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Infantinos FIFA unter Beschuss: Rücknahme von Baloguns Roter Karte löst Integritätssturm aus

Die Aufhebung von Baloguns Roter Karte und Trumps Behauptung, er habe dies veranlasst, setzen FIFA-Präsident Infantino unter Druck.

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FIFA-Präsident Gianni Infantino steht nach der kontroversen Aufhebung der Rote-Karte-Sperre von Folarin Balogun für das Achtelfinalspiel der USA bei der Weltmeisterschaft gegen Belgien unter intensiver Beobachtung. Die Entscheidung, die dem US-Star das Spielen ermöglichte, obwohl die WM-Regeln Einsprüche gegen Rote Karten verbieten, hat eine neue Welle der Kritik an der Führung der FIFA und angeblicher politischer Einmischung entfacht.

Die Kontroverse vertiefte sich, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärte, er habe eine Überprüfung der Entscheidung gefordert. Auf die Frage nach Anrufen bei Infantino behauptete Trump: „Ich bin derjenige, der sie dazu gebracht hat, es zu tun.“ Diese Behauptung stellt die Statuten der FIFA direkt infrage, die politische Einmischung in den Fußball explizit verbieten – eine Regel, die dazu führte, dass Länder wie Pakistan aufgrund staatlicher Einmischung dreimal in acht Jahren vom internationalen Fußball ausgeschlossen wurden. Der europäische Fußballverband UEFA äußerte starken Widerstand gegen die Entscheidung und bezeichnete sie als „beispiellose, unverständliche und ungerechtfertigte Entscheidung.“

Politische Verbindungen und Ethikbeschwerden

Der Balogun-Vorfall ist nicht das erste Mal, dass Infantinos Beziehung zu Donald Trump Kritik hervorruft. Im Dezember 2025 reichte die Menschenrechtsorganisation FairSquare Beschwerde beim Ethikkomitee der FIFA ein und behauptete, Infantino habe Regeln zur politischen Neutralität verletzt, indem er am 5. Dezember den ersten FIFA-Friedenspreis ins Leben rief und an Trump verlieh. Weiterer Druck entstand am 2. Juli 2026, als 50 EU-Abgeordnete, angeführt von Barry Andrews, Niels Fuglsang und Lara Wolters, einen neuen Brief an das Ethikkomitee schrieben und Maßnahmen bezüglich der Beschwerde forderten. Der norwegische Fußballverband sandte über seine Präsidentin Lise Klaveness am 1. Juni ebenfalls einen Brief an die FIFA, in dem er die Ethikbeschwerde unterstützte.

Berichte von *Le Monde* enthüllten, dass weniger als zehn FIFA-Mitarbeiter an der Entscheidung zur Initiierung und Verleihung des Friedenspreises beteiligt waren, wobei keines der 37 Mitglieder des FIFA-Rats konsultiert wurde. Diese Ereignisse haben Bedenken hinsichtlich der Transparenz und Entscheidungsfindung innerhalb der Organisation geschürt, insbesondere da Infantino, der seit 10 Jahren FIFA-Präsident ist, sich auf die Wiederwahl im Jahr 2027 vorbereitet.

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Infantinos sichere Position inmitten europäischer Meinungsverschiedenheiten

Trotz der Kontroversen scheint Infantino seine Wiederwahlkampagne gesichert zu haben. Er wurde sowohl 2019 als auch 2023 ohne Gegenkandidaten wiedergewählt. Für die bevorstehende Wahl hat er bereits erhebliche Unterstützung erhalten:

Die Conmebol (südamerikanische Konföderation) bestätigte im April, dass ihre 10 Länder Infantino unterstützen würden.

Drei Wochen später bestätigte die Konföderation des Afrikanischen Fußballs (Caf) die einstimmige Unterstützung ihrer 54 Mitgliedsverbände.

Kurz darauf folgten die 47 Nationen der Asian Football Confederation.

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Diese kollektive Unterstützung verschafft Infantino 111 Stimmen, womit er bereits die 106 Stimmen übertrifft, die für den Gewinn einer Präsidentschaftswahl unter den 211 Mitgliedsländern der FIFA erforderlich sind.

Die Spannungen mit der UEFA nehmen jedoch weiter zu. Im Mai 2025 führte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin eine Gruppe europäischer Delegierter bei einem Walk-out während einer Pause des FIFA-Kongresses an. Die UEFA hat auch öffentlich Unterschiede in der Herangehensweise hervorgehoben, indem sie feststellte, dass die Tickets für die Euro 2028 günstiger sind als WM-Tickets und dass sie keine Trinkpausen oder Rote Karten für Spieler einführen werden, die ihren Mund bedecken. Der europäische Verband lud außerdem den somalischen Schiedsrichter Omar Artan, dem von Einwanderungsbehörden die Einreise in die USA verweigert worden war, ein, am 12. August den UEFA-Supercup zwischen Paris St-Germain und Aston Villa zu pfeifen.

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