UFC-Schwergewichtsanwärter Josh Hokit hat eine Erklärung für seine kontroversen Äußerungen gegenüber der ehemaligen First Lady Michelle Obama nach seinem jüngsten Sieg im Weißen Haus abgegeben und seine Handlungen als bewusste Strategie dargestellt, um sein Profil und seine Einnahmen im Sport zu steigern.
Anfang dieses Monats sicherte sich der 28-jährige ehemalige NFL-Spieler seinen 10. Profisieg, indem er Derrick Lewis in der zweiten Runde stoppte. Das Interview nach dem Kampf geriet jedoch schnell in Kontroversen, als Hokit erklärte: „Michelle Obama ist ein Mann. Habe ich Recht, Amerika?“ Der erfahrene Kommentator Joe Rogan beendete das Interview umgehend, und die Kommentare zogen sofortige Kritik auf sich, insbesondere von UFC Hall of Famer Daniel Cormier, der die Beleidigung als „ekelhaft“ bezeichnete.
Ein „Kompliment“ und Meinungsfreiheit
In einer aktuellen Ausgabe der Ariel Helwani Show versuchte Hokit, der für seine ausgefallenen, augenzwinkernden Aussagen bekannt ist, seine Absichten zu präzisieren. Er deutete an, dass seine Bemerkungen missinterpretiert wurden, und erklärte: „Ich dachte, ich mache ihr ein Kompliment. Ich glaube nicht, dass irgendjemand es so gesehen hat, dass Michelle Obama ein Mann ist. Es ist eher so, dass sie weiß, wie man mit Widrigkeiten umgeht, sie weiß, wie man hart wie ein Mann arbeitet, wenn die Zeiten schwierig werden.“
Hokit positionierte seine Kommentare auch als Ausübung der Meinungsfreiheit, insbesondere angesichts des hochkarätigen Rahmens. „Es war eine perfekte Gelegenheit, der Welt zu zeigen, wie großartig dieses Land mit der Meinungsfreiheit ist… In anderen Teilen der Welt sagt man so etwas und stirbt“, fügte er hinzu und betonte seine Weigerung, seine Aussagen zurückzunehmen. „Das ist eine Sache in meiner Karriere… Man wird mich niemals von dem, was ich sage, zurückweichen hören.“
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Das Zahlenspiel und die Haltung der UFC
Über die unmittelbare Erklärung hinaus gab Hokit offen zu, dass die Kontroverse ein kalkulierter Schachzug war, um Aufmerksamkeit und finanzielle Belohnung zu generieren. „Hasst nicht den Spieler, hasst das Spiel, und das ist das Spiel, das wir heutzutage spielen. Wir spielen ein Zahlenspiel, und ich werde es jedes einzelne Mal gewinnen. Was auch immer die meisten Augen auf meinen Kampf lenkt, das werde ich tun“, bekräftigte er.
Laut GIVEMESPORT behauptet Hokit, dass diese Strategie bereits Früchte getragen hat. Er schätzt erhebliche finanzielle Gewinne seit seinem Beitritt zur UFC und erklärt: „Wenn überhaupt, habe ich mehr Geld verdient… Ich werde eines Tages einen Kurs dazu geben, aber ich habe in sieben Monaten siebenstellige Beträge erhalten, sagen wir es mal so. Bis Ende des Jahres könnten das 3 bis 4 Millionen Dollar pro Jahr sein.“
Trotz des weitreichenden Gegenwinds hat UFC-CEO Dana White bestätigt, dass Hokit von der Promotion für seine Handlungen keine Bestrafung erfahren wird. Hokit bestätigte dies und merkte an, dass die UFC ihn nicht kontaktiert habe, um sich zu beschweren. „Sie würden mir eine Nachricht schicken, wenn sie wirklich eine bestimmte Meinung hätten. Sie können immer eine bestimmte Meinung haben. Ich respektiere ihre Meinungen, aber wir haben Meinungsfreiheit, also ist es, wie es ist. Ich mag nicht, was andere Leute sagen, aber ich muss damit umgehen.“
Da die Kontroverse scheinbar hinter ihm liegt und sein Profil gestärkt wurde, blickt Hokit nun seiner nächsten Herausforderung entgegen, wobei der brasilianische Superstar Alex Pereira als möglicher zukünftiger Gegner genannt wird.
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