Fußball

Menschenrechtsorganisationen warnen vor Reisrisiken für WM-Besucher in den USA in der Ära Trump

Eine Koalition aus mehr als 120 Bürgerrechtsorganisationen hat gewarnt, dass Besucher, die für die Fußball-Weltmeisterschaft der FIFA in diesem Sommer in die Vereinigten Staaten reisen, Vorsichtsmaßnahmen treffen sollten, und verweist dabei auf Bedenken hinsichtlich der Durchsetzung der Einwanderungsgesetze und der bürgerlichen Freiheiten.

In einer gemeinsamen Stellungnahme fordern die Gruppen — darunter die American Civil Liberties Union (ACLU) — Fans, Spieler und Journalisten auf, bei der Einreise in das Land „Vorsicht walten zu lassen“. Sie begründen ihre Warnung mit dem, was sie als zunehmend aggressive Einwanderungspolitik unter Präsident Donald Trump beschreiben.

„Der zunehmende Autoritarismus der Trump-Regierung und die steigende Gewalt stellen für alle ein ernstes Risiko dar“, heißt es in der Stellungnahme.

Aktivisten argumentieren, dass bestimmte Gruppen einem erhöhten Risiko ausgesetzt sein könnten. Insbesondere Minderheitengemeinschaften könnten anfällig für Diskriminierung, strengere Kontrollen an den Grenzen und andere Formen von Nachteilen während des Turniers sein.

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Die Stellungnahme hebt zudem Bedenken hinsichtlich der US-Einreisepolitik hervor. Reisenden könnte laut den Gruppen die Einreise verweigert werden; außerdem könnten ihre sozialen Medien überprüft, Überwachungsmaßnahmen angewendet und möglicherweise Racial Profiling betrieben werden. Aktuelle Beschränkungen betreffen Staatsangehörige mehrerer am Turnier teilnehmender Länder, darunter Iran, Haiti, Senegal und die Elfenbeinküste.

Besucher werden ermutigt, Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, etwa sensible Informationen auf elektronischen Geräten zu begrenzen und Familie oder Freunde über ihre Reisepläne zu informieren.

Die Vereinigten Staaten werden den Großteil der Spiele — 78 von 104 — im Rahmen des erweiterten Turniers ausrichten, das sie gemeinsam mit Kanada und Mexiko veranstalten.

Die Koalition hat zudem die FIFA und ihren Präsidenten Gianni Infantino kritisiert und dem Weltfußballverband vorgeworfen, keine klaren Garantien für die Sicherheit und die Rechte der Besucher sichergestellt zu haben. Infantinos Verhältnis zu Präsident Trump steht bei Menschenrechtsvertretern besonders in der Kritik.

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Als Reaktion erklärte die FIFA, sie bleibe „dem Respekt aller international anerkannten Menschenrechte verpflichtet“, und verwies auf Richtlinien und Beratungsmechanismen, die sie im Zusammenhang mit dem Wettbewerb eingerichtet habe.

Auch andernorts wurden Bedenken hinsichtlich Sicherheit und Polizeieinsatz geäußert. Amnesty International warnte, die Weltmeisterschaft könne Gefahr laufen, „zu einer Bühne der Repression“ zu werden, während einige Fangruppen ihre Besorgnis über die Rolle der US-Einwanderungsbehörden bei der Turniersicherheit zum Ausdruck brachten.

US-Behörden haben bislang nicht direkt auf die Stellungnahme reagiert. Die Task Force des Weißen Hauses für die Weltmeisterschaft erklärte jedoch zuvor, sie wolle „die größte, sicherste und einladendste Sportveranstaltung der Geschichte“ ausrichten, und versprach ein sicheres und gut organisiertes Turnier für internationale Besucher.

Quellen: BBC Sport, Amnesty International, American Civil Liberties Union

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Oliver Obel

Ich bin ein leidenschaftlicher Sport-Content-Creator mit klarem Fokus auf Fußball. Für LenteDesportiva verfasse ich hochwertige Inhalte, die informieren, unterhalten und eine starke Verbindung zu Fußballfans auf der ganzen Welt schaffen. Meine Arbeit dreht sich um Spieler-Rankings, Transferanalysen und tiefgehende Reportagen, die den modernen Fußball beleuchten. Ich verbinde ein ausgeprägtes redaktionelles Gespür mit einem tiefen Verständnis für die Entwicklung des Spiels – immer mit dem Anspruch, Inhalte zu liefern, die sowohl Einsicht als auch Emotion vermitteln.