Cannavaro spricht eine deutliche Unterstützung aus
Die Rückendeckung kam in einem kritischen Moment. Der italienische Fußballverband hatte Infantino seine Unterstützung entzogen und sich damit mehreren europäischen Verbänden angeschlossen.
Wie Al Jazeera berichtet, reagierte Italiens Weltmeister-Kapitän von 2006, Fabio Cannavaro, mit einer ungewöhnlich deutlichen Botschaft.
„In den vergangenen zehn Jahren hat sich der Weltfußball verbessert“, schrieb Cannavaro. Die Spieler seien „wieder in den Mittelpunkt gerückt“.
„Infantino hat großartige Arbeit geleistet. Das nicht anzuerkennen, wäre intellektuell unehrlich.“
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Cannavaro blieb nicht allein. Auch die brasilianischen Legenden Cafu und Roberto Carlos, Javier Zanetti und Esteban Cambiasso aus Argentinien, der Kolumbianer Iván Córdoba sowie Mexikos Jared Borgetti veröffentlichten unterstützende Beiträge.
Cafu hob besonders FIFAs Einsatz für eine stärkere Vertretung der Spieler in den Entscheidungsstrukturen hervor. Wenn zwei frühere Weltmeister-Kapitäne Stellung beziehen, besitzt das mehr Gewicht als eine gewöhnliche politische Unterstützungserklärung.
Die Zahlen sprechen für seine Bilanz
Infantinos stärkstes Argument ist die Öffnung des Fußballs über seine traditionellen Großmächte hinaus. Die erste Weltmeisterschaft mit 48 Mannschaften verschaffte mehr Ländern Zugang zur größten Bühne, ohne die sportliche Attraktivität zu zerstören.
Laut FIFAs offizieller Turnierbilanz besuchten insgesamt 6.810.966 Zuschauer die 104 Spiele. Die Stadien waren zu 99,7 Prozent ausgelastet. Gleichzeitig fielen 308 Tore, was einem Schnitt von 2,96 Treffern pro Partie und dem besten WM-Wert seit 1970 entsprach.
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Das erweiterte Format schuf Platz für neue Mannschaften und Geschichten, während die größten Stars weiterhin im Mittelpunkt standen. Das Konzept war ambitioniert, wirtschaftlich erfolgreich und gemessen an Zuschauerzahlen sowie Unterhaltungswert ein sportlicher Erfolg.
Ein Präsident mit Blick über Europa hinaus
Infantinos Projekt konzentriert sich zudem darauf, Verbände zu unterstützen, die historisch nur begrenzte Möglichkeiten hatten. FIFA beschrieb diese Mission anlässlich seines jüngsten Karibik-Besuchs. Dort forderte Infantino „Chancen, Zugang und Ressourcen“ für alle 211 Mitgliedsländer.
Seine Präsidentschaft war nicht frei von Kontroversen. Berechtigte Fragen zur Verbandsführung dürfen nicht ignoriert werden. Eine positive Bewertung setzt jedoch nicht voraus, jede Entscheidung für fehlerfrei zu erklären.
Infantino versprach, den Fußball globaler zu machen. Rekordkulissen, mehr Teilnehmer und höhere Investitionen außerhalb Europas zeigen, dass er dieses zentrale Versprechen eingelöst hat.
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