Pep Guardiola

Guardiola lässt Italien abblitzen – danach bricht das Trainerchaos aus

Pep Guardiola hält an seiner Auszeit fest und lehnte das Angebot der italienischen Nationalmannschaft ab. Wenige Tage später scheiterte auch Plan B, während Paolo Maldini und Leonardo nach nur 16…

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Pep Guardiola wird vorerst nicht auf die Trainerbank zurückkehren.

Der frühere Trainer von Bayern München und Manchester City hat das Angebot abgelehnt, die italienische Nationalmannschaft zu übernehmen und den gesamten sportlichen Bereich des Verbandes neu auszurichten.

Die Entscheidung hat inzwischen eine Führungskrise im italienischen Fußball ausgelöst.

Paolo Maldini und Leonardo hatten Guardiola als Wunschkandidaten ausgewählt. Nach seiner Absage wandten sie sich Andrea Pirlo zu, doch auch dieser Plan wurde gestoppt.

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Maldini und Leonardo traten daraufhin nach nur 16 Tagen in ihren neuen Verbandspositionen zurück.

Laut La Gazzetta dello Sport in ihrem Bericht über Guardiolas Absage antwortete der Katalane: „Vielen Dank, ich fühle mich geehrt, aber im Moment spüre ich es nicht.“

Damit bleibt Guardiola trotz eines der prestigeträchtigsten verfügbaren Jobs auf dem Markt.

Italiens Plan B endet im Fiasko

Nach Guardiolas Absage galt Pirlo als bevorzugte Alternative.

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Seine Kandidatur wurde jedoch nach einer Kontroverse um eine berichtete geschäftliche Verbindung zu einem russischen Wettanbieter gestoppt.

Italiens Sportminister Andrea Abodi erklärte, die Kombination aus Wetten und Russland habe die Situation zusätzlich erschwert. Einen direkten politischen Eingriff in die Entscheidung bestritt er.

Wie La Gazzetta dello Sport in ihrem Livebericht zur Verbandskrise dokumentierte, bestätigte Verbandsfunktionär Giancarlo Abete, dass die Trainersuche mit Guardiola begonnen hatte und anschließend zu Pirlo wechselte.

Nach dem Scheitern beider Pläne gaben Maldini und Leonardo ihre Ämter auf.

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Guardiola will keine halben Sachen

Italiens Angebot soll Guardiola durchaus beschäftigt haben.

Maldini und Leonardo reisten nach Barcelona, um ihm ein langfristiges Projekt zu präsentieren. Guardiola hätte nicht nur die A-Nationalmannschaft übernommen, sondern auch Einfluss auf Nachwuchsteams und die fußballerische Ausbildung erhalten.

Die Aufgabe ließ sich jedoch nicht mit der Auszeit vereinbaren, die er seiner Familie versprochen hatte.

„Wenn ich es mache, dann zu 100 Prozent“, soll Guardiola während der Gespräche gesagt haben.

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Der Verband hatte erwogen, ein großes Netzwerk aus Assistenten und Scouts aufzubauen, damit er mehr Zeit in Barcelona verbringen könnte.

Für Guardiola war diese Form des Delegierens offenbar nicht ausreichend.

Rückkehr nach Deutschland derzeit kein Thema

Auch eine schnelle Rückkehr in die Bundesliga zeichnet sich nicht ab.

Guardiola trainierte Bayern München von 2013 bis 2016 und gewann während dieser Zeit dreimal die deutsche Meisterschaft. Seit seinem Abschied wurde er wiederholt mit möglichen Spitzenjobs in Verbindung gebracht.

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Aktuell fehlt ihm nach eigener Aussage jedoch der innere Antrieb, wieder täglich als Trainer zu arbeiten.

In einem Interview, das Mundo Deportivo in seinem Bericht über Guardiolas Auszeit wiedergab, sagte er: „Vielleicht wache ich eines Tages auf und denke: Jetzt möchte ich wieder trainieren.“

„Im Moment empfinde ich dieses Gefühl einfach nicht.“

Guardiola hat seine Sachen aus Manchester nach Barcelona bringen lassen und will sich stärker um seine Familie und seinen eigenen Körper kümmern.

Klopp bleibt sein größter Rivale

Während seiner Auszeit blickte Guardiola auch auf seine lange Karriere zurück.

Dabei bezeichnete er Jürgen Klopp als den größten Rivalen seiner Trainerlaufbahn.

Klopp habe seine taktische Struktur während eines Spiels mehrfach verändern können und ihn damit regelmäßig vor schwierige Aufgaben gestellt.

Die Rivalität begann in Deutschland, als Guardiola Bayern und Klopp Borussia Dortmund trainierte, und setzte sich später in England mit Manchester City und Liverpool fort.

Für deutsche Leser unterstreicht dieser Rückblick, dass Guardiola derzeit eher über seine Vergangenheit spricht, als ein neues Projekt vorzubereiten.

City hält ihm die Tür offen

Guardiola hat Manchester City zwar als Trainer verlassen, bleibt dem Klub aber verbunden.

Nach der offiziellen Mitteilung von Manchester City arbeitet er künftig als globaler Botschafter der City Football Group.

Er kann technische Ratschläge geben und an ausgewählten Projekten teilnehmen, ohne im täglichen Trainingsbetrieb zu stehen.

Guardiola gewann während seiner zehn Jahre in Manchester 20 große Titel und wurde zum erfolgreichsten Trainer der Vereinsgeschichte.

Italien wartet, Guardiola nicht

Italien benötigt dringend einen neuen Nationaltrainer und eine neue sportliche Führung.

Guardiola steht dagegen unter keinem Zeitdruck.

Er hat genügend Erfolge gesammelt, um auf das Projekt zu warten, das ihn wirklich zurück auf den Trainingsplatz zieht.

Die Italiener glaubten, ihn mit der Aussicht auf einen vollständigen Neuaufbau überzeugen zu können.

Guardiola sagte nein.

Wenige Tage später brach auch der Ersatzplan zusammen.

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