Ein Mann, der einen illegalen Streaming-Dienst für Premier League-Spiele betrieb, ist zu drei Jahren und zwei Monaten Gefängnis verurteilt worden, berichtet der Express. Michael Barrow, Gründer des Dienstes „MB Streams“, bekannte sich vor dem Swansea Crown Court in drei Fällen des Betrugs nach dem Fraud Act schuldig.
Barrows Unternehmen streamte illegal erstklassige Premier League-Spiele an über 2.000 Abonnenten und erwirtschaftete dabei über 200.000 Pfund an illegalen Einnahmen. Das System basierte auf vorinstallierten Firesticks, und Barrow wies seine Stammkunden sogar an, ihre Banküberweisungen als Käufe von Retro-Fußballtrikots zu tarnen, um einer Entdeckung zu entgehen.
Von der Premier League geführte Strafverfolgung
Der Fall gegen Barrow wurde von der Premier League angestrengt, mit erheblicher Unterstützung von FACT (Federation Against Copyright Theft) und dem Economic Crime Team der TARIAN Regional Organised Crime Unit in Südwales. Diese Strafverfolgung ist die jüngste bedeutende Haftstrafe, die im Rahmen der fortlaufenden Bemühungen zur Bekämpfung illegaler Streaming-Dienste verhängt wurde.
Stefan Sergot, Premier League Director of Legal – Enforcement, betonte die Schwere des Urteils. „Dieses Urteil unterstreicht einmal mehr die schwerwiegenden Konsequenzen für Personen, die an der Bereitstellung illegaler Streaming-Dienste beteiligt sind“, erklärte Sergot. „Die Entscheidung, klare Warnungen zu ignorieren, hat die Schwere der Straftat nur noch verschärft, und dies spiegelt sich in dem heute verkündeten Urteil wider.“ Barrow hatte Berichten zufolge vor seiner letztendlichen Bestrafung bereits frühere Warnungen erhalten.
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Risiken und weitreichendere Auswirkungen
Das Vorgehen gegen illegale Streaming-Dienste unterstreicht die erheblichen Risiken, die mit solchen Aktivitäten verbunden sind. Über die direkten finanziellen Auswirkungen auf legale Sender und Rechteinhaber hinaus ist illegales Streaming oft mit umfassenderer krimineller Aktivität verbunden und kann ahnungslose Fans Gefahren wie Betrug, Malware und Identitätsdiebstahl aussetzen.
Kieron Sharp, Vorsitzender von FACT, bekräftigte diesen Punkt. „Illegales Streaming ist kein Verbrechen ohne Opfer. Es schädigt die Kreativwirtschaft, untergräbt legale Sender, Sportrechteinhaber und Dienstanbieter und setzt Nutzer ernsthaften Risiken aus, darunter Betrug, Malware und kriminelle Ausbeutung.“
Die Premier League betont, dass der Verkauf ihrer Übertragungsrechte von grundlegender Bedeutung für ihr Finanzmodell ist und die Unterstützung der gesamten Fußballpyramide untermauert. Strafverfolgungen wie die gegen Barrow sind entscheidend, um dieses Modell zu schützen und die Integrität des finanziellen Ökosystems des Sports zu gewährleisten.
Quellen: www.express.co.uk
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