Raphinha droht eine Sperre nach seinem heftigen Wutausbruch und seiner Geste gegenüber den Atlético-Fans
Das Ausscheiden des FC Barcelona in der Champions League gegen Atlético Madrid am Dienstag könnte weitere Folgen haben: Flügelspieler Raphinha drohen möglicherweise disziplinarische Maßnahmen, nachdem er die Schiedsrichter kritisiert hatte, wie zunächst SportBible berichtete.
Während das Ergebnis Barcelonas Europapokal-Saison beendete, konzentrierte sich ein Großteil der Diskussionen nach dem Spiel auf umstrittene Entscheidungen während der Partie.
Kontroverse Nacht in Madrid
Laut dem Spielbericht von SportBible begann der FC Barcelona im Metropolitano aggressiv und machte seinen Rückstand schnell wett. Lamine Yamal traf bereits in den Anfangsminuten, bevor Ferran Torres ein zweites Tor erzielte und das Duell insgesamt ausglich.
Atlético Madrid antwortete noch vor der Halbzeit: Ademola Lookman erzielte den letztlich entscheidenden Treffer und schickte die Mannschaft von Diego Simeone ins Halbfinale.
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Barcelona glaubte, zu Beginn der zweiten Halbzeit durch Torres erneut in Führung gegangen zu sein, doch das Tor wurde nach einer VAR-Überprüfung wegen Abseits aberkannt. Die Situation verschärfte sich später, als Eric García vom Platz gestellt wurde, weil er Alexander Sørloth eine klare Torchance vereitelt hatte.
SportBible berichtete zudem, dass die Barcelona-Spieler nach einem Zweikampf gegen Dani Olmo einen Elfmeter forderten – eine Szene, die zu ihrer Frustration beitrug.
Raphinhas Reaktion sorgt für Aufsehen
Raphinha, der das Spiel verletzungsbedingt verpasste, stand dennoch im Mittelpunkt der Nachwirkungen. Im Gespräch mit Journalisten nach dem Spiel übte er scharfe Kritik am Schiedsrichter.
„Das Spiel wurde komplett gestohlen. Der Schiedsrichter hatte viele Probleme. Einige seiner Entscheidungen waren unglaublich. Ich weiß nicht, wie viele Fouls Atlético begangen hat, und er hat sie nicht geahndet“, sagte er.
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„Es ist menschlich, einen Fehler zu machen, aber dass es in einem anderen Spiel wieder passiert? Wir haben wirklich gut gespielt, aber dieses Duell wurde uns gestohlen. Es war hart, besonders wenn man sieht, dass wir dreimal so viel leisten mussten, um das Spiel zu gewinnen. Ich möchte wirklich verstehen, warum [der Schiedsrichter] solche Angst hat, dass Barça weiterkommt.“
Wie SportBible weiter berichtete, gestikulierte der brasilianische Nationalspieler nach dem Schlusspfiff auch in Richtung der Atlético-Fans und schien infrage zu stellen, wie weit die spanische Mannschaft noch kommen würde.
Mögliche disziplinarische Konsequenzen
Die UEFA könnte nun prüfen, ob Raphinhas Aussagen gegen ihre Disziplinarregeln verstoßen. Nach Artikel 11 können Spieler für Äußerungen oder Verhaltensweisen bestraft werden, die als beleidigend gelten oder dem Ansehen des Spiels schaden.
Ein ähnlicher Fall ereignete sich 2019, als Neymar nach der Niederlage von Paris Saint-Germain gegen Manchester United wegen Kritik an den Schiedsrichtern gesperrt wurde. Diese Sperre wurde später vom Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in der Berufung reduziert.
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Ob die UEFA tatsächlich Maßnahmen gegen Raphinha ergreifen wird, bleibt unklar, doch der Vorfall hat die Kontroverse um Barcelonas Ausscheiden weiter verstärkt.
Der FC Barcelona kehrt am 22. April in der Liga gegen Celta Vigo in den Spielbetrieb zurück.
Quellen: SportBible, UEFA-Disziplinarreglement
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