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Argentinisches Fernsehen benennt ‚Argentinophobie‘-Schuldige nach WM-Finalniederlage

Argentinisches Fernsehen hat eine Liste von zehn Prominenten erstellt, die für die Förderung der ‚Argentinophobie‘ nach der WM-Finalniederlage verantwortlich…

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Argentiniens beeindruckender Weg ins Finale der Weltmeisterschaft 2026 gipfelte in einer herzzerreißenden 1:0-Niederlage nach Verlängerung gegen Spanien im New York New Jersey Stadium, doch die Nachwirkungen haben das Land mit einer wahrgenommenen Welle internationaler Kritik konfrontiert. Laut GiveMeSport hat ein argentinischer Fernsehsender sogar eine Liste von zehn prominenten Persönlichkeiten zusammengestellt, die ihrer Meinung nach für die Förderung der ‚Argentinophobie‘ verantwortlich sind – ein Begriff, der negative Gefühle gegenüber dem Land beschreibt.

Die Albiceleste hatte bis zum Finale ein nahezu perfektes Turnier gespielt. Sie dominierten die Gruppenphase mit makellosen Siegen über Algerien, Österreich und Jordanien. Auf ihrem Weg durch die K.o.-Runde besiegten sie Kap Verde, Ägypten, die Schweiz und England und bereiteten damit die Bühne für ein mit Spannung erwartetes Duell mit Spanien. Doch Ferran Torres‘ entscheidendes Tor in der Verlängerung sicherte Spanien die Trophäe und ließ Argentinien nicht nur mit der Niederlage, sondern auch mit einer Flut externer Kommentare zurück.

Die ‚Argentinophobie‘-Liste und ihre Anschuldigungen

Die Liste der zehn Personen, wie von GiveMeSport berichtet und von Jonatan Viale auf Todo Noticias identifiziert, umfasst eine vielfältige Gruppe, die von Sportlern über Politiker bis hin zu Entertainern reicht. Jeder wurde für spezifische Kommentare oder Handlungen herausgegriffen, die während oder unmittelbar nach der Weltmeisterschaft als anti-argentinisch wahrgenommen wurden.

Hossam Hassan, der ägyptische Trainer, wurde genannt, weil er der FIFA nach Ägyptens Niederlage im Achtelfinale vorwarf, Lionel Messi und Argentinien zu bevorzugen.

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Der britische Moderator Piers Morgan zog mit seiner vernichtenden Kritik am Verhalten Argentiniens den Zorn auf sich. „Widerliches Verhalten der Argentinier am Ende, besonders von Paredes. Einfach ein Haufen fieser, gewalttätiger Schläger und eine Schande für den Fußball. Ich war noch nie so froh, eine Mannschaft verlieren zu sehen“, schrieb Morgan nach dem Finale auf X.

Der Hollywood-Schauspieler Samuel L. Jackson wurde aufgenommen, weil er Argentinien nach dem Finale Berichten zufolge als ‚eines der rassistischsten Länder der Welt‘ bezeichnet haben soll.

Der amerikanische Streamer IShowSpeed wurde genannt, weil er während des gesamten Turniers die Gegner Argentiniens anfeuerte, sich mit Fans anlegte und Spaniens Sieg feierte.

Weitere bemerkenswerte Persönlichkeiten auf der Liste sind der New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdan, die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum, die spanische Sängerin Rosalía, der chilenische Schauspieler Pedro Pascal, der spanische Streamer Ibai und die ehemalige libanesische Erotikdarstellerin Mia Khalifa.

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Argentiniens trotzige Antwort

Die Anschuldigungen der ‚Argentinophobie‘ und die anschließende Nennung prominenter Kritiker haben in Argentinien, auch aus höchsten Kreisen, starke Reaktionen hervorgerufen. Laut GiveMeSport äußerte sich Präsident Javier Milei in den sozialen Medien direkt zur Kritik und deutete sie als Zeichen der Bedeutung Argentiniens. „Das Problem mit Argentinien ist, dass wir herausstechen. Wir bleiben nicht unbemerkt, die Leute sind eifersüchtig auf uns, und wir sind in fast allem gut. Es tut mir leid, aber jemand musste es sagen“, postete Milei und fügte trotzig hinzu: „Es lebe Argentinien, verdammt noch mal!“

Auch Spieler äußerten sich zu der Stimmung. Lisandro Martinez veröffentlichte nach dem Finale eine Erklärung, in der er zu Widerstandsfähigkeit aufrief: „Denkt daran, dass ‚der Fall der Großen die Freude der Mittelmäßigen ist.‘“ Liverpool-Star Alexis Mac Allister äußerte in den sozialen Medien eine ähnliche Ansicht und bedankte sich bei jenen, die ihren Schmerz verspotteten und damit unbeabsichtigt ihren Nationalstolz stärkten. Die kollektive Reaktion deutet auf eine Nation hin, die entschlossen ist, sich vereint gegen externe Negativität zu stellen, selbst angesichts einer WM-Finalniederlage.

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