Während die Premier League für eine verlängerte dreiwöchige Länderspielpause pausiert, liegt eine bekannte Anspannung über mehreren Trainerbänken. Für angeschlagene Trainer stellt diese ungewöhnlich lange Unterbrechung sowohl eine Atempause als auch eine Phase erhöhter Prüfung dar, nur wenige Wochen nach Beginn der neuen Saison.
Die aktuelle Lage, Stand 20. September 2026, zeigt bereits die brutale Natur des Geschäfts, da drei Trainer in den unteren Ligen ihre Posten verloren haben: Paul Heckingbottom bei Preston North End, Michael Duff bei Wycombe Wanderers und Luke Williams bei Peterborough. Während Premier-League-Vereine in der Anfangsphase typischerweise mehr Geduld zeigen, spüren mehrere Trainer der höchsten Spielklasse den Druck.
Arbeloas schwieriger Start bei Fulham
Alvaro Arbeloa, im Sommer 2026 zum Trainer von Fulham ernannt, steht sofort unter Druck. Seine Amtszeit begann mit null Siegen und drei Niederlagen in seinen ersten vier Premier-League-Spielen, ein starker Kontrast zu seiner 28-Spiele-Amtszeit als Trainer von Real Madrid in der zweiten Hälfte der Saison 2025/26, wie von Nizaar Kinsella von BBC Sport berichtet.
Weiter nördlich durchlebt auch Michael Carricks Manchester United eine schwierige Phase. Ihre jüngste 3:2-Niederlage im EFL Cup gegen Brighton am Mittwoch war besonders ärgerlich, markierte sie doch das erste Mal seit 1976, dass United zu Hause mit zwei Toren Vorsprung führte und noch verlor. Ihre einzigen Siege in dieser Saison gelangen gegen Ipswich Town und Sabah. Trotz des zunehmenden Drucks wies Carrick die Vermutung zurück, dass eine bevorstehende Reise nach Fulham über seine Zukunft entscheiden würde, und nannte die Vorstellung „lächerlich“, so Simon Stone von BBC Sport.
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Historische Trends und Expertenmeinung
Historisch gesehen war die Länderspielpause im September selten ein Auslöser für Entlassungen in der Premier League. Im letzten Jahrzehnt wurden in diesem Zeitraum nur Javi Gracia (Watford, 2019) und Nuno Espirito Santo (Nottingham Forest, 2025) ersetzt. In der Oktoberpause schieden Francesco Guidolin (Swansea, 2016) und Xisco Munoz (Watford, 2021) aus. Trainerwechsel werden in der Länderspielpause im November deutlich häufiger, wobei in den letzten 10 Jahren sechs Trainer ersetzt wurden. Insgesamt hatten neun Trainer ihren Job verloren, bis die zweite Länderspielpause in den letzten 10 Spielzeiten stattfand.
Der ehemalige Trainer von Stoke, West Brom und Middlesbrough, Tony Pulis, äußerte seine Meinung zum Zeitpunkt solcher Pausen. „Egal ob dein Team gewinnt oder verliert, in beiden Fällen ist es ein Albtraum“, erklärte Pulis. „Wenn du gewinnst, willst du weiterspielen, und wenn du als Trainer schlecht gestartet bist, willst du mehr Zeit, um es in Ordnung zu bringen. Spieler, die reisen, und die Verletzungsgefahr zu einem so frühen Zeitpunkt der Saison sind meiner Meinung nach völlig verrückt.“ Pulis, im Gespräch mit Dale Johnson von BBC Sport, fügte hinzu: „Ich sehe diese Septemberpause nicht als Warnsignal, es ist zu früh in der Saison, aber von da an spielen die von mir genannten Termine wirklich eine Rolle.“
Auch andere Premier-League-Trainer stehen unter Beobachtung. Roberto de Zerbis Tottenham hat in dieser Saison aus fünf Spielen keinen Sieg geholt, obwohl im Sommer rund 300 Millionen Pfund für neue Talente ausgegeben wurden, wie Sami Mokbel von BBC Sport berichtet. Crystal Palace-Trainer Pierre Sage hat bisher nur einen Ligasieg erzielt, obwohl sein Team am Donnerstag in der Europa League einen überzeugenden 4:0-Sieg gegen Lech Posen errang, ebenfalls von Mokbel vermerkt.
In der Championship findet Nicky Hayen, der Genk verließ, um Burnley zu trainieren, sein Team in den ersten acht Spielen sieglos und am Tabellenende wieder, nachdem ein Ausgleichstreffer von Derby in der Nachspielzeit zu einem 1:1-Unentschieden führte. Burnley war als dritter Aufstiegsfavorit in die Saison gestartet, hinter West Ham und Wolves. Alessio Dionisi, Watfords 27. fester Trainer in knapp 18 Jahren, hat in seinen ersten acht Ligaspielen nur zwei Siege erzielt, wodurch der Verein auf dem 19. Platz liegt, drei Punkte über der Abstiegszone.
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Diese verlängerte Länderspielpause wird die Entschlossenheit der Vereinsvorstände auf die Probe stellen, indem sie entscheidet, ob die traditionelle Geduld bei Schwierigkeiten zu Saisonbeginn Bestand haben wird, oder ob die zusätzliche Zeit eine schnellere, entscheidende Veränderung ermöglicht.
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