Santa Fe vs. America De Cali

Fans jagen sich mit Stühlen über den Rasen

Das kolumbianische Erstligaspiel zwischen Santa Fe und América de Cali ist nach einer Platzinvasion und einer Massenschlägerei für rund 50 Minuten unterbrochen worden.

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Anhänger beider Vereine lieferten sich im Estadio El Campín in Bogotá gewaltsame Auseinandersetzungen. Dabei wurden unter anderem Stühle, Stangen und andere Gegenstände als Waffen eingesetzt.

Auch América-Torwart Jean Fernandes war betroffen. Ein auf das Spielfeld gelaufener Fan schoss dem am Boden liegenden Brasilianer einen Ball gegen den Kopf.

Streit um eine Fahne eskaliert

Die Ausschreitungen begannen in der 33. Minute. Nach übereinstimmenden Medienberichten hatte zuvor jemand versucht, eine Fahne aus dem Bereich der Gästefans von América zu stehlen.

Daraufhin gelangten Anhänger von Santa Fe auf den Rasen und bewegten sich in Richtung Gästesektor. Gleichzeitig gerieten América-Fans auf der Tribüne mit der Polizei aneinander.

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Auf Videos ist zu sehen, wie Personen mit Stühlen, Holzstücken und Metallstangen über das Feld laufen. Mehrere Gegenstände wurden in Richtung gegnerischer Gruppen geworfen.

Wie UOL berichtete, setzte die Polizei Schilde, Schlagstöcke und chemische Reizmittel ein, um das Spielfeld zu räumen.

Der Schiedsrichter stoppte die Partie und schickte Spieler sowie Trainer in die Kabinen. Erst nachdem sich die Lage beruhigt hatte, wurde eine Fortsetzung genehmigt.

Die Gästefans wurden vorsorglich aus dem Stadion geführt. Nach Angaben der Stadt Bogotá mussten 17 Menschen medizinisch versorgt werden, schwer verletzt wurde jedoch niemand.

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Torwart während Behandlung getroffen

Fernandes lag nach einer vorherigen Spielsituation auf dem Rasen und wurde von den medizinischen Betreuern untersucht. In diesem Moment lief ein Fan hinter das Tor und schoss einen Ball gegen den Kopf des Torhüters.

Der Brasilianer veröffentlichte später Aufnahmen des Vorfalls. Er kritisierte vor allem, dass die Begegnung trotz des Angriffs und der massiven Sicherheitsprobleme fortgesetzt wurde.

América-Trainer David González stellte sich hinter seinen Spieler. Für ihn war es nicht akzeptabel, den Vorfall herunterzuspielen, nur weil der Fan einen Ball benutzte.

Fernandes blieb dennoch auf dem Platz. Laut Infobae wurde er nach mehreren wichtigen Paraden sogar zum Spieler der Partie gewählt.

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Das Spiel endete schließlich 0-0. Santa Fe war nach der langen Unterbrechung die gefährlichere Mannschaft, scheiterte aber mehrfach am América-Keeper und einmal am Pfosten.

Empörung über die Fortsetzung

Bogotás Bürgermeister Carlos Fernando Galán kündigte Konsequenzen für die Verantwortlichen an. Die zuständigen Behörden und die kolumbianische Ligaführung sollen nun Videoaufnahmen und Sicherheitsberichte auswerten.

Mögliche Strafen reichen von Geldbußen über Tribünensperren bis zu Begegnungen ohne Zuschauer. Eine endgültige Entscheidung war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht bekannt.

Auch Santa-Fe-Präsident Eduardo Méndez verurteilte die Gewalt. Solche Vorfälle würden Familien und friedliche Fans aus dem Stadion vertreiben, erklärte er gegenüber El Espectador.

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Dass die Partie nach der Platzinvasion tatsächlich beendet wurde, sorgt weiterhin für Kritik. Das 0-0 blieb zwar bestehen, doch sportlich geriet der Abend vollständig in den Hintergrund.

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