Usain Bolt, der legendäre jamaikanische Sprinter und wohl das bekannteste Gesicht in der Geschichte der Leichtathletik, hat kühn seinen Anspruch als größter Olympionike aller Zeiten bekräftigt und sich damit über die amerikanische Schwimm-Ikone Michael Phelps gestellt. Die Erklärung, die nach den Olympischen Spielen 2016 in Rio abgegeben wurde, entfacht eine langjährige Debatte unter Sportbegeisterten neu darüber, wie man beispiellose Erfolge in verschiedenen Disziplinen vergleichen kann.
Bolts Sprint-Dominanz und Goldmedaillen-Bilanz
Bolts olympische Karriere erstreckte sich über drei Spiele, wo er die Sprintdisziplinen konstant dominierte. Er sicherte sich bemerkenswerte acht Goldmedaillen und schrieb sich als einziger Mann in die Geschichtsbücher ein, der die Titel über 100 m und 200 m bei drei aufeinanderfolgenden Olympischen Spielen gewann:
- Peking 2008: Gold über 100 m und 200 m.
- London 2012: Gold über 100 m, 200 m und in der 4×100-m-Staffel mit dem jamaikanischen Team.
- Rio 2016: Gold über 100 m, 200 m und in der 4×100-m-Staffel.
Jenseits seiner olympischen Triumphe bleibt Bolt Weltrekordhalter sowohl im 100-m- als auch im 200-m-Sprint, mit Zeiten von 9,58 Sekunden bzw. 19,19 Sekunden, aufgestellt bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2009 in Berlin. Diese Rekorde untermauern seinen Anspruch, der „schnellste Mann auf dem Planeten“ zu sein.
In der Dan Patrick Show nach seinem letzten olympischen Auftritt in Rio sprach Bolt über sein Selbstvertrauen und den Antrieb hinter seinen Erfolgen. „Ich müsste mich selbst wählen, ganz klar. Es ist einfach harte Arbeit und Hingabe. Es war das, was ich wollte (der schnellste Mann auf dem Planeten zu sein), also wusste ich, wenn ich es wollte, musste ich dafür arbeiten. Ich habe ein großartiges Team um mich herum, einen großartigen Trainer, der mir hilft, konzentriert zu bleiben, und ich arbeite einfach auf das hin, was ich will. Ich bleibe einfach immer an der Spitze. Als ich anfing, war ich schnell, aber ich glaube, als ich etwa 15 oder 16 war, habe ich wirklich erkannt, dass ich ein großes Talent hatte“, sagte Bolt, wie von GiveMeSport berichtet. Er zog sich 2017 nach den Weltmeisterschaften in London aus der Leichtathletik zurück.
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Phelps‘ beispiellose Medaillenausbeute
Während Bolts Einfluss auf seinen Sport unbestreitbar ist, stellt Michael Phelps‘ olympische Medaillenbilanz ein gewichtiges Gegenargument in der GOAT-Diskussion dar. Phelps nahm an fünf verschiedenen Olympischen Spielen teil, gab sein Debüt bereits mit 15 Jahren in Sydney 2000 und setzte seine Karriere über Athen 2004, Peking 2008, London 2012 und Rio 2016 fort.
Der amerikanische Schwimmer sammelte insgesamt erstaunliche 28 olympische Medaillen, darunter beispiellose 23 Goldmedaillen. Bei seinem letzten Auftritt in Rio 2016 fügte Phelps seiner Sammlung fünf Goldmedaillen und eine Silbermedaille hinzu. Laut der Wikipedia-Liste der mehrfachen olympischen Goldmedaillengewinner führt Phelps die ewige Bestenliste an, eine Position, die Bolts 17. Platz auf derselben Liste in den Schatten stellt.
Die Debatte zwischen Bolt und Phelps verdeutlicht die Herausforderung, Athleten aus grundverschiedenen Sportarten zu vergleichen. Während Bolt in Disziplinen dominierte, die in bloßen Sekunden gemessen werden, ermöglichte Phelps‘ Schwimmkarriere die Teilnahme an zahlreichen Wettbewerben pro Spiele, was zu einer deutlich höheren Medaillenausbeute führte. Beide Athleten haben jedoch unbestreitbar ihre jeweiligen Sportarten transzendiert, um zu globalen Ikonen zu werden.
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