Mauricio Pochettino

Pochettino verlängert Vertrag beim USMNT bis zur WM 2030 – Finanzielle Prüfung

Mauricio Pochettino verlängert seinen Vertrag als Trainer des USMNT bis zur WM 2030, trotz finanzieller Bedenken und historischer Herausforderungen.

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Mauricio Pochettino hat einem neuen Vertrag mit der US Soccer Federation zugestimmt, der ihn bis zur Weltmeisterschaft 2030 an die US-Männer-Nationalmannschaft bindet. Die Verlängerung erfolgt trotz des Ausscheidens des USMNT im Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2024, wo sie am 6. Juli mit 4:1 gegen Belgien verloren.

Pochettino, der die Zügel ursprünglich am 10. September 2024 übernommen hatte, wurde weithin dafür gelobt, die Mannschaft belebt und ein passendes Spielsystem für eine talentierte Spielergeneration implementiert zu haben. Seine erste Amtszeit galt als Erfolg und führte vor dem Ausscheiden zu starken Leistungen im Turnier. Vor seiner ersten Ernennung befand sich Pochettino Berichten zufolge in Gesprächen mit Milan, die sich letztendlich für die Verpflichtung von Ruben Amorim entschieden.

Finanzielle Unterstützung und historische Hürden

Die Amtszeit des Argentiniers war nicht ohne Kontroversen, insbesondere was seine Vergütung betrifft. Laut ProPublica verdiente Pochettino in seinen ersten sieben Monaten im Amt 5.016.917 US-Dollar. Diese Summe wurde Berichten zufolge durch zusätzliche Zahlungen des milliardenschweren US-Fußball-Unterstützers Ken Griffin und anderer nicht genannter Quellen ergänzt. Griffin wird erneut als Hauptfinanzier für Pochettinos neuen Vertrag genannt, was Fragen zur finanziellen Struktur der Trainerposition aufwirft.

Historisch gesehen standen USMNT-Trainer, die für einen zweiten Weltcup-Zyklus blieben, vor erheblichen Herausforderungen. Bruce Arena (2002-2006), Bob Bradley (nach 2010), Jürgen Klinsmann (dessen zweiter Zyklus zum Scheitern bei der Weltmeisterschaft 2018 führte) und Gregg Berhalter (dessen Amtszeit nach 2022 in einer Copa América-Demütigung endete) hatten alle Mühe, anfängliche Erfolge zu wiederholen. Dieses Muster, hervorgehoben von Leander Schaerlaeckens, Autor von „The Long Game: US Men’s Soccer and Its Savage, Four-Decade Journey to the Top, or Thereabouts“, wirft einen Schatten auf Pochettinos langfristige Vertragsverlängerung.

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Der Weg zur WM 2030

Jenseits historischer Präzedenzfälle stellt die Spielerfitness eine weitere erhebliche Hürde dar. Kernspieler des USMNT wie Christian Pulisic, Tyler Adams, Weston McKennie, Antonee Robinson, Sergiño Dest und Chris Richards haben schwere und wiederholte Verletzungen erlitten. Während McKennie weitgehend verschont geblieben ist, wurde Pulisic, eine zentrale Figur, bei der Weltmeisterschaft 2024 gegen Paraguay zur Halbzeit ausgewechselt und spielte während des gesamten Turniers nur einmal volle 90 Minuten, wobei er nur bei einer weiteren Gelegenheit länger als eine Stunde auf dem Feld stand.

Der Weg zur Weltmeisterschaft 2030 wird ein langer sein, da die Qualifikationsspiele für das USMNT erst im November 2027 beginnen. Die Concacaf-Region wird von einem erweiterten Weltcup-Format profitieren, das sechs automatische Plätze und einen potenziellen siebten über ein Playoff sichert – eine deutliche Steigerung gegenüber den drei automatischen Startplätzen, die für die Weltmeisterschaft 2022 verfügbar waren. Dieser erweiterte Qualifikationsweg mag etwas Druck nehmen, aber die Herausforderungen, die Spielergesundheit zu erhalten, neue Talente zu integrieren und das Gewicht historischer Erwartungen zu meistern, werden Pochettinos verlängerte Amtszeit prägen.

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