Neymar kam am Dienstagabend im Mangueirão vom Platz, warf den Remo-Fans, die ihn den ganzen Abend ausgepfiffen hatten, Kusshände zu und begann dann auf dem Weg zum Tunnel zu tanzen.
Vor den Remo-Verantwortlichen auf der anderen Seite einer Absperrung schrie die Nummer 10 von Santos immer wieder dasselbe Wort: „Eliminado! Eliminado!“
Die Remo-Offiziellen brüllten zurück und machten obszöne Gesten, und beide Gruppen wären fast aneinandergeraten, ehe sich die Ordner des Stadions zwischen die Parteien drängten. Teamkollege Gabriel Barbosa, der die Szene wenige Schritte dahinter verfolgte, reagierte sichtlich fassungslos.
Remo-Präsident bezeichnet ihn als „Penner“
Die schärfste Reaktion kam vom Klubpräsidenten. Antônio Carlos Teixeira, im brasilianischen Fußball als Tonhão bekannt, sagte gegenüber Portal O Fluxo, dass der Santos-Star für jemanden seines Formats eine Grenze überschritten habe.
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„Dieser Penner Neymar, der von einem Haufen Kinder vergöttert wird, der hier seine kleine Clownsnummer abgezogen hat, kam auch noch, um uns zu provozieren.“
Teixeira verband den persönlichen Seitenhieb mit einem Angriff auf Santos und sagte, der Klub „habe es nicht nötig gehabt“, das Duell auf diese Art zu beenden.
Die 45 Minuten, die Santos weiterbrachten
Neymar war nicht der unmittelbare Grund für das Aus von Remo. Das Duell hatte sich schon in der ersten Halbzeit gedreht, als Remo-Kapitän Marllon in der 27. Minute für ein Foul an Santos-Angreifer Caballero die Glatt-Rote sah, die vom VAR hochgestuft wurde, wie CNN Brasil berichtet. Das Hinspiel war 0:0 zu Ende gegangen.
In der Halbzeit brachte Cheftrainer Cuca Neymar für Gabriel Bontempo und Rony für Gabriel Barbosa. In der 73. Minute setzte sich Neymar außen im Duell gegen Zé Welison durch, zog in den Strafraum und legte flach quer auf Rony, der über den Torhüter zum Endstand einschob und Santos das Ticket ins Viertelfinale sicherte.
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Im Dezember steht ein Karriereende im Raum
Der Tanz bekommt zusätzliches Gewicht, weil Neymar öffentlich angedeutet hat, dass dies seine letzte Etappe als Profi sein könnte. Sein Vertrag bei Santos läuft bis Dezember, und in einem Video, das er diese Woche auf seinem eigenen YouTube-Kanal veröffentlicht hat, räumte er ein, dass ein Karriereende eine der Optionen sei.
„Ich denke nicht ans Aufhören, und ich weiß auch nicht, wie lange ich noch weitermache.“
„Ich weiß wirklich nicht, was ich tun werde. Bis Dezember ist es noch ein langer Weg, gehen wir es also Schritt für Schritt an.“
Seine Länderspielkarriere ist bereits abgeschlossen: Das Aus Brasiliens im Achtelfinale der WM 2026 war sein letzter Einsatz für die Seleção. Wer im Viertelfinale auf Santos wartet, entscheidet sich bei der nächsten Auslosung des CBF.
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