Thomas Tuchel

„Wahnsinn“ – Tuchel wird wegen der Nichtberücksichtigung englischer Spieler bei der WM heftig kritisiert

Thomas Tuchels umstrittener WM-Kader für England löst Empörung aus, besonders in Deutschland, wo seine Entscheidungen als „Wahnsinn“ bezeichnet werden.

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Thomas Tuchel, Trainer der englischen Fußballnationalmannschaft, hat nach der Bekanntgabe seines 26-köpfigen Kaders für die Weltmeisterschaft 2026 einen Sturm der Kritik ausgelöst. Während England als einer der Favoriten in das Turnier in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko geht, stießen Tuchels Nominierungen auf Empörung, insbesondere in der deutschen Presse, die seine Entscheidungen als „Wahnsinn“ bezeichnete.

Prominente Nicht-Nominierungen sorgen für Empörung

Die größten Diskussionen drehen sich um mehrere prominente Spieler, die es nicht in den Kader geschafft haben. Zu den bemerkenswerten Nicht-Nominierungen gehören:

  • Cole Palmer (Chelsea)
  • Phil Foden (Manchester City)
  • Trent Alexander-Arnold (Real Madrid)
  • Luke Shaw (Manchester United)
  • Harry Maguire (Manchester United)
  • Morgan Gibbs-White (Nottingham Forest)
  • Adam Wharton (Crystal Palace)

Die Entscheidung, etablierte Stars und aufstrebende Talente außen vor zu lassen, hat die Fußballwelt erschüttert. Harry Maguire, ein erfahrener Verteidiger, gab zu, „schockiert“ und „zutiefst enttäuscht“ über seine Nicht-Berücksichtigung zu sein.

Tuchel verteidigte jedoch seine Auswahl und betonte den Fokus auf den Teamzusammenhalt statt auf individuelle Brillanz. „Ich denke, vom ersten Tag an war uns klar, dass wir versuchen, das bestmögliche Team auszuwählen und aufzubauen, was nicht unbedingt bedeutet, die 26 talentiertesten Spieler auszuwählen und zu versammeln“, erklärte Tuchel nach der Kaderbekanntgabe. „Teams gewinnen Meisterschaften, so einfach ist das. Was wir im Sommer erreichen wollen, kann nur als Team erreicht werden. Vor diesem Hintergrund haben wir einen sehr ausgewogenen Kader gewählt. Ich kann jedem Fan im Land versichern, dass wir 26 zu 100 % engagierte Spieler im Trainingslager haben, die ihre Rolle kennen, bereit sind, ihre Rolle auf und neben dem Platz anzunehmen und bereit und engagiert sind für die Idee des Teamgeistes und der Selbstlosigkeit.“

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Ein riskantes Spiel für England

Trotz Tuchels Begründung hat die deutsche Presse seine Entscheidungen unmissverständlich verurteilt. Laut der Daily Mail ist die deutsche Presse „eindeutig anderer Meinung“ bezüglich des Ansatzes des englischen Trainers. Henning Feindt, Sportchef der deutschen Zeitung BILD, lieferte eine vernichtende Einschätzung und hob die wahrgenommene Absurdität der Nicht-Nominierungen hervor.

„Tuchel hat sich entschieden, Ausnahmespieler wie Cole Palmer, Phil Foden und Trent Alexander-Arnold wegzulassen. Drei der zehn wertvollsten Spieler – RAUS. Das wäre, als würde (Bundestrainer Julian) Nagelsmann (Florian) Wirtz und (Joshua) Kimmich zusätzlich zum formschwachen (Jamal) Musiala aus dem Team streichen. Kurz gesagt: Wahnsinn – aber auch unglaublich spannend“, kommentierte Feindt. Er deutete zudem an, dass Tuchels Job auf dem Spiel stünde, sollte England die Trophäe nicht gewinnen, eine Leistung, die die Nation seit 1966 nicht mehr erreicht hat.

Englands WM-Kampagne beginnt am 17. Juni gegen Kroatien, gefolgt von Gruppenspielen gegen Ghana am 23. Juni und Panama am 27. Juni. Das Turnier gipfelt im Finale, das für den 19. Juli in New Jersey angesetzt ist. Angesichts solch hoher Erwartungen und einer historischen Chance am Horizont hat Tuchels umstrittene Kaderauswahl zweifellos ein immenses Schlaglicht auf seine Führung und Englands Aussichten geworfen.

Quellen: Daily Mail, BILD

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