wimbledon ball boy

Die schockierende Wahrheit hinter der Rolle als Wimbledon-Balljunge oder -Ballmädchen

Die Rolle als Wimbledon-Balljunge oder -Ballmädchen erfordert einen strengen Auswahlprozess, intensives Training und hohe Konzentration für eine einzigartige…

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Während Wimbledon 2026 sich darauf vorbereitet, von Montag, dem 29. Juni, bis Sonntag, dem 12. Juli, fast 700 Matches auf 18 Plätzen auszurichten, wird der Fokus unweigerlich auf die weltbesten Tennisspieler fallen. Doch hinter den Kulissen spielt ein hoch engagiertes und streng ausgebildetes Team von Balljungen und -mädchen eine entscheidende, oft unbesungene Rolle bei der Aufrechterhaltung des reibungslosen Ablaufs des Turniers.

Ein strenger Auswahl- und Trainingsprozess

Jedes Jahr erhält der All England Club etwa 1.400 Bewerbungen für die rund 280 Positionen als Balljunge oder -mädchen. Die Mehrheit der Ausgewählten ist zwischen 14 und 17 Jahre alt, wobei etwa 180 Schüler der neunten und zehnten Klasse von örtlichen Schulen sind. Die restlichen 100 Plätze werden von denen besetzt, die bei früheren Turnieren hervorragende Leistungen erbracht haben und erneut eingeladen werden.

Der Weg zu den heiligen Rasenplätzen beginnt früh, mit Trainingseinheiten, die bereits im Februar, vier Monate vor dem Turnier, beginnen. Diese wöchentlichen Sitzungen finden zunächst im Trainingszentrum des All England Clubs in Raynes Park, London, statt. Die Rekruten durchlaufen ein umfassendes Programm, das Folgendes umfasst:

  • Schnelligkeitsübungen
  • Platzübungen
  • Schriftliche Tests zu den Tennisregeln

Etwa einen Monat vor dem Eröffnungsspiel verlagert sich das Training auf das ikonische Wimbledon-Gelände, wo die Anwärter in ihren vollständigen Ralph Lauren-Uniformen auf genau den Plätzen üben, auf denen sie arbeiten möchten.

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Die unsichtbaren Anforderungen auf dem Platz

Die Rolle erfordert mehr als nur Agilität und einen schnellen Arm. Der ehemalige Wimbledon-Balljunge Alex Crockford, der 2005 und 2006 diente, betonte die erforderliche intensive körperliche und geistige Stärke. Crockford, dessen Schule, Sunbury Manor, durch die Verbindung eines Lehrers Zugang zum Programm erhielt, erinnerte sich an die anspruchsvolle Natur der Vorbereitung. „Das Training war intensiv und sehr körperlich“, erzählte Crockford dem Daily Express. „Wir übten, wie man den Ball perfekt zu den Spielern wirft und wie man lange Zeit stillsteht.“

Einmal auf dem Platz, intensivieren sich die Herausforderungen. Balljungen und -mädchen müssen unerschütterliche Konzentration bewahren und jede Notwendigkeit der Spieler und Schiedsrichter antizipieren, oft über längere Zeiträume unter der Sonne. „Lange Zeit stillzustehen, besonders wenn es heiß ist, ist sehr herausfordernd“, fügte Crockford hinzu. „Man darf während eines Matches nicht sitzen, und man muss konzentriert und gefasst bleiben. Ich erinnere mich an einen sehr heißen Tag, an dem ich fast ohnmächtig wurde und schnell Wasser holen musste, um mich wieder zu stabilisieren.“ Die mentale Belastung ist ebenso bedeutsam und erfordert ständige Konzentration auf den Spielverlauf, einschließlich des komplexen Punktesystems und der Ballwechsel.

Mehr als nur eine Uniform

Obwohl die Rolle eines Wimbledon-Balljungen oder -Ballmädchens nicht mit einem Gehalt verbunden ist, erhalten die Teilnehmer etwa 200 Pfund zur Deckung der Ausgaben während der zwei Wochen. Zu den Vorteilen gehören kostenlose Mahlzeiten und Erfrischungen während des Dienstes sowie die begehrte Möglichkeit, ihre offizielle Ralph Lauren Wimbledon-Uniform zu behalten. Für viele ist die wahre Belohnung die unvergleichliche Erfahrung selbst. Crockford selbst schätzt die Erinnerung daran, Teil der Ehrengarde während des Finales 2006 gewesen zu sein und Roger Federers Sieg über Rafael Nadal miterlebt zu haben – ein Zeugnis der einzigartigen Möglichkeiten, die diese anspruchsvolle, aber prestigeträchtige Rolle bietet.

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