Eine umstrittene VAR-Entscheidung dominierte die Schlagzeilen nach Manchester Citys knappem 1:0-Sieg über den Rivalen Manchester United. Erling Haalands Tor, das zunächst wegen Abseits annulliert worden war, wurde nach einer langwierigen Überprüfung letztendlich doch anerkannt. Die Entscheidung brachte City in Führung, während sie mit 10 Mann spielten, und bescherte United die zweite Saisonniederlage.
Der Vorfall ereignete sich, als Haaland den Ball im Netz versenkte und damit sein viertes Ligator der Saison erzielte. Der Schiedsrichter auf dem Feld annullierte den Treffer sofort und signalisierte Abseits. Der Video Assistant Referee (VAR) schaltete sich jedoch ein und veranlasste eine Überprüfung, die die ursprüngliche Entscheidung letztendlich aufhob – sehr zur Verwirrung vieler Beobachter, darunter ehemalige Spieler und Experten.
Die Abseitsregel auf dem Prüfstand
Die Komplexität der Abseitsregel, insbesondere hinsichtlich des Zeitpunkts der Beurteilung und der Beteiligung mehrerer Spieler, stand im Mittelpunkt der Kontroverse. Das Gesetz besagt, dass Abseits in dem Moment beurteilt wird, in dem der Ball zuletzt von einem Mitspieler gespielt wird, nicht wenn er den Torschützen erreicht. Darüber hinaus setzt eine Ablenkung durch einen Verteidiger die Abseitsphase nicht zurück, es sei denn, es handelt sich um eine bewusste Ballberührung und nicht um einen Block oder einen Abpraller.
Die VAR-Überprüfung konzentrierte sich auf zwei Schlüsselaspekte: Haalands Position und die Beteiligung eines weiteren City-Spielers, Enzo Fernandez, der sich ebenfalls in einer Abseitsposition befand. Das Premier League Match Centre erläuterte die Entscheidung über seinen offiziellen X-Account und erklärte:
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Damit ein Spieler in Abseitsposition bestraft wird, muss er:
- Einen Gegner daran hindern, den Ball zu spielen, indem er dessen Sichtlinie eindeutig behindert.
- Den Gegner um den Ball herausfordern.
- Eindeutig versuchen, den Ball zu spielen, der sich in der Nähe befindet, wenn diese Aktion einen Gegner beeinflusst.
- Eine offensichtliche Aktion ausführen, die die Fähigkeit eines Gegners, den Ball zu spielen, eindeutig beeinträchtigt.
Experten äußern Verwirrung
Trotz der offiziellen Erklärung überzeugte die Entscheidung viele nicht. Beim Kommentar äußerte Gary Neville seine Verwirrung und sagte: „Ich brauche die Abseitsregel erklärt, das hat mich ehrlich gesagt verwirrt. Es wird einen Offiziellen brauchen, der uns erklärt, warum er nicht im Abseits stand.“
Ähnlich hinterfragte Wayne Rooney in der BBC-Berichterstattung die Entscheidung und argumentierte, dass Fernandez‘ Bewegung den Verteidiger von Manchester United, Lisandro Martinez, beeinflusst habe. „Sicherlich ist es Abseits. Martinez wird von Enzos Bewegung beeinflusst, und er steht im Abseits“, bemerkte Rooney.
Der Vorfall unterstreicht die anhaltende Debatte über die Anwendung nuancierter Regeln durch den VAR, insbesondere in brisanten Derbys, wo jede Entscheidung vergrößert und genauestens geprüft wird.
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