Arnaud De Lie

Giro d’Italia-Hoffnungen nach belgischem Rennen von mysteriöser Krankheit überschattet

Eine mysteriöse Krankheit, möglicherweise durch Kuhmist verursacht, überschattet die Giro d’Italia-Vorbereitungen, nachdem mehrere Radfahrer in Belgien erkra…

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Eine Krankheitswelle hat das professionelle Radsport-Peloton nur wenige Tage vor dem Start des Giro d’Italia erfasst. Kontaminierter Kuhmist auf nassen Straßen wird als Ursache des Ausbruchs vermutet, wie The Guardian berichtet. Mehrere Fahrer, die bei der prestigeträchtigen Grand Tour eine wichtige Rolle spielen sollten, wurden Berichten zufolge krank, nachdem sie am Sonntag am Famenne Ardenne Classic in Belgien teilgenommen hatten.

Die größte Sorge gilt dem belgischen Team Lotto-Intermarché, dessen Vorbereitungen für den Giro d’Italia, der am Freitag in Bulgarien beginnt, erheblich gestört wurden. Drei ihrer Fahrer mussten nach dem Auftreten einer Reihe schwerer Symptome kurzzeitig ins Krankenhaus eingeliefert werden:

  • Bauchschmerzen
  • Durchfall
  • Fieber
  • Erbrechen

Als mutmaßlicher Verursacher gilt Campylobacter, ein Bakterium, das bekanntermaßen Magen-Darm-Infektionen hervorruft. Die Ermittler gehen davon aus, dass die nassen Straßenverhältnisse während des Famenne Ardenne Classic dazu führten, dass Kuhkot auf die Fahrer spritzte und so die Ausbreitung der Infektion begünstigte.

De Lies Giro d’Italia-Teilnahme ungewiss

Die Situation ist besonders besorgniserregend für Arnaud De Lie, der das Famenne Ardenne Classic gewann und als Kapitän von Lotto-Intermarché beim Giro vorgesehen ist. Obwohl De Lie zunächst keine Symptome zeigte, wurde ihm während des Fluges nach Bulgarien übel. Trotz dieses Rückschlags bleibt das Team hinsichtlich seiner Teilnahme hoffnungsvoll.

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„Es geht ihm nicht gut, aber seine Teilnahme am Giro ist zu diesem Zeitpunkt nicht gefährdet“, erklärte das Team in einer von The Guardian zitierten Stellungnahme. Das Ausmaß der Probleme des Teams wurde jedoch bei der Rennpräsentation am Mittwoch deutlich, wo nur fünf der acht Lotto-Fahrer anwesend sein konnten.

Weitreichende Auswirkungen im gesamten Peloton

Die Krankheit scheint weiter verbreitet zu sein als ursprünglich angenommen und betrifft mehrere Teams. Sporza, der belgische Sender, berichtete, dass auch andere Teams, darunter Alpecin, erkrankte Fahrer zu verzeichnen haben. Das Ausmaß des Problems wurde vom Sportdirektor von Lotto, Maxime Bouet, deutlich hervorgehoben.

„Das halbe Peloton ist krank“, erklärte Bouet, was die große Herausforderung unterstreicht, vor der die Teams bei ihren letzten Vorbereitungen auf eines der anspruchsvollsten Radrennen stehen. Wenige Stunden vor dem Start des Giro d’Italia bleibt die Gesundheit der Fahrer ein kritisches Anliegen und wirft einen Schatten auf den Beginn des Wettbewerbs.

Quellen: www.theguardian.com

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