Pape Thiaw

„Es gab einen Vertrauensbruch“: Senegal entlässt Pape Thiaw

Der senegalesische Fußballverband hat Pape Thiaw nach dem WM-Aus entlassen, wobei ein Vertrauensbruch und Vertragsstreitigkeiten die Hauptgründe waren.

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Der senegalesische Fußballverband hat formelle Schritte eingeleitet, um Pape Thiaw als Nationaltrainer zu entlassen, nachdem die „Löwen der Teranga“ bei der Weltmeisterschaft 2026 ausgeschieden sind.

Laut der offiziellen Erklärung des Verbandes wurde die Entscheidung am Samstag, dem 11. Juli, bei einer Sitzung des Exekutivkomitees getroffen und am folgenden Tag bekannt gegeben. Der Prozess umfasst auch Thiaws gesamtes technisches Personal.

Die Pressekonferenz des Verbandes am Montag kündigte die Entlassung nicht an, wie ursprünglich berichtet. Sie wurde einberufen, um die Entscheidung zu erläutern und die zukünftige Ausrichtung der Nationalmannschaft zu besprechen.

Eine Zwei-Tore-Führung verschwindet in Seattle

Senegals WM-Kampagne war bereits vor der K.-o.-Phase ungleichmäßig verlaufen.

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Niederlagen gegen Frankreich und Norwegen setzten Thiaws Mannschaft stark unter Druck, obwohl ein 5:0-Sieg über den Irak die Qualifikation als einer der besten Drittplatzierten sicherte.

Senegal schien dann auf dem Weg ins Achtelfinale zu sein, nachdem Tore von Habib Diarra und Ismaïla Sarr ihnen eine 2:0-Führung über Belgien beschert hatten. Dieser Vorsprung blieb bis zur 86. Minute bestehen.

Romelu Lukaku verkürzte, bevor Youri Tielemans drei Minuten später ausglich und das Spiel in die Verlängerung zwang.

Der entscheidende Vorfall wurde von Sky Sports als kontrovers beschrieben. Eine siebenminütige VAR-Überprüfung führte dazu, dass Belgien ein Elfmeter für Lamine Camaras Foul an Tielemans zugesprochen wurde.

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Tielemans verwandelte in der 125. Minute und vollendete Belgiens 3:2-Comeback. Bei ITV stellte Gary Neville die Entscheidung infrage.

„Ich glaube wirklich nicht, dass das ein Elfmeter war“, sagte er.

Vertragsstreit legte tiefere Kluft offen

Die Art der Niederlage erhöhte den Druck auf Thiaw, doch die anschließende Erklärung des Verbandes machte deutlich, dass die WM-Ergebnisse nur ein Teil des Problems waren.

Auf der Pressekonferenz am Montag, über die FRANCE 24 English berichtete, skizzierte Verbandspräsident Abdoulaye Fall einen Vertrauensbruch in der Beziehung zwischen Thiaw und der Führung der Nationalmannschaft.

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Von AFP in der Times of Malta zitiert, sagte Fall:

„Es gab einen Vertrauensbruch zwischen Pape Thiaw und uns.“

Fall sagte, Thiaw habe vor dem Turnier versucht, sein Monatsgehalt von 20 Millionen CFA-Francs auf 50 Millionen zu erhöhen. Er behauptete auch, der Trainer habe gedroht, nicht in die Vereinigten Staaten zu reisen, falls seine vertragliche Situation nicht geklärt werde.

Laut Fall setzte sich der Streit während des Turniers fort, wobei Thiaw sich zunächst weigerte, seinen Platz auf der Bank für das Gruppenspiel gegen Norwegen einzunehmen, bis eine Einigung erzielt worden war.

Es gab jedoch eine andere Seite des Streits. Osasu Obayiuwana berichtete für The Guardian während der Weltmeisterschaft, dass Thiaw seit Februar keinen Arbeitsvertrag hatte und fünf Monate unbezahlten Lohn schuldete.

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Thiaw betonte damals, dass es bei der Meinungsverschiedenheit eher um Prinzipien und Respekt als um Geld ging. Die Episode spiegelte daher einen umfassenderen Governance-Streit wider, anstatt nur die Forderungen eines Trainers nach höherem Gehalt.

Senegal entscheidet sich für einen kompletten Neuanfang

Thiaw hatte im Dezember 2024 die dauerhafte Leitung übernommen, nachdem er nach dem Abgang von Aliou Cissé zunächst als Interimstrainer fungiert hatte.

Seine Amtszeit umfasste eine ungeschlagene WM-Qualifikationskampagne und eine weitere Teilnahme an den K.-o.-Runden. Senegal verlor jedoch letztendlich drei seiner vier Spiele beim Turnier, während die Streitigkeiten um Verträge, Prämien und Teammanagement ein zunehmend instabiles Umfeld schufen.

Der Verband erklärte, seine Entscheidung sei nach einer umfassenden Bewertung der sportlichen Ergebnisse und Zukunftsaussichten des Teams getroffen worden. Präsident Abdoulaye Fall wurde außerdem angewiesen, eine umfassendere Reorganisation der Nationalmannschaftsstruktur Senegals zu beaufsichtigen.

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In der Mitteilung des Verbandes wurde kein Nachfolger genannt. Vom nächsten Trainer wird erwartet, dass er vor dem Afrika-Cup 2027 Stabilität wiederherstellt und mit dem Aufbau für die Weltmeisterschaft 2030 beginnt.

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