Yu Zidi at Asian Games

US-Olympiasieger reagiert auf Rekordserie der 13-jährigen Yu Zidi bei Asienspielen

Die 13-jährige Chinesin gewann dreimal Gold bei den Asienspielen. Über 200 Meter Lagen fehlten nur 0,40 Sekunden auf Summer McIntoshs Weltrekord.

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Rowdy Gaines begann erst mit 17 Jahren, Wettkämpfe im Schwimmen zu bestreiten. Bei den Asienspielen 2026 gewann Chinas Yu Zidi mit 13 Jahren drei Einzeltitel, während der Japaner Shin Ohashi mit 17 einen Weltrekord aufstellte. Dieser Altersvergleich brachte den dreifachen US-Olympiasieger zum Staunen. „13 und 17. Wo soll das noch hinführen? Ich habe mit 17 noch nicht einmal mit dem Schwimmen angefangen“, schrieb er am 24. September auf X, wie EssentiallySports berichtete. Gaines bezog sich auf beide Jugendlichen, nicht nur auf ein Rennen.

Drei Goldmedaillen und ein Junioren-Weltrekord

Yus auffälligste Leistung gelang über 200 Meter Lagen. Sie gewann in 2:06,10 Minuten und schwamm damit einen Junioren-Weltrekord sowie die zweitschnellste Zeit der Geschichte, so die Bilanz des Schwimm-Weltverbands World Aquatics. Nur Kanadas Summer McIntosh war mit ihrem Weltrekord von 2:05,70 Minuten schneller. Zwischen beiden Zeiten liegen gerade einmal 0,40 Sekunden.

Die 13-Jährige gewann außerdem die 200 Meter Schmetterling in 2:05,08 Minuten und die 400 Meter Lagen in 4:28,56 Minuten. Beide Zeiten waren Rekorde der Asienspiele. Yu gewann somit alle drei Einzelwettbewerbe, in denen sie in Japan antrat. Ihre Leistungen wecken Erwartungen an ein mögliches Duell mit McIntosh, doch für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles muss sich erst noch qualifiziert werden.

Der zweite Teenager in Gaines‘ Vergleich

Ohashi schwamm die 200 Meter Brust am 24. September in 2:04,83 Minuten. Als erster Mann blieb er auf dieser Strecke unter 2:05 Minuten und übertraf den bisherigen Weltrekord des Chinesen Qin Haiyang. Gaines‘ Kommentar verweist zugleich auf seinen eigenen Werdegang: Laut seinem Profil in der Hall of Fame von Team USA begann er den Sport mit 17 und gewann später drei Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles. Sein Weg an die Weltspitze war ein anderer als der von Yu und Ohashi.

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Hohe Erwartungen vor Los Angeles

Yu selbst wehrt sich gegen das Etikett Wunderkind. In Aussagen, die World Aquatics veröffentlichte, sagte sie, sie sehe sich nicht als Genie, sondern führe ihre Erfolge auf tägliche Arbeit zurück. Bis Los Angeles sind es noch zwei Jahre; aus den Siegen bei den Asienspielen lässt sich der Ausgang eines möglichen olympischen Rennens gegen McIntosh nicht ableiten.

Die frühere Freiwasser-Weltmeisterin Leonie Beck sagte der Deutschen Welle, dass frühe Erfolge Druck durch Erwachsene und Medien erzeugen könnten und junge Sportler Unterstützung jenseits ihrer Resultate brauchten. Yu gehört bereits zu den schnellsten Schwimmerinnen der Geschichte. Wie sie und ihre Konkurrentinnen sich weiterentwickeln, wird für 2028 entscheidend sein.

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