler gemacht, die uns drei oder vier Punkte gekostet haben", sagte er laut Mail Sport.
Laurence Fournier Beaudry schlug einen leichteren Ton an: "Er hat nicht wirklich einen Fehler gemacht, er hat sich nur entschieden, in dem Moment kreativ zu sein."
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Cizeron wies auch auf die psychologischen Anforderungen des Elitewettbewerbs hin.
"Es ist ein mentaler Kampf, weiterzumachen und die Elemente miteinander zu verbinden, um wieder ins Spiel zu kommen und die Punkte zu holen. Man muss diese negativen Gedanken, die sehr schnell auftauchen, ausschalten, und da kommen zwanzig Jahre Erfahrung ins Spiel.
Petition drängt auf Überprüfung des Beurteilungsverfahrens
Die Kontroverse führte zu einer Petition auf Change.org, die Tausende von Unterschriften sammelte und das Internationale Olympische Komitee und die Internationale Eislaufunion aufforderte, die Vergabe von Punkten zu überprüfen.
Die Internationale Eislauf-Union verteidigte daraufhin die Integrität des Gremiums.
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"Es ist normal, dass verschiedene Juroren in einem Gremium unterschiedliche Bewertungen abgeben, und es gibt eine Reihe von Mechanismen, um diese Schwankungen auszugleichen", erklärte die Organisation in einer Erklärung.
Der Dachverband fügte hinzu, dass er volles Vertrauen in die vergebenen Noten habe und sich weiterhin voll und ganz der Fairness verpflichtet fühle.
Team USA fordert mehr Transparenz
Madison Chock sprach die Debatte in einem Interview mit CBS News an und forderte eine klarere Kommunikation über die Art und Weise, wie Beurteilungsentscheidungen getroffen werden.
"Es wäre auf jeden Fall hilfreich, wenn es für die Zuschauer verständlicher wäre, um eine transparentere Beurteilung zu sehen und zu verstehen, was wirklich vor sich geht", sagte sie laut CBS News.
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Sie betonte auch die Bedeutung der Aufsicht.
"Ich denke, es ist auch für die Läuferinnen und Läufer wichtig, dass die Richter überprüft werden, um sicherzustellen, dass sie auch ihre beste Leistung zeigen.
Obwohl die Behörden keine formelle Untersuchung angekündigt haben, hat der Vorfall die seit langem bestehende Frage nach der Transparenz der Eiskunstlaufwertung auf höchster Ebene neu aufgeworfen.
Quellen: GiveMeSport
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