Tyler Morton ahnte früh, was Liam Rosenior auszeichnet
Morton erkannte Rosenior schon bei Hull als starken Trainer
Wie James Findlater bei Liverpool.com schrieb, hatte Morton schon während seiner Zeit bei Hull sehr positiv über Rosenior gesprochen. Der frühere Liverpool, Nachwuchsspieler lobte vor allem den Spielstil, die klare Linie im Ballbesitz und den Umgang des Trainers mit ihm und seiner Familie. Morton sagte damals, Hull sei für ihn wegen der Art zu spielen die perfekte Umgebung gewesen, um sich weiterzuentwickeln, und Rosenior sei dabei ein wichtiger Faktor gewesen.
Diese Aussagen bekommen jetzt neues Gewicht. Rosenior hatte sich in Hull mit einem mutigen, kontrollierten Stil einen Namen gemacht. Er wollte von hinten heraus spielen lassen, auch unter Druck Ruhe behalten und junge Spieler mit Verantwortung ausstatten. Genau dieses Profil half ihm später beim Wechsel nach Straßburg und schließlich beim Sprung zu Chelsea.
Fünf Niederlagen in Serie nahmen Chelsea jede Geduld
Laut dem AP, Bericht, den 2 News veröffentlichte, verlor Chelsea zuletzt fünf Premier, League, Spiele in Folge, ohne dabei auch nur ein Tor zu erzielen. Die 0-3, Niederlage in Brighton war am Ende das Spiel, nach dem der Klub handelte. Dazu kam, dass Chelsea auf Rang sieben abrutschte und sieben Punkte Rückstand auf die Champions, League, Plätze hatte.
Mit diesen Zahlen wurde der Druck zu groß. Rosenior war erst im Januar gekommen und hatte anfangs noch für neuen Schwung gesorgt. Der Einbruch fiel dann aber so deutlich aus, dass der Klub nicht mehr bis zum Saisonende warten wollte. Aus einer mutigen Personalentscheidung wurde innerhalb weniger Wochen ein Krisenfall.
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Rosenior selbst fand nach Brighton klare Worte
Nach der Niederlage erklärte Rosenior, die Leistung sei inakzeptabel gewesen. Wie Chelsea auf der Klubwebsite zitierte, sprach er offen davon, dass er, sein Trainerteam und die Mannschaft sofort reagieren müssten. Es war keine beschönigende Analyse, sondern die eines Trainers, der wusste, wie ernst die Lage geworden war.
Auch von außen war längst zu sehen, dass Chelsea die Kontrolle verloren hatte. In dem BBC, Bericht zur Trennung wird deutlich, wie schnell sich die Stimmung nach dem Brighton, Spiel zuspitzte. Die Ergebnisse waren schlecht, die Offensivprobleme offensichtlich, und der Zeitpunkt machte die Lage noch heikler, weil Chelsea sportlich kaum noch Spielraum hatte.
Jetzt muss Chelsea retten, was von der Saison übrig ist
Calum McFarlane übernimmt nun interimsmäßig bis zum Saisonende, doch die Ausgangslage ist unerquicklich. Chelsea braucht in den letzten Spielen dringend Ergebnisse, um im Rennen um Europa überhaupt noch eine realistische Chance zu haben. Gleichzeitig bleibt der Eindruck, dass dieser Kader unter Rosenior nie dauerhaft in Balance kam.
Für Rosenior ist das bitter, weil sein Ruf nicht nur auf Ergebnissen, sondern auch auf seiner Arbeit mit Spielern aufgebaut wurde. Mortons Lob wirkte nie übertrieben. Es zeigt eher, dass Rosenior durchaus Qualitäten hat, die Spieler schätzen. Bei Chelsea reichten gute Ansätze und ein überzeugender Ruf jedoch nicht aus, weil die Resultate zu schnell gegen ihn liefen.
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