Nur 31 Sekunden benötigte Chelseas neue Offensive für ihr erstes Ausrufezeichen. Palmer leitete den Ball geschickt zu João Pedro weiter, der Bernd Leno mit einem gefühlvollen Abschluss überwand.
Der Traumstart führte zu einem wilden Westlondon-Derby. Chelsea gewann beim FC Fulham mit 3:2, zeigte dabei aber nicht nur seine enorme Offensivqualität, sondern auch altbekannte defensive Schwächen.
Palmer eröffnet das Spektakel
Wie Chelsea im offiziellen Spielbericht schilderte, blieb die Mannschaft nach dem frühen Führungstor gefährlich. Palmer und Morgan Rogers fanden immer wieder Räume zwischen Fulhams Abwehrspielern.
Den nächsten Treffer erzielte jedoch Fulham. Josh King drang in der 23. Minute in den Strafraum ein und überwand Robert Sánchez am kurzen Pfosten.
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Der spanische Torhüter machte dabei keine gute Figur. Chelsea verlor zudem vorübergehend die Kontrolle im Mittelfeld, wo Reece James und Roméo Lavia ohne den angeschlagenen Moisés Caicedo begannen.
Vier Minuten vor der Pause schlug Alonso Mannschaft zurück. Palmer schickte Innenverteidiger Maxence Lacroix nach vorne, der Jorge Cuenca ausspielte und für Rogers zurücklegte.
Der für 117 Millionen Pfund von Aston Villa verpflichtete Engländer verwandelte sicher. Es war sein erstes Tor bei seinem Premier-League-Debüt für Chelsea.
Kurz nach der Pause folgte der schönste Angriff des Abends. Rogers verlängerte den Ball zu João Pedro, der Palmer in den Lauf bediente.
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Palmer blieb vor Leno eiskalt und schob den Ball durch die Beine des deutschen Torhüters. Alle drei Chelsea-Angreifer hatten damit getroffen.
„Ich bin bereit“
Palmer war in der vergangenen Saison immer wieder von Verletzungen ausgebremst worden. Seine Probleme kosteten ihn letztlich auch einen Platz im englischen Kader für die Weltmeisterschaft.
Nach dem Spiel wurde der 24-Jährige gefragt, wie bereit er für die neue Saison sei. „Habt ihr das Spiel nicht gesehen? Ich mache nur Spaß, ich bin bereit“, antwortete er in einem Interview, das 101 Great Goals wiedergab.
Palmer erklärte, dass er im Sommer hart an seiner Fitness und der Vorbeugung weiterer Verletzungen gearbeitet habe. Die Pause habe ihm außerdem ermöglicht, neue Energie zu sammeln.
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Alonso hatte seinen Spielmacher bereits vor dem Saisonstart als Weltklassespieler bezeichnet. Palmer müsse gesund sein, Freude am Fußball haben und eine Verbindung zu seinen Mitspielern spüren, erklärte der frühere Leverkusener Trainer.
Gegen Fulham waren diese Verbindungen sofort zu erkennen. Palmer erzielte ein Tor, bereitete eines vor, kreierte drei Chancen und gewann zehn direkte Duelle.
„Wenn wir eine gute Mannschaft haben wollen, brauchen wir einen großartigen Cole“, sagte Alonso anschließend laut dem von Stats Perform verbreiteten Bericht.
Alonsos System zeigt Wirkung und Risiken
Die offensive Anordnung erinnerte bereits an Alonsos erfolgreiches 3-4-2-1 bei Bayer Leverkusen. Rogers und Palmer agierten hinter João Pedro, während sich sogar Innenverteidiger Lacroix regelmäßig in den Angriff einschaltete.
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Die Bewegungen machten Chelsea schwer berechenbar. Gleichzeitig entstanden Räume, die Fulham konsequent angriff.
Gonzalo García verkürzte in der 54. Minute, nachdem Sánchez einen Schuss von Timothy Castagne direkt vor die Füße des Debütanten abgewehrt hatte. Später verfehlte Antonee Robinson das leere Tor nur knapp.
The Guardian sah vor allem auf der Torhüterposition weiterhin eine deutliche Schwachstelle. Auch Alonso räumte ein, dass seine Mannschaft als Kollektiv besser verteidigen müsse.
Chelsea brachte den knappen Vorsprung dennoch über die Zeit. Damit gewann der Klub erstmals seit 2022 wieder sein Auftaktspiel in der Premier League.
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Der Einstand war spektakulär, aber keineswegs fehlerfrei. Wenn Palmer, Rogers und João Pedro dieses Niveau halten, könnte Alonsos Chelsea jedoch zu einer der unterhaltsamsten Mannschaften der Liga werden.



