Diogo Jota, Andre Silva. Scoreboard in memory during the Preston North End FC v Liverpool FC at Deepdale, Preston, England, United Kingdom on 13 July 2025

„Fußball war uns egal“: Robertson spricht über Liverpools Trauer um Jota

Der frühere Liverpool-Verteidiger beschreibt, wie der Tod eines engen Freundes die Mannschaft erschütterte und die folgende Saison prägte.

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Andy Robertson hat erklärt, was er meinte, als er sagte, Liverpools Spielern sei Fußball nach Diogo Jotas Tod „egal“ gewesen. In der Sendung Stick to Football von The Overlap schilderte der frühere Liverpool-Verteidiger eine Mannschaft, die um einen Freund trauerte und dennoch wieder spielen musste. Der Spielbetrieb ging weiter, doch für die Menschen, die mit Jota die Kabine geteilt hatten, rückte der Fußball in den Hintergrund.

Jota und sein Bruder André Silva starben am 3. Juli 2025 bei einem Verkehrsunfall in Spanien. Robertson hatte kurz zuvor Jotas Hochzeit besucht. Den Kontrast zwischen dem glücklichen Tag mit seiner Familie und deren Trauer nach dem Unfall beschrieb er rückblickend als besonders schwer zu ertragen.

Eine Mannschaft spielt trotz ihrer Trauer weiter

Robertson sagte, die Neuzugänge seien in einen Verein gekommen, dessen Mannschaft bereits tief erschüttert gewesen sei. Er habe mit ihnen mitgefühlt, weil sie sich in einem Umfeld einleben mussten, in dem sich die erfahrenen Spieler nur schwer auf Fußball konzentrieren konnten. In dem Interview, über das The Independent berichtete, erklärte er, der Mannschaft habe ein Teil ihrer sportlichen Entschlossenheit gefehlt. Angesichts von Jotas Frau und Kindern hätten sich die Spieler mitunter gefragt, welche Bedeutung ein Fußballspiel gerade habe.

Damit warf Robertson seinen früheren Mitspielern nicht vor, sich keine Mühe gegeben zu haben. Sie mussten weiterspielen und versuchten nach seinen Worten, ihr Bestes zu geben. Jota sei für sie jedoch weit mehr als ein Fußballer gewesen. Liverpool beendete die Premier-League-Saison 2025/26 nach einer schwierigen Titelverteidigung auf Platz fünf. Robertson sieht die Trauer als einen Faktor für die Probleme der Mannschaft, nicht als nachgewiesene alleinige Ursache.

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Jota bleibt in Anfield präsent

Robertson spielt inzwischen für Tottenham. Seine Schilderung zeigt dennoch, wie persönlich ein Verlust war, dessen Liverpool bis heute öffentlich gedenkt. Im Juli 2026 enthüllte der Klub vor Anfield ein dauerhaftes Denkmal für Jota und André Silva. Es trägt den Namen Forever 20 und gibt den Fans einen Ort der Erinnerung. Robertson beschreibt die andere Seite dieser Trauer: die Lücke in der Kabine, die auch nach der Rückkehr auf den Platz blieb.

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