Piero Hincapiés Weltmeisterschaft endete mit Frustration, Kontroversen und einer Erinnerung daran, dass die neuesten Fußballregeln schwerwiegende Konsequenzen haben können.
Der ecuadorianische Verteidiger erhielt spät im Spiel gegen Mexiko nach einer VAR-Überprüfung eine direkte Rote Karte, wodurch Ecuador eine schmerzhafte K.o.-Niederlage mit zehn Mann beenden musste.
Laut TV 2 Dänemark wurde Hincapié von den VAR-Bildern dabei erwischt, wie er seine Hand vor dem Mund hatte, bevor der Schiedsrichter vom Monitor zurückkehrte und ihn vom Platz stellte.
Von den Kameras erwischt
Der Vorfall ereignete sich während eines angespannten WM-Spiels, in dem Ecuador bereits unter Druck stand.
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Hincapié, einer der wichtigsten Verteidiger des Teams, war in einen hitzigen Austausch verwickelt. Das entscheidende Detail war kein Tackling, kein Ellbogenschlag oder ein spätes Einsteigen, sondern die Art und Weise, wie er während der Konfrontation seinen Mund bedeckte.
Nach der VAR-Überprüfung entschied der Schiedsrichter, dass die Aktion schwerwiegend genug für eine direkte Rote Karte war.
Es war ein frappierendes Beispiel dafür, wie genau Spieler heutzutage beobachtet werden und wie Verhalten, das einst ungestraft geblieben wäre, nun die letzten Minuten eines wichtigen Spiels verändern kann.
Mexiko zieht weiter, Ecuador fährt heim
Für Ecuador trug der Platzverweis zu einem ohnehin schon schmerzhaften Abend bei.
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Wie The Guardian berichtete, besiegte Mexiko Ecuador im Estadio Azteca mit 2:0 und zog ins Achtelfinale der Weltmeisterschaft ein.
Dieses Ergebnis beendete Ecuadors Turnier, was bedeutet, dass Hincapiés Rote Karte zu einem der letzten Bilder ihrer Kampagne wurde.
Für Mexiko verlief der Abend ganz anders. Die Co-Gastgeber setzten ihren starken Lauf im Turnier fort und kamen ihrem Ziel, die lange Wartezeit auf einen tieferen WM-Durchbruch zu beenden, einen Schritt näher.
Eine neue Regel mit echten Konsequenzen
Die Rote Karte passt auch in eine breitere WM-Debatte.
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Laut Al Jazeera wurden im Turnier strengere Strafen für Spieler eingeführt, die bei Konfrontationen ihren Mund bedecken, wobei Rote Karten zu den möglichen Konsequenzen gehören.
Die Regel soll verhindern, dass Spieler bei hitzigen Auseinandersetzungen verbergen, was sie sagen. In der Praxis ist sie bereits zu einem der meistdiskutierten Disziplinarprobleme des Turniers geworden.
Für Hincapié war die Strafe sofort. Für Ecuador kam sie zu spät, um den Spielverlauf zu ändern, fügte ihrem Ausscheiden aber dennoch eine weitere Dramatik hinzu.
Ein bitteres Ende für Hincapié
Hincapié hat sich zu einem der führenden Verteidiger Ecuadors entwickelt und ist es gewohnt, auf höchstem Niveau unter Druck zu spielen.
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Doch dies war eine andere Art von Fehler. Es ging nicht darum, im Tempo geschlagen zu werden oder ein Tackling falsch einzuschätzen. Es ging um eine Geste, die der VAR klar genug sah, damit der Schiedsrichter handeln konnte.
Die Entscheidung wird mit ziemlicher Sicherheit diskutiert werden, insbesondere von denen, die glauben, dass die Strafe zu hart war. Doch unter der neuen Disziplinarlinie des Turniers war die Botschaft klar.
Bei dieser Weltmeisterschaft kann das Bedecken des Mundes im falschen Moment ausreichen, um den Abend zu beenden.
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