Zwischen Zielinskis schwerem Fehler und seiner entscheidenden Parade lagen weniger als 50 Minuten Fußball. Für den Polen reichte diese Zeit, um einen bereits verloren geglaubten Abend komplett zu drehen.
Der Bundesliga-Absteiger setzte sich nach einem 3:3 in der Verlängerung mit 6:5 im Elfmeterschießen durch. Wolfsburg musste gegen den Regionalligisten dreimal einen Rückstand aufholen.
Zielinski bedient den Gegner
Jonas Nietfeld hatte die mutig auftretenden Berliner bereits in der sechsten Minute in Führung gebracht. Der zur Pause eingewechselte Kapitän Maximilian Arnold glich mit einem Distanzschuss aus.
In der 71. Minute folgte die Szene, die für Zielinski zum persönlichen Desaster zu werden drohte. Nach einem Rückpass von Kilian Fischer wollte der Torwart das Spiel kontrolliert von hinten eröffnen.
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Sein Pass landete jedoch direkt bei Jonas Saliger. Der Linksaußen musste den Ball nur noch im verlassenen Wolfsburger Tor unterbringen und brachte Altglienicke erneut mit 2:1 in Führung, wie TAG24 den Fehler beschrieb.
Arnold rettete seine Mannschaft mit einem direkt verwandelten Freistoß in die Verlängerung. Dort verlor ausgerechnet der Kapitän den Ball vor dem 3:2 durch Mehmet Ibrahimi.
Erst Hauke Wahls Treffer in der 117. Minute verhinderte die Blamage. Laut dem offiziellen DFB-Spielbericht hatte der Regionalligist damit dreimal geführt, ohne den Favoriten endgültig bezwingen zu können.
Zwei Paraden ändern alles
Im Elfmeterschießen schien Wolfsburg erneut vor dem Aus zu stehen. Fabian Reese, der bei seiner Rückkehr nach Berlin wiederholt ausgepfiffen worden war, scheiterte als vierter Schütze der Niedersachsen.
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Zielinski hielt anschließend gegen Sven Sonnenberg und bewahrte sein Team vor dem Ausscheiden. Einige Versuche später parierte er auch den Elfmeter des zuvor erfolgreichen Ibrahimi.
Kilian Fischer verwandelte danach den entscheidenden Versuch. Der VfL Wolfsburg hob in seinem Spielbericht besonders die beiden Paraden Zielinskis und die Moral nach drei Rückständen hervor.
Trainer Tobias Strobl freute sich sogar etwas zu früh. Nach Zielinskis zweiter Parade glaubte er, die Partie sei bereits entschieden, obwohl Fischer seinen Elfmeter noch verwandeln musste.
Strobl kündigte anschließend eine Zahlung in die Mannschaftskasse an. Der Trainer erklärte, er habe sich in diesem Moment vor allem für seinen Torwart gefreut, berichtete Welt.
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Der Sieg bleibt ein Warnsignal
Altglienicke bestritt erst das zweite DFB-Pokalspiel seiner Vereinsgeschichte. Die Partie wurde vor 5.000 Zuschauern im Amateurstadion von Hertha BSC ausgetragen, weil der Platz in Fürstenwalde nicht den vorgeschriebenen Maßen entsprach.
Für Wolfsburg war das Weiterkommen dennoch keine überzeugende Antwort auf den Bundesliga-Abstieg. Der Zweitligist offenbarte große Probleme gegen einen Gegner aus der Regionalliga und entging nur knapp der nächsten sportlichen Enttäuschung.
Zielinski konnte zumindest seine eigene Geschichte korrigieren. Aus dem Torwart, der Altglienicke die Führung schenkte, wurde jener Spieler, der Wolfsburg schließlich in die zweite Runde brachte.
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