José_Bordalás_2019

Trainerwechsel bei Getafe aufgrund finanzieller Schwierigkeiten

Getafes Erfolgstrainer José Bordalás verlässt den Klub wegen finanzieller Probleme; Fabio Celestini und Veljko Paunovic sind Top-Kandidaten für die Nachfolge.

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José Bordalás, weithin als der erfolgreichste Trainer in der Geschichte des Getafe CF angesehen, wird den Verein am 30. Juni verlassen, wenn sein Vertrag ausläuft. Sein Abschied resultiert aus der seit langem prekären finanziellen Lage des spanischen Klubs und anhaltenden Problemen mit der Gehaltsobergrenze, die ein unhaltbares Umfeld für den erfahrenen Trainer geschaffen haben.

Bordalás war im vergangenen Sommer eine Vertragsverlängerung bis 2028 angeboten worden, die er jedoch letztendlich ablehnte, da der Verein nicht in der Lage war, die notwendigen Ressourcen bereitzustellen.

Die finanziellen Zwänge haben die Kaderplanung stark beeinträchtigt, wobei Bordalás das Fehlen von Mindestanforderungen, insbesondere im Angriff, beklagte.

Im vergangenen Sommer war Getafe gezwungen, sechs Neuzugänge am letzten Tag des Transferfensters zu registrieren, nachdem zuvor sechs Kaderplätze aufgrund von Problemen mit der Gehaltsobergrenze unbesetzt geblieben waren. „Wir brauchen dringend Neuzugänge“, erklärte Bordalás während der gesamten Saison auf Pressekonferenzen, was seine Frustration widerspiegelte.

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Die professionelle Beziehung zwischen Bordalás und Präsident Ángel Torres soll sich aufgrund dieser wirtschaftlichen Herausforderungen verschlechtert haben, trotz einer starken persönlichen Bindung.

Nach seinem Abgang wurde Bordalás, der kürzlich seine Berateragentur zu YouFirst wechselte, bereits mit anderen Vereinen in Verbindung gebracht, darunter in diesem Jahr Crystal Palace.

Die Suche nach einem Nachfolger: Celestini und Paunovic rücken in den Fokus

Während Bordalás sich auf seinen Abschied vorbereitet, soll Getafe zwei Hauptkandidaten für die Übernahme des Ruders identifiziert haben, die beide enge Verbindungen zum Verein haben. Die erste Option ist Fabio Celestini, der derzeit ZSKA Moskau trainiert und dort bis Juni 2027 unter Vertrag steht.

Celestini ist kein Unbekannter in Getafe, da er zwischen 2005 und 2010 für den Verein spielte, in einer erfolgreichen Zeit, in der sie zwei Copa del Rey-Finals erreichten und in Europa antraten. Diese emotionale Verbindung ist offensichtlich, denn Celestini sagte gegenüber Radio MARCA bezüglich der Möglichkeit, das Team zu trainieren: „Es ist mein Zuhause, ich habe Zuneigung dazu.“ Getafes Präsident, Ángel Torres, ist bekannt dafür, großes Vertrauen in Celestinis Fähigkeiten zu setzen.

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Es wurden bereits Kontakte zu dem Schweizer Trainer aufgenommen, und eine Einigung über die Auflösung seines Vertrags mit ZSKA Moskau, wo das Team derzeit den sechsten Platz in der russischen Liga belegt, soll Berichten zufolge ausstehen.

Der alternative Kandidat ist Veljko Paunovic, der aktuelle Trainer der serbischen Nationalmannschaft. Paunovics Vertrag mit dem serbischen Verband enthält eine einzigartige Klausel, die es ihm erlaubt, zu einem Verein mit emotionalen Bindungen zu wechseln.

Seine Verbindung zu Getafe besteht durch seinen Sohn Petar, der in den Jugendmannschaften des Vereins spielt. Präsident Torres ist ebenfalls ein bekannter Bewunderer von Paunovic, der Berichten zufolge in seinen engsten Kreisen geäußert haben soll: „Wenn ich bei Getafe bleibe, wird er eines Tages die Mannschaft trainieren.“

Getafe steht vor einem entscheidenden Sommer, da der Verein einen Trainerwechsel vollzieht, der von finanziellen Realitäten bestimmt wird, und sucht einen Anführer, der sowohl die Grenzen des Vereins versteht als auch dessen Zukunft inspirieren kann.

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Quellen: www.marca.com

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