Toto Wolff

Toto Wolff trifft wichtige Entscheidung über einen möglichen Wechsel von Max Verstappen zu Mercedes

Die Zukunft von Max Verstappen sorgt weiter für Diskussionen – nun hat Toto Wolff mit einer wichtigen Entscheidung ein deutliches Signal gesetzt.

·

Read in:

Beim Großen Preis von Ungarn bestätigte Mercedes-Teamchef Toto Wolff, dass George Russell und Andrea Kimi Antonelli auch in der kommenden Saison das Fahrerduo des Teams bilden werden.

„Max ist nach wie vor der Maßstab unter den Fahrern. Aber wir stehen nicht mehr unter dem unmittelbaren Druck, einen Fahrer seines Kalibers verpflichten zu müssen“, sagte Wolff in Budapest.

Verstappen wurde am Sonntag Zweiter, 15 Sekunden hinter Rennsieger Lando Norris. Antonelli belegte Rang drei und baute damit seinen Vorsprung auf Lewis Hamilton in der Weltmeisterschaft auf 50 Punkte aus.

Die Ausstiegsklausel ist seit Wochen aktiv

Verstappens Vertrag bei Red Bull läuft noch bis Ende 2028. Eine Leistungsklausel ermöglicht ihm jedoch einen Wechsel zur Saison 2027, wenn er zur Sommerpause nicht unter den ersten beiden der Fahrerwertung liegt.

Lesen Sie auch: Elijah Bieniemy wegen Schuss auf Mutter angeklagt, Chiefs-Assistent Eric Bieniemy fehlt beim Training

Sein Ausfall beim Großen Preis von Großbritannien machte diese Bedingung bereits vor drei Wochen mathematisch unumgänglich. Der 28-Jährige liegt aktuell mit 109 Punkten auf Platz sechs der Gesamtwertung und hat bis Oktober Zeit, die Klausel offiziell zu ziehen.

Nicht das Gehalt war das Problem, sondern die Vertragslaufzeit

Die Gespräche mit Wolff waren offenbar deutlich weiter fortgeschritten, als beide Seiten öffentlich erkennen ließen. Das italienische Portal Motorsport.it berichtete laut GPFans, dass Verstappen bereit gewesen sei, ein Jahresgehalt von 50 Millionen Euro zu akzeptieren – deutlich weniger als die derzeitigen 62 Millionen Euro Grundgehalt bei Red Bull. Im Gegenzug wollte er jedoch einen Vertrag über drei Jahre.

Mercedes, das Russell und Antonelli bislang nur mit kurzfristigen Verträgen ausgestattet hat, lehnte diese Laufzeit ab.

Ganz geschlossen hat Wolff die Tür dennoch nicht.

Lesen Sie auch: Arsenal bereitet erstes offizielles Angebot für einen der besten Spieler der Welt vor

„Wir hätten grundsätzlich kein Problem damit, irgendwann beide im Team zu haben“, sagte er mit Blick auf Antonelli und Verstappen.

„Jetzt noch eine weitere Variable hineinzubringen, wäre aus meiner Sicht jedoch nicht der richtige Schritt für unsere langfristige Entwicklung.“

Piastris Antwort mit nur einem Wort verhindert weiter den naheliegenden Wechsel

Damit bleibt McLaren das einzige Topteam, das Verstappen theoretisch aufnehmen könnte – vorausgesetzt, der Rennstall hätte überhaupt Interesse daran.

Sowohl Lando Norris als auch Oscar Piastri stehen in Woking noch bis Ende 2028 unter Vertrag. Piastri hat zudem öffentlich klargestellt, dass er nicht wechseln möchte.

Lesen Sie auch: Messis Interview aus dem Dezember sorgt in Buenos Aires erneut für Schlagzeilen – ein Satz erklärt warum

Auf die direkte Frage, ob er auch 2027 für McLaren fahren werde, gab Piastri eine Antwort mit nur einem Wort:

„Ja.“

Anschließend ordnete er die Spekulationen gelassen ein.

„Offensichtlich hat Max im Moment vielleicht nicht das Gefühl, in der besten Situation zu sein, oder schaut sich nach Alternativen um. Dasselbe gab es schon im vergangenen Jahr mit Mercedes. Das ist also nichts Neues.“

Lesen Sie auch: Trumps Iran-Konflikt zwingt Formel 1 zu historischem Malaysia-Notfallplan

McLaren-CEO Zak Brown und Teamchef Andrea Stella haben ihre beiden Fahrer öffentlich unterstützt. Piastri betonte zudem, dass sie ihm ihre Rückendeckung auch persönlich zugesichert hätten.

„Zak und Andrea sind damit großartig umgegangen. Sie haben mir jederzeit das Gefühl gegeben, dass ich mir keine Sorgen machen muss.“

Red Bull setzt auf einen Verbleib

Bei Red Bull scheint niemand damit zu rechnen, Verstappen zu verlieren. Geschäftsführer Oliver Mintzlaff soll überzeugt sein, dass der Weltmeister keine realistische Alternative hat – ein Argument, das noch mehr Gewicht bekommt, falls McLaren an seinem aktuellen Fahrerduo festhält.

Ferrari kommt ebenfalls kaum infrage. Wie GPblog berichtet, sind Charles Leclerc und Lewis Hamilton dort bis Ende 2027 vertraglich gebunden.

Lesen Sie auch: Wolff rastet nach F1-Panne aus und nennt rivalisierende Ingenieure „Teletubbies“

Die Formel 1 verabschiedet sich nun in die dreiwöchige Sommerpause, bevor am 23. August der Große Preis der Niederlande in Zandvoort stattfindet. Ausgerechnet Verstappens Heimrennen könnte zur Bühne für neue Spekulationen werden – obwohl der Niederländer selbst weiterhin kein Wort über seine Zukunft verloren hat.

Related Stories