Julian Nagelsmann

Nagelsmann tobt über „absoluten Skandal“ nach Deutschlands WM-Aus

Deutschlands WM-Aus in der Runde der letzten 32 sorgt für Nagelsmanns Wutausbruch gegen den VAR nach einem umstrittenen, aberkannten Tor.

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Deutschlands WM-Kampagne endete mit einem schockierenden Ausscheiden in der Runde der letzten 32. Cheftrainer Julian Nagelsmann wetterte nach der Niederlage im Elfmeterschießen gegen Paraguay, bei der ein umstrittenes, aberkanntes Tor entscheidend war, wütend gegen den VAR.

Die viermaligen Weltmeister, die als einer der Turnierfavoriten galten, schieden nach einem 1:1-Unentschieden nach Verlängerung aus, wobei Paraguay im Elfmeterschießen letztlich mit 4:3 die Oberhand behielt. Der entscheidende strittige Moment ereignete sich in der Verlängerung, als Jonathan Tah scheinbar ein Führungstor für Deutschland erzielte, doch der VAR griff ein. Der Video-Schiedsrichterassistent entschied, dass Waldemar Anton im Vorfeld Paraguays Torhüter Orlando Gill gefoult hatte, was den Treffer annullierte und Nagelsmanns Zorn entfachte.

VAR-Entscheidung entfacht Nagelsmanns Wut

In einem hitzigen Interview nach dem Spiel, das er dem ZDF gab und von GOAL zitiert wurde, nahm Nagelsmann kein Blatt vor den Mund, was die Entscheidung betraf.

„Wir erzielen dann ein Tor, das ein Skandal ist, da der Schiedsrichter pfeift, um es abzuerkennen. Ich habe keine Ahnung, was er da gesehen hat. Das ist wirklich ein Witz“, erklärte Nagelsmann, dessen Frustration spürbar war. Seine Wut verstärkte sich nur, als ihm während des Interviews eine Wiederholung des Vorfalls gezeigt wurde.

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„Ich sehe es gerade wieder. Das ist nicht nur ein Skandal, das ist ein absoluter Skandal. Das ist nicht einmal annähernd ein Foulspiel“, fügte er hinzu und wies die Interpretation des Kontakts durch den Schiedsrichter vehement zurück.

Das frühe Ausscheiden erhöht den Druck auf Nagelsmann erheblich, dessen Mannschaft das Turnier mit einem souveränen 7:1-Sieg über Curaçao eröffnet hatte, was auf einen starken Turnierverlauf hoffen ließ. Doch ihre Leistung gegen Paraguay war alles andere als überzeugend, ein Punkt, den Nagelsmann selbst einräumte.

Über die VAR-Kontroverse hinaus äußerte der deutsche Trainer auch eine allgemeinere Unzufriedenheit mit dem taktischen Ansatz seiner Mannschaft während des Spiels. Als er wiederholt zu Deutschlands Niedergang und Mängeln befragt wurde, zeigte sich Nagelsmann sichtlich irritiert und beklagte einen Mangel an Dringlichkeit in ihrem Spiel.

„Ja, wie ich bereits sagte, war unser Aufbauspiel heute einfach zu langsam. Ja, ich habe es Ihnen gerade gesagt. Das Aufbauspiel war zu langsam. Das habe ich jetzt schon dreimal gesagt“, antwortete er und hob damit ein tieferes taktisches Problem hervor, das zu ihrer Unfähigkeit beitrug, Paraguay vor den dramatischen Ereignissen der Verlängerung zu knacken.

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Letztendlich bleibt das Ergebnis trotz Nagelsmanns leidenschaftlicher Proteste bestehen, markiert ein unerwartetes und vorzeitiges Ende von Deutschlands WM-Reise und hinterlässt viele Fragen, die der Trainer beantworten muss.

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