Vingegaard, Pogacar

Pogačar enthüllt die „verrückten“ Dopingtests, die Tour-Stars nachts wecken

Tadej Pogačar enthüllt die „verrückten“ Dopingtests, die Tour-Stars nachts wecken und zu einer Routine in seinem Leben geworden sind.

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Sieg bringt bekannte Fragen

Tadej Pogačars jüngster Triumph bei der Tour de France bestätigte seinen Platz unter den größten Radsportlern aller Zeiten.

Der Slowene sicherte sich in Paris seinen fünften Gesamttitel und stellte damit den Rekord der Männer ein, den er sich mit Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault und Miguel Indurain teilt.

Laut dem Bericht der Associated Press über die letzte Etappe lag Pogačar sechs Minuten und 26 Sekunden vor Remco Evenepoel.

Doch die Feierlichkeiten wurden erneut von Fragen zu Dopingkontrollen und der Glaubwürdigkeit des Spitzenradsports begleitet.

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Kontrolle seit seinem Tour-Debüt

Pogačar nahm 2020 erstmals an der Tour teil und wurde bei jedem seiner sieben Auftritte umfassend getestet.

Nach dem Rennen 2026 sagte er, die Kontrollen hätten manchmal zu überraschenden und ungünstigen Zeitpunkten stattgefunden.

„Seit meiner ersten Tour im Jahr 2020 haben wir die seltsamsten Kontrollen erlebt“, sagte Pogačar.

Seine Kommentare waren keine Beschwerde über die Tests, sondern ein Bericht darüber, wie unberechenbar der Prozess geworden ist.

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Tests vor wichtigen Bergetappen

Einige der ungewöhnlichsten Kontrollen, so Pogačar, fanden kurz vor dem Start entscheidender Bergetappen statt.

„Ich glaube, das ist in den sieben Touren, die ich gefahren bin, vier- oder fünfmal passiert“, sagte er.

„Sie haben eine halbe Stunde vor der Etappe vor dem Mannschaftsbus gewartet.“

Wie von Tom van der Salm in seinem Bericht für IDL Pro Cycling zitiert, empfand Pogačar diese Besuche vor der Etappe als noch seltsamer als die viel diskutierte nächtliche Kontrolle.

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Ein Klopfen um fünf Uhr morgens

Der umstrittenste Test der Tour 2026 fand vor der 15. Etappe statt, als Offizielle Pogačar gegen 5 Uhr morgens aufsuchten.

Jonas Vingegaard wurde sogar noch früher, gegen 2 Uhr morgens, getestet. Die Kontrollen unterbrachen den Schlaf beider Fahrer vor einer der härtesten Bergetappen des Rennens.

Pogačar sagte später, er habe nur vier Stunden geschlafen und sei nach dem Weggang der Offiziellen nicht wieder eingeschlafen.

Der Zeitpunkt zog Kritik von Fahrern nach sich, die argumentierten, dass Tests die Erholung oder Leistung nicht beeinträchtigen sollten.

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Gerichtliche Genehmigung war erforderlich

Die Kontrollen fanden außerhalb des üblichen Testzeitfensters von 6 Uhr morgens bis 23 Uhr abends statt.

Ein Pariser Richter musste die Maßnahme daher auf Antrag der International Testing Agency genehmigen.

Wie in dem Bericht des Guardian über die nächtlichen Tests beschrieben, verlangt das französische Gesetz eine besondere Genehmigung für Dopingkontrollen, die während dieser Stunden durchgeführt werden.

Weder der Zeitpunkt noch die Genehmigung bedeuteten, dass einer der Fahrer einen Anti-Doping-Verstoß begangen hatte.

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Tests sind zur Routine geworden

Trotz der Unannehmlichkeiten sagte Pogačar, er habe sich daran gewöhnt, Anti-Doping-Offizielle die ganze Saison über zu sehen.

„Es ist jetzt Teil meiner Routine“, sagte er.

„Wenn es früh am Morgen an der Tür klopft, ist mein erster Gedanke, dass es eine Dopingkontrolle ist.“

Für einen der am genauesten beobachteten Athleten im Radsport ist das Testen kein außergewöhnliches Ereignis mehr.

So gewöhnlich wie ein Supermarktbesuch

Pogačar nutzte einen einfachen Vergleich, um zu erklären, wie normal sich der Prozess inzwischen anfühlt.

„Für mich ist es wie ein Gang in den Supermarkt. Es ist nichts Ungewöhnliches mehr“, sagte er.

„Ich wurde in den letzten Jahren so oft getestet, dass es Teil meines Lebens geworden ist.“

Der Kommentar spiegelte Vertrautheit wider und nicht Gleichgültigkeit. Pogačar akzeptiert, dass wiederholte Tests zu seiner Position an der Spitze des Sports gehören.

Die Geschichte des Radsports bleibt präsent

Die lange Geschichte des Radsports mit Dopingskandalen prägt weiterhin die Wahrnehmung herausragender Leistungen.

Tour-Sieger stehen besonders im Fokus, während Anti-Doping-Behörden unter Druck stehen, zu zeigen, dass selbst die größten Namen des Sports strengen Kontrollen unterliegen.

Pogačars Dominanz wirft natürlich Fragen auf, aber die Häufigkeit seiner Tests ist kein Beweis für Fehlverhalten.

Sie zeigt vielmehr, wie weit der Sport bereit ist zu gehen, um das Vertrauen der Öffentlichkeit zu schützen.

Unterstützung für Tests, Bedenken hinsichtlich des Zeitpunkts

Pogačar hat deutlich gemacht, dass er strenge Anti-Doping-Maßnahmen unterstützt.

Seine Sorge gilt hauptsächlich Kontrollen, die den Schlaf unterbrechen oder unmittelbar vor einer anspruchsvollen Etappe stattfinden.

Die International Testing Agency hat eingeräumt, dass nächtliche Tests Fahrer stören können, während sie gleichzeitig betont, dass Kontrollen außerhalb der normalen Zeiten manchmal notwendig sein können.

Das lässt den Radsport nach einem Gleichgewicht zwischen effektiver Durchsetzung und dem Wohlergehen der getesteten Athleten suchen.

Eine akzeptierte Bürde an der Spitze

Pogačar beendete die Tour mit einem weiteren Gelben Trikot und einer weiteren Runde von Fragen zur Integrität des Sports.

Er wich dem Thema nicht aus und argumentierte auch nicht, dass führende Fahrer eine Sonderbehandlung erhalten sollten.

Stattdessen beschrieb er Anti-Doping-Kontrollen als unvermeidlichen Teil seines Berufs, selbst wenn ihr Zeitpunkt extrem erscheint.

Für Pogačar ist das wiederholte Klopfen an der Tür zu einem weiteren Merkmal des Lebens als erfolgreichster Fahrer seiner Generation geworden.

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