Die Weltmeisterschaft in Schweden endete mit einer Lektion darüber, wie schnell Spitzenmannschaften Zögern bestrafen.
Frankreich besiegte Schweden im Achtelfinale im MetLife Stadium in New Jersey mit 3:0, wobei Kylian Mbappé zwei Tore erzielte und Bradley Barcola ebenfalls traf.
Nach dem Spiel drehte sich die Diskussion in Schweden jedoch schnell um das erste Tor.
Nicht, weil Mbappé den Abschluss brillant gemeistert hat, sondern weil Zlatan Ibrahimovic der Meinung war, dass Alexander Isak mehr hätte tun müssen, um ihn daran zu hindern.
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Zlatan verweist auf Isak
Laut Aftonbladet kritisierte Ibrahimovic Isaks Abwehrleistung während der Übertragung des Spiels durch FOX Sports.
„Isak hätte Mbappé decken sollen“, sagte Ibrahimovic.
Die Situation entstand nach einer schnell ausgeführten französischen Ecke.
Mbappé lief in einer Kurve vom Strafraum weg, nahm den Ball an und setzte dann zum Angriff auf Viktor Gyökeres an. Der schwedische Stürmer, der eine defensive Rolle übernehmen musste, konnte ihn nicht aufhalten. Mbappé zog nach innen und schoss den Ball in die lange Ecke.
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Das war ein geschickter Schachzug der Franzosen, der aber auch die mangelnde Reaktionsfähigkeit der Schweden offenlegte.
Isak stand direkt außerhalb des Strafraums und deutete auf seine Mitspieler, während Mbappé sich bewegte. Zlatans Argument war einfach: Das Deuten allein reichte nicht aus.
Isak nahm die Kritik an
Isak wies die Kritik danach nicht zurück.
In einer Stellungnahme gegenüber dem „Aftonbladet“ nach dem Spiel räumte der Stürmer von Liverpool ein, dass er möglicherweise zu langsam reagiert habe.
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„Auf jeden Fall, das ist durchaus möglich. Manchmal ist es schwierig, genau zu wissen, was man mit diesen Spielern machen soll“, sagte Isak.
„Bei den Eckbällen war ich der Spieler, der den zweiten Ball außerhalb des Strafraums abgefängt hat, während die anderen Spieler dort standen. Aber die französischen Spieler sind in ihren Rollen sehr frei und überall auf dem Platz zu finden. Vielleicht hätte ich besser reagieren sollen.“
Das war eine ehrliche Antwort.
Isak versuchte nicht, sich hinter Taktiken zu verstecken oder jemand anderem die Schuld zu geben. Er räumte ein, dass die Aktion Frankreichs für Verwirrung gesorgt hatte, gab aber auch zu, dass er in dieser Situation besser hätte reagieren können.
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Frankreich hat die schwedischen Stürmer ins Visier genommen
Das Tor sagte auch etwas über die Vorbereitung Frankreichs aus.
Thierry Henry, der während des Turniers als Kommentator für FOX Sports tätig ist, ging insbesondere darauf ein, wie Frankreich die schwedischen Offensivspieler in defensive Situationen gedrängt hat.
„Wie hätte Gyökeres Mbappé vor dem Tor stoppen sollen? Frankreich zieht den Spieler an, der am kurzen Pfosten steht und nicht abwehren kann“, sagte Henry laut Aftonbladet.
Das war der kluge Schachzug.
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Frankreich hat sich nicht nur auf die individuellen Qualitäten verlassen. Sie haben eine Situation geschaffen, in der die schwedischen Stürmer gegen einige der besten Stürmer der Welt verteidigen mussten.
Für Schweden war es ein gefährliches und ungleiches Duell.
Für Frankreich war es genau die Art von kleinem taktischem Vorteil, der in K.o.-Spielen den Ausschlag gibt.
Gyökeres sah das gleiche Problem
Viktor Gyökeres räumte ebenfalls ein, dass Schweden viel zu langsam reagiert habe.
„Sie spielen einen kurzen Eckball. Das wussten wir. Wir sind da draußen nicht schnell genug. Dann schneidet er schnell nach innen und legt den Ball ans zweite Torpfosten. Das hat Mbappé gut gemacht“, sagte Gyökeres gegenüber dem Aftonbladet.
Dieses Zitat ist wichtig, weil es jeglichen Eindruck widerlegt, dass Schweden von der kurzen Ecke an sich überrascht wurde.
Sie wussten, dass Frankreich dazu in der Lage sein könnte.
Sie haben ihn noch nicht daran gehindert.
Das wird in Schweden mehr wehtun als die Qualität des Abschlusses. Mbappés Ausführung war hervorragend, aber diese Situation hätte sich niemals so leicht entwickeln dürfen.
Frankreich hat sich sehr deutlich geäußert
Laut NBC Sports besiegte Frankreich Schweden in East Rutherford mit 3:0 und schien einer der größten Favoriten auf den Turniersieg zu sein.
In demselben Bericht wurde Michael Olise als einer der Stars des Spiels beschrieben, wobei angemerkt wurde, dass der französische Angriff Schweden wiederholt in Schwierigkeiten brachte.
Das wurde während des gesamten Spiels deutlich.
Mbappé erzielte kurz vor der Halbzeitpause das erste Tor, Barcola erhöhte nach der Pause auf 2:0, und Mbappé erzielte später nach einem weiteren präzisen Pass von Olise seinen zweiten Treffer.
Schweden hatte mit Isak und Gyökeres seine eigenen Stürmer, konnte diese Gefahr jedoch nie in Spielkontrolle umsetzen.
Eine schwere Zeit für Schweden
Zlatans Kritik war hart, aber nicht ungerechtfertigt.
Isak ist kein Verteidiger, und Schweden hatte seine Offensivspieler dazu aufgefordert, die gefährlichsten Aktionen der Franzosen bei Standardsituationen abzuwehren. Das ist nicht einfach.
Aber im K.o.-Fußball entscheiden solche Details über den Ausgang eines Spiels.
Isak gab die Vorlage. Mbappé sprintete los. Frankreich erzielte ein Tor.
Für Schweden war dieser Moment der Anfang vom Ende.
Für Frankreich war dies ein weiteres Zeichen dafür, dass diese Mannschaft nicht viele Chancen braucht, um einen Gegner zu bestrafen.



